Vesterålen – Licht und Frieden!

Heute kam Post von meiner esoterisch angehauchten Vesterålen-Mitpaddlerin G., es waren die versprochenen selbstgestrickten Licht und Frieden Socken!

Mein Herz ist berührt!

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Vesterålen – Die Heimreise!

So wie wir auf den Vesterålen angekommen waren, so reisten wir auch wieder ab.

Hurtigruten – diesmal nicht mit einem der ältesten Schiffe, sondern mit einem der neuesten – der MS Trollfjord. Ich persönlich fand die alte MS Lofoten zwei Wochen zuvor auf der Hinreise besser, gemütlicher, ich steh auf alte Schiffe und jungen Frauen. Die Trollfjord ist mehr ein Kreuzfahrt- als ein Linienschiff. Auch die Kabinengäste des Potts waren weniger urig als die der ebenso urigen MS Loten, dafür deutlich japanischer.

Wir fuhren im Prinzip die gleiche Strecke zurück wie hin. In Bodø kamen wir nachts um zwei an, A. verließ die Truppe hier. Nach einer Nacht im Hotel fuhren G., B., H. und ich mit dem Tagzug bis Trondheim, tolle Strecke übrigens, und von dort mit dem Nachtzug nach Oslo und von dort dann mit der Fähre nach Kiel…

S. P. und N. flogen von Bodø aus nach Deutschland, Reiseleiter nN trafen wir in Oslo wieder und nahmen ihn mit auf die Fähre.

Tja, so war das!

Ging rum…

Nachwort:

So hoch im Norden war ich noch nie, eine anständige Seekajaktortur, leider getrübt vom mangelhaften Sicherheitsniveau.

Norwegen ist ein wunderschönes Land und auch auf den Vesterålen war’s nedd grad schlecht.

Ich wär auch gerne noch ein paar Tage im Norden geblieben, aber ich hatte meiner besten schwäbischen Freundin L. verspochen beim Umzug zu helfen, bin halt ein guter Mensch!

Nun, da ich dies schreibe bin schon schon wieder drei Wochen in deutsche Land, aber Abends um elf denk ich immer an Norwegen!

 

 

 

 

 

 

 

Epilog:

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt vier Seiten in meinem mitgefühten Reisebuch gelesen.

Post-Epilog:

Epilog (griech. επίλογος epílogos „das Nachwort, die Nachrede“)

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Vesterålen – Von Vassvik nach Melbu! (Und weiter nach Stokmarknes!)

Die letzte Paddeletappe und zugleich die kürzeste: Wir fuhren nur ein paar Kilometer nach Süden bis Melbu, holten die Kajaks aus dem Wasser, entsalzten des Material und luden alles Geläpp in Fahrzeug und Bootshänger.

Allerdings hatten wir zwischen Anlanden und dem Eintreffen des Materialwagens jede Menge Zeit die wir in einem Café in Melbu und in in der Sonne am Hafen verbrachten.

Dann eine kurze Fahrt zum Campingplatz von Stokmarknes, wo zwei Wochen zuvor ALLES begann.

Das Ziel ist der Start, dazwischen war der Weg! (Zitat von mir. Was mar hat ma hat mer!)

Epilog:

„Das war’s dann fast, knappe drei Wochen Norwegenurlaub und noch nicht mal einen Elch gesehen“ schrieb ich am Abend in mein Reisetagebuch. Wenn mir Gott je geholfen hat dann dann:

Just in diesem Moment marschierte einer der norwegischen Waldesel (Zitat G., die sich übrigens unter meiner strengen Führung zu einer guten Kajakfahrerin entwickelt hatte) über den Campingplatz, dem (Nicht-)Geweih nach zu urteilen ein Jährling.
A., die sich in Norwegen auskennt, übte großen Kritik an dem leichtsinnigen Tier, wenn der so naiv in die Nähe von Menschen kommt werde er die nächste Jagdsaison wohl kaum überlegen…

Post-Epilog:

Ich sollte nichts einnehmen wenn ich schreibe, bin ein wenig albern heute.

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Vesterålen – Von Vik nach Vassvik!

An einem herrlichen Sonntag Morgen bauten wir unser Lager auf der Halbinsel vor Vik ab und fuhren bei spiegelglattem Meer los.
Wir hielten uns östlich und fuhren den Langøysund nördlich an Stokmarknes vorbei.

