Elba: Kein guter Urlaub!

DSCN7465 (1)Und dann ging die Tour los, erstmal einpaddeln in der Bucht von Lacona bei bestem Wetter.
Wir machten sogar Kenter- und Bergeübungen, dass kannte ich von diesem Veranstalter bisher nicht. Tags drauf ging es mit Gepäck los, der Guide, zwei andere und ich in Einern, dazu zwei vollbeladene träge Zweier sogar mit Gepäck auf dem Oberdeck.
Das Wetter war noch ok und wir erreichten den Campingplatz von Capoliveri spielend.
DSCN7526Allerdings sollte das Wetter schlechter werden, trotzdem fuhren wir am Tag darauf los, der Plan war um die Südostspitze Elbas bis Porto Azzurro zu fahren, nach einem Drittel der Strecke kehrten wir um, Ziel wieder Lacona. Beim der Querung der Bucht vor Capoliveri wurde das Wetter schlechter und die Wellen höher, die Gruppe entfernte sich immer mehr voneinander, ein Zweier driftete immer mehr nach Süden weg von der Insel.
DSCN7525Ich selbst verlor die Beherrschung über mein Boot und kenterte schließlich weit ab von der rettenden Küste.
Der Guide und ein Mitreisender im Einer bargen mich zum Glück. Die Gruppe kam dann wieder zusammen und erreichte Lacona heil.

Für mich kein angenehmes Erlebnis, ok, Kenterübungen habe ich schon oft gemacht, aber der Ernstfall ist dann doch was anderes. Seitdem bin ich leicht antraumatisiert was Kajak fahren auf dem Meer betrifft, schon bei kleinere Wellen macht es mir keinen Spass mehr.

DSCN7633Aber wäre das Kentern nicht zu vermeiden gewesen?

Das ist eigentlich egal, vielmehr sehe ich das Problem darin, dass bei diesem Veranstalter anscheinend bei Schlechtwettergefahr sogar mit Anfängern in der Gruppe erst mal losgefahren wird statt im Zweifelsfall an Land zu bleiben. Anscheinend ist bisher nie was passiert und man geht davon aus, dass weiterhin alles gut geht.
DSCN7605Das ist mir nun schon zum zweiten Mal mit denen passiert, 2012 in Norwegen wurde wir eine 60jährige Kajakanfängerin in den Zweier gesetzt und bei falsch eingeschätzter Wettersituation kam es im kalten Wasser vor den Vesteralen beinahe zu einer Katastrophe, damals wurde nicht mal auf angemessene Kleidung bei Paddlern und Guide geachtet, das war zumindest diesmal anders.

Ein drittes Mal wird mir das mit diesem Veranstalter nicht passieren.

DSCN7528DSCN7596Am Tag drauf war das Wetter so schlecht, dass sogar der Fährverkehr eingestellt wurde. Doch es wurde wieder schön, warm und windarm. Doch aus der geplanten Elba-Umrundung wurde eine Standorttour von Lacona, Aquaviva und Porto Azzurro aus.
In Porto Azzurro hatte ich selbst dann aber gar keine Lust mehr auf Kajak fahren.

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Ich bestieg eine Berg um wenigstens ein Erfolgserlebnis zu haben.

Auf der Rückfahrt ging die gute Organisation weiter, der männliche Mitreisende R. wurde im Schlafwagen vom Veranstalter in ein Damenabteil gebucht.

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

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Elba: Kein guter Start!

DSCN7411Gegen eine umweltverträgliche Anreise zum Urlaubsort mit der Bahn ist im Prinzip nichts einzuwenden, man muss es ja nicht immer machen, aber so bekommt man eher ein Gefühl für die Größe der Welt. Zudem hat es bei Outdoorurlauben den Vorteil, dass Weichei-Klientel tendenziell abgeschreckt wird. Also sah ich meiner Elba Reise optimistisch entgegen.

