Mit estnischen Untertiteln!

Berlin hat  mich zurück!

Das meine Leser das Teater NO99 in Tallinn kennen setze ich natürlich voraus!*

Die Truppe aus Estland gastiert zur Zeit mit einer aufwendigen Inszenierung von Shakespeares Sommernachtstraum, der bekanntlich von Felix Mendelssohn Barthold vertont wurde, im Konzerthaus Berlin – ich hatte Karten für die Premiere.

Ein großes Aufgebot: Konzerthausorchester Berlin dirigiert vom Esten Olari Elts, Theaterensemble NO99 und der ebenfalls in Tallinn beheimatete Ellerhein Girls‘ Choir.

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Die Bühne war eine riesige Kugel auf der die Schauspieler und Musiker, die sich natürch totzdem im Raum befanden, live projiziert wurden. Die Musik war großartig, das Stück in estnisch, die deutschen Untertitel wurden auf Tafeln links und rechts der Bühnenkugel angezeigt, also eigentlich Seitentitel. Meinem ältester berliner Freund M. und mir gefiel es, mal was ganz anderes, auch wenn wir uns erst an die Untertitel gewöhnen mussten, aber Estnisch ist eine seht sexy Sprache:

*kleiner Scherz

Im Hallenbad war ich am Wochenende auch:

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Kultur mittig, schräg und blutig, Shakespeare und eine Irin!

Nachdem ich die Woche ziemlich rumkränkelte, der Dauerregen macht es auch nicht besser, kehrte ich zum Wochenende ins kulturelle Leben zurück, zwei Mal in Berlin Mitte:

Camille O’Sullivan sagte mir wenig, ich hörte mal in den einen oder anderen Titel rein, anstrengend, Wikipedia beschreibt sie als als intensiv dramatische Interpretin von Liedern aus der Weimarer Republik sowie von Edith Piaf, Jacques Brel, Nick Cave, Tom Waits, David Bowie, klingt bedrohlich aber interessant, mit meiner besten thüringerischen Freundin J. ging ich hin.

Fantastisch was die Irin da bot, nicht unanstrengend, aber fesselnd, auf Spotify konnte ich mich nicht mit ihr anfreunden, aber Live? – mein Tipp: Hingehen!

Samstag war J. für das Programm zuständig, die Wahl war brillant:

Monbijou Theater!

Die dachlose Spielstätte, sonst eher für Sommerkomödie bekannt, wartete mit Shakespeares Macbeth auf – Hexen, Intrigen, Blut, Dreck, Spannung, Krieg, Mord – nichts für schwache Nerven. Die Bühne ein Sandkasten unter freiem Himmel im hölzernen Amphitheater an der Spree, eine beindruckende Inszenierung von Schillers Übersetzung des Werkes, komprimiert in einem Akt – mein Tipp: Hingehen!

Und heute? Handy auf leise, Haustürklingel aus, Balkontag!