Je näher wir dem Hadselfjorden, der die Vesterålen von den Lofoten trennt, kamen, desto stärker wurde der Nordostwind.
Wir mussten deshalb unseren Plan zur Vesterålen-Hauptstadt Sortland zu paddeln verwerfen und fuhren ab der großen Straßenbrücke gen Süden in den Hadseljorden, hatten nun die imposanten Lofoten linkerhand und die dagegen eher unspektakulären Vesterålen rechts in unserer Nähe.

Nach der Mittagspause auf einer Insel nahe Stokmarknes fuhren wir noch ein paar Kilometer bis zu einem schönen Sandstrand in der Nähe von Vassvik.
Am Strand wohnte eine Gänseherde die, sich anscheinend von uns gestört fühlend, wütend Kreise über uns flog-komisch irgendwie.
Die Wiese, auf der wir unser Lager aufschlagen wollten, schien bewirtschaftet zu sein, so schlugen wir unsere Zelte eher am Rand auf um das Gras nicht nieder zu walzen.

Im nahen Dorf besorgte ich mit B. Wasser und anschließend gönnten wir uns ein Bad mit Lofotenpanorama im Hintergrund.

Kalt war’s  im 10 Grad warmen Wasser!

 

Epilog:

Abends, es wurde inzwischen schon ziemlich dunkel und kühl war es auch, zogen sich alle zeitig in ihre Zelte zurück. Auch ich lag gerade zehn Minuten in meinem Schlafsack als ein Auto kam und den Motor abstellte. Ich wartete, niemand kam aus dem Zelt, meine feigen Mitreisenden konnten doch unmöglich schon alle schlafen.
Also ging ICH raus, auf dem Feldweg der zur Wiese führte stand ein Geländewagen, die Tür ging auch und ein etwas grünes und zotteliges kam auf mich zu…

Es war der Farmer dem die Wiese gehörte, er kam von der Gänsejagt und die Montur diente ihm zur Tarnung. Er fand’s gut dass wir bei ihm zelteten, das hielt besagte Gänse fern, das Federvieh fraß ihm sonst oft das Gras ab und kackte des Rest des Grünfutters so voll, dass es die Kühe nicht mehr wollten.

Wir waren also die Vogelscheuchen des Zottelfarmers…

… das ist doch auch was wert!

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
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Vesterålen – Von Skjelfjordeidet nach Vik!

Kilometermäßig war es eine der längsten Etappen, aber wir hatten fast permanent Rückenwind und dadurch ging es recht flott…

Zunächst fuhren wir Richtung Südosten vom Seitenarm in den Eidsfjorden rein.
Unterwegs begleitete uns eine Ziegenherde, die auf einer Insel lebte, ein Stück des Weges.

Im Eidsfjorden fuhren wir dann Südwestlich aus dem Fjord heraus, Wind und Wellen hatten wir im Rücken und so waren wir fix an der Wanderhütte Guvåghytta.

Eine Superhütte, hier hätte man es gut aushalten können:

Kochgelegenheit, Schlafplätze in der Hytta, Sauna und und und…
Doch der Reiseleitung war’s nicht genehm, der Hüttenobulus, an dem lag’s wohl.

Also querten wir nach einer ausgiebigen Mittagspause des Eidsfjorden Richtung Südosten, hier gab’s ordentlich Wind und Wellen von der Seite, es lies sich noch fahren, aber es war anstrengend permanent mit voller Konzentration zu fahren.

An einem Strand auf einer Halbinsel südlich von Vik legten wir an, schlugen unser Lager auf. Guvåghytta war zwar attraktiv, aber dieser Strand war die absolut beste Stelle an der wir auf der gesamten Tour lagerten.

In alle Richtungen grandiose Ausblicke und Abends ein Sonnenuntergang hinter den Bergen vom Allerfeinsten…

Epilog:

Sich belohnen ist wichtig bei körperlichen Anstrengungen, bei Schokoriegeln kann es nur einen geben:

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
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Vesterålen – Von Myre nach Skjelfjordeidet!

Nach dem Wal ist vor dem Wal – und so ging es am Freitag wieder mit den Kajaks auf Tour.

Wir fuhren bei anfangs mäßiger aber regen- und nebelfreier Witterung zunächst gen Westen Richtung Børøyfjord, bogen dann nach Süden in den  Auenfjorden ab. Bei Sandset hat der Audenfjorden einen Apendix gen Westen in den wir bis zum Ende fuhren. Hier war die Paddeltour zu Ende – aber noch nicht die Tagesetappe.
Übertragen war angesagt, einen guten Kilometer mussten Menschen, Boote und Gepäck über eine Landstrasse transportiert werden. Für die Boote hatten wir einen einzigen Bootswagen, das Gepäck mussten wir selbst tragen, uns selbst irgendwie auch.