IMG_1472In der Reiseausschreibung sah auch alles ganz nett aus, Sonntag Abend um 9 sollte es mit dem Nachtzug von München nach Florenz gehen, dann weiter im Tagzug zum Fährhafen in Piombino, Elba sollte am frühen Montagnachmittag erreicht werden. Nach München wäre ich bequem am Sonntag nach dem Frühstück gefahren, da Oktoberfest war, buchte ich mir eine Platzkarte, in München hätte ich noch Zeit gehabt, mir ein Schweinsgrillhaxengericht mit Bier anbei einzuführen.

Dann kamen die Reiseunterlagen, in der neuesten Beschreibung immer noch der Nachtzug aus FLORENZ um 9, das Zugticket allerdings für einen Nachtzug nach VENEDIG um 11 Uhr abends.
Ich fragte beim Reiseveranstalter nach, die rechte Hand des Reiseveranstalters teilte mir mit, dass der Nachzug nach FLORENZ leider ausgebucht war und die Reisegruppe nun über VENEDIG führe, was zwar am Montag Morgen einen Ost-West-Regionalzugtrip durch Norditalien beinhalte, aber die Ankunft auf Elba bliebe konstant. Ich beließ es bei der geplanten nachmittäglich Ankunft in München, in München hätte ich nun mehr Zeit gehabt, um mir sogar zwei Schweinsgrillhaxengerichte mit richtig viel Bier anbei einzuführen.
Kurz vor Reisebeginn bestätigte die linke Hand des Reiseveranstalters per Mail, dass sie gerade nochmal alle Zug- und Fährverbindungen geprüft hätte, der Nachtzug München-FLORENZ wie geplant führe!

Was den nun, FLORENZ oder VENEDIG?

Mein mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannter Mitreisender O. wunderte sich auch, rief bei der linken Hand des Reiseveranstalters an, diese gab zu, dass sie nicht gewusst hat, was die rechte Hand gebucht hatte. Unser Nachtzug nach VENEDIG ging zudem über Salzburg, die Bahn hatte aber den Zugverkehr über Salzburg wegen der Flüchtlingssituation komplett eingestellt, unser Nachtzug nach VENEDIG fiel also aus. In einer konzertierten Aktion buchten uns jetzt rechte und linke Hand des Reiseverantalters auf einen Tagzug von München nach Florenz um, der sollte Sonntag frühs um 11 in München abfahren, zusätzlich arrangierte der Veranstalter eine Übernachtung in Florenz.

Bildschirmfoto 2015-10-11 um 07.01.45Jetzt hatte ich ein Problem – Sonntag frühs komme ich nicht rechtzeitig von Berlin nach München um den Tagzug um 11 zu kriegen. Da Oktoberfest war, buchte ich mir eine Platzkarte um München am frühen Samstag Abend zu erreichen. Dann kontaktierte ich alle meine Bekannten in München um für eine Nacht um Asyl zu bitten. Ich erreichte nur meine beste münchener Freundin B., sie sagte mir allerdings ab, da sie inzwischen vier Kinder hat (beim letzten Besuch 2008 war es erst eins) und mit ihrem Mann J. immer noch in der gleichen 60 Quadratmeterwohnung in Haidhausen wohnt. Mist, auch bezahlbare Hotel- und Privatzimmer waren ob des Oktoberfestes nicht zu bekommen.
Bildschirmfoto 2015-10-11 um 07.01.02Mir stand eine Nacht ohne Obdach in München bevor, deshalb schaute ich nochmal bei der Bahn nach, tatsächlich gab es noch ein Verbindung mit sehr knappen Umsteigezeiten,  bei der ich München Sonntag früh kurz nach 6 erreichen würde – gesehen und gebucht. In München hatte ich dann halt noch Zeit für ein großes Weisswurschdfrühstück mit richtig viel Bier.