Das Gepäck war schnell transportiert, jedoch brauchten wir pro Boot eine knappe Stunde für Boottransport und zurückbringen des Bootswagens, jeder lief die Strecke mehrmals, ich sogar vier mal hin und her.
Eine langwierige Plackerei also, allerdings bei inzwischen bestem Wetter, und da jeder nicht bei jedem Bootstransport dabei war, gab’s zwischendrin Zeit zum in die Sonne legen.

 

 

Als wir dann alle Boote an der nächsten Einsetzstelle nahe Skjelfjordeidet hatten war es schon recht spät. In semitollem Ambiente, nach Süden super Ausblick – im Norden die gut befahrene Landstrasse, bauten wir auf merkwürdigem Untergrund unsere Zelte auf und bekochten uns.

 

Epilog:

Warum eine selbstaufblasende Matte einpacken, wenn man auch eine 17kg schwere Gästeluftmatratze samt Pumpe mitnehmen kann, dachten sich N. und P.

 

 

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
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Vesterålen – Walsafari ab Stø!

„Mein idealer Lebenszweck  sind Robbenfell und Walfischspreck!“
kleines Arschloch

Donnerstag mal nicht im Kajak sondern in einem Schiff unterwegs.
nN. brachte G., N., P. und mich nach Stødort checkten wir beim örtlichen Walsafari-Anbieter ein, zahlten dafür einen stolzen Preis, aber zumindest mir war es das Wert, wenn ich schon mal im hohen Norden bin, dann auch Wale gucken.
Zunächst gab’s eine Einweisung ins Whale-Watching, einfach nur gucken is nicht.
Dann brachen wir mit der MS Leonora auf und fuhren zunächst zur Insel Anda, dort tummelt sich allerlei Seegevögel rum, wir sahen Seeadler, Papageientaucher, Kormorane, diverse Möwenarten, Küstenseeschwalben, Trottellummen, Eissturmvögel, Krähenscharben, Tordalks und Polarkolibris – bis auf die Adler nicht gerade imposant, aber doch schön mal zu sehen.
Und dann war’n da auch noch Robben, die betrieben dort eine Robbenbank, aber für mich sah es eher so aus, als würden sie auf der faulen Robbenhaut liegen, naja, egal, ich hätte ja eine der Meeresbiologinnen,die den Ausflug leiteten, fragen können .

Anda Island war war aber nur ein Zwischenziel. Von dort aus fuhren wir zwei Stunden weiter Richtung Nordosten auf’s offene Meer hinaus.
Unser Ziel war Bleik Canyon, hier an der Kante des Festlandsockels fällt der Bleik Canyon ab. In Bleik Canyon werden kalte Wasser Strömungen, die aus der Tiefe kommen nach oben gedrückt und transportieren nährstoffreiches Wasser an die Meeresoberfläche, was eine umfangreiche Planktonblüte im Frühjahr zur Folge hat. Diese hohe Produktivität unterstützt eine große Vielfalt an marinen Tierarten wie Vögel, Seehunde und Wale.
Die häufigste Walart, die in diesem Gebiet vorkommt ist der Pottwal. Es sind die Männchen der Pottwale die sich hier sammeln, um im tiefen Wasser Tintenfische und andere Fische jagen.
Aber zunächst sahen wir nix, zumindest keine Wale, wir tuckerten noch über eine Stunde über dem Bleik Canyon rum, nix, innerlich richteten wir uns schon  darauf ein, aufgrund fehlender Walsichtungen den halben Tourpreis zurück zu bekommen.

Doch dann tauchten nacheinander in unmittelbarer Nähe der MS Leonora drei Pottwale auf:

Der Rücken der bis zu 20 Meter langen Tier war jeweils für etwa 10 Minuten zu sehen, aus dem Blasloch spritzen Atemfontänen. Dann machten die Walherren den Buckel krumm und tauchten die Fluke zeigend in die Tiefen des Nordatlantiks ab.

Also, die Tour hat sich gelohnt.

Epilog:

Meine Ausrüstungsgegenstand des Jahres!

Leicht, robust, billig.
Man  kann mit ihnen auch mal durch nasses hohes Grass laufen ohne das Füsse und Socken nass werden, und man bekommt sie schnell angezogen, wenn man Nachts mal raus muss.

Ich werde nicht mehr ohne reisen.