IMG_20150926_232226Zufrieden bestieg ich Samstag Abend den ICE, der fuhr aber nicht los, es stellte sich heraus, das der leere Zug bei der Einfahrt in den Bahnhof beschossen wurde und nun zwar irgendwann losfahren durfte, aber wegen einer Schusswunde in einem Fenster nur mit 160km/h.
IMG_1470So ein Dreck, meine Anschlusszüge konnte ich vergessen und die einzige Möglichkeit München vor 11 Uhr morgens zu erreichen war, im angeschossenen ICE bis Köln zu bleiben und dort frühs um halb 4 den ersten ICE  nach München zu nehmen.
In Köln war ich schon lange nicht mehr, also fand ich es unter diesen Umständen auch  nicht weiter schlimm, ein paar Stunden gemeinsam mit besoffenem rheinländischem Partyprekariat ordentlich Kölsch vorm Dom zu zischen.
Mein ICE erreichte dann München ohne Beschuss, auch erst um 9, so hatte ich nicht mehr allzu viel Zeit zu überbrücken, es reichte aber noch für ein kleines Weisswurschdfrühstück mit Bier.

DSCN7399Tja, und dann ging eigentlich alles relativ gut, die Reisegruppe fand sich, wir erreichten FLORENZ, hatten eine Hostelübernachtung, pfiffen uns vorher noch Bier und Pizza rein.
Am nächsten Morgen verpassten wir in Pisa den Anschlusszug zum Fährhafen Piombino.

DSCN7434Dafür reichte es in Pisa für eine Stadtbesichtigung im Schnelldurchgang, die haben da tatsächlich einen Turm, der ist richtig schief, Sachen gibt’s!

DSCN7445Elba erreichten wir dann eine Stunde später als geplant.

Ich Depp hatte sogar noch meinen Rucksack am Fährhafen Piombino vergessen, zum Glück machten italienische Seals gerade eine Übung und brachten mir den Rucksack beim Entermanöver mit unserer Fähre mit, eigentlich nett, aber der Rucksack war nass, aber ok, ich hatte vorher Schlimmeres erlebt.

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Unsichtbare Slalomstangen!

DSCN7363 Der nächste Seekajakurlaub steht vor der Tür, aber so richtig trainiert bin ich noch nicht. Also dann, prima Wetter, freies Wochenende – auf nach Erkner!

DSCN7372Samstag begleitete mich S. von der Bahn, sie ist superfit, aber relativ unerfahren im Paddelboot. Wir nahmen uns einen Zweier mit Steuerung vorne, ich musste aus arithmetischen Gründen hinten sitzen, also lenkte sie nach meinen Vorgaben, zumeist zumindest, die unsichtbaren Slalomstangen auf der kompletten Strecke umschiffte sie gekonnt.

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Wir fuhren die Löcknitz hoch, die Grünheider Seenkette über Werlsee, Peetzsee auf den Möllensee und von dort auf verschlungenen Wasserwegen zum Kiessee, hier veschperten wir in der Gaststätte Seeteufel, eine urige Campingplatzgasstätte mit tollem und preisgünstigem Essen sowie DDR-Flair.
Rückszuhs fuhren wir wie hinzzuhs, nur  am Werlsee nördlich um die Liebesinsel statt südlich wie hinzzuhs und hatten die Insel somit im Tagesfazit umrundet.

DSCN7385DSCN7364DSCN7380Am heutigen Sonntag machte ich eine relaxte Vormittagstour über den Dämeritzsee, durch den Gosener Graben zum Seddinsee und einmal in den Gesoner Bodden rein, zurück wie gehabt.

DSCN7368DSCN7375Es war viel los, auf den Seen sorgen Motoristen für Wellengang, im motorbootfreien Gosener Graben traf ich viele Sonntagspaddler, zumeist solche die es nicht konnten, so schwer ist das doch gar nicht 😉

 

Møn, ein Hauch Rügen!

DSCN3545Im Jahr 128.035.487.524 vor Christus brach tektonisch gesehen die Mecklenburger Platte von der Danmark Platte ab und triftete in Laufe der Jahrmillionen auf die eurasische Platte zu, mit der sie heute verbunden ist. Zeugen dieser Trennung sind die Kreidefelsen auf Rügen und auf Klintholm auf Møn, noch heute könnte man diese voneinander weit entfernten Küstenabschnitte nahtlos aneinander fügen.*

DSCN3536Bildschirmfoto 2014-06-13 um 11.55.57Vom Campingplatz aus brachten wir die Boote mit dem Trailer nach Klintholmshavn und fuhren von dort unterhalb der Kreidefelsen von Klinholm mit der Kajak, eine eher gemächliche Tour an diesem sehr warmen und windstillen Pfingstmontag.
Sportlich mit nur 20 Kilometern eher eine Mädchenstrecke, landschaftlich ein Genuss!
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Ehe wir am Dienstag zurück fuhren, machten wir noch einen Anstecher nach Nyord, besichtigten das malerische Inseldorf, eine Senfmanufaktur und das örtliche Lotsenmuseum, das kleinste Museum Dänemarks, keine 10 Quadratmeter.
Ich kaufte mit meinen restlichen Kronen edlen, teilweise blondinengeigneten, Senf.
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DSCN3625Dann ging es zurück nach Hamburg…
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*das wäre echt Wahnsinn, wenn die Geschichte stimmen würde.

Møn…Marathon!

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Das dritte Pfingsten in Folge verbrachte ich in Dänemark zum Kajak fahren.
Diesmal ging es nicht nach Strynø sondern nach Møn, auch eine Insel, jedoch nicht ganz so weit mit den Kleinbussen samt Booten im Schlepp:
Amrum, Putgarden, Fähre nach Rödby auf Lolland.
FotoVon dort ist man dann bequem in einer Stunde auf dem Campingplatz Mønbrön, malerisch am Wasser gelegen, Sonnenuntergangsbier mit Blick auch die Brücke nach Sjælland.
Pfingstsonntag dann ein Paddelmarathon in Etappen:
Um fünf Uhr früh ging es los zur Nachbarinsel Nyord,
DSCN3500 eigentlich wollten wir dort seltene Seevögel beobachten, aber außer ein paar Schwänen und Kormoranen sahen wir nix gefiedertes.
War aber trotzdem schön in der aufgehenden Sonnen auf der ruhigen Ostsee zu fahren. Um halb 8 waren wir zurück, die ersten zwölf Paddelkilometer waren vor dem Frühstück geschafft.
DSCN3491Nach einem üppigen Frühmahl fuhren wir gegen den Uhrzeigersinn an der Inselküste entlang, zwischendrin von einem mäßigen Gewitter unterbrochen erreichten wir bei ordentlichem Gegenwind den kleinen Flecken Hårbølle Havn.
Bildschirmfoto 2014-06-11 um 22.10.11Eine Stunde Rast war nötig, dann ging es zurück, den Wind zwar im Rücken, doch es zog sich.
Als ich den Mønbrön Camping-platz um halb sechs erreichte hatte ich gute 42 Tageskilometer in den Armen, alles im Einerkajak gefahren, keine schlechte Leistung, oder?
(Eigentlich bin jetzt schon fit für die große eisige Tour im August 😏)
Tja, so war das, ich war gespannt, ob ich am Pfingstmontag  Muskelkater haben würde.
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Strynø, zweiter Besuch – ein relaxter Einstieg in die Paddelsaison 2013!

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DSCN0026DSCN0053Nach einer Woche in Berlin war ich reif für die Insel! Wie schon letztes Jahr ging es zum Seekajak fahren nach Strynø, wieder mit meinem bevorzugten Seekajaktourdealer.

DSCN0058Nach einer Zugfahrt bis Hamburg ging es mit Kleinbus und Boottrailer Richtung Dänemark bis nach Langeland, dort nahmen wir von Rudkøbing die Fähre nach Strynø und bauten wir im dortigen Smakkecenter unser Basislager auf.

DSCN0085Die schlechten Wetterprognosen trafen nicht zu, bei Windstille und nicht ganz so schönem Wetter wie 2012 machten wir Pfingstsonntag eine Tour rund um Strynø bis zur Insel Birkholm und zurück, Pfingstmontag einen Bootstrip in das Werftörtchen Marstal auf der Insel Ærø und natürlich auch zurück.

Ein relaxter Einstieg in sie Paddelsaison 2013!

Karte

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Vesterålen – Licht und Frieden!

Heute kam Post von meiner esoterisch angehauchten Vesterålen-Mitpaddlerin G., es waren die versprochenen selbstgestrickten Licht und Frieden Socken!

Mein Herz ist berührt!