Reisebericht Neuseeland: Oamaru!

300 Kilometer fuhren wir dann gen Süden, bis nach Oamaru. Die Stadt ist bekannt für ihre Altstadt im victorianischen Stil und die Blue Penguin Kolonie am Rande der Stadt.
Der kleine aber feine Campingplatz am Hafen ist nur einen Katzensprung von der Pinguinkolonie entfernt, diese ist total kommerzialisiert, man sitzt für 30$ auf der Tribüne und schaut den Vögeln zu, wie sie abends vom Fischen nach Hause kommen. Aber ok, die Einnahmen dienen wohl der Erforschung und dem Schutz der Tiere.

Hinterher wollten wir noch eine Kleinigkeit essen gehen, der örtliche Pinguinbraten wird in allen Reiseführern gelobt, aber nach halb zehn war nur noch Mc Donald’s geöffnet, nach Jahrzehnten mal wieder bei Mc Doof essen.
Tags drauf war Stadterkundung angesagt, Oamaru ist wirklich was fürs Auge, wenn die Autos, die Leute und die modernen Läden nicht wären, könnte man meinen, man wäre im viktorianischen Zeitalter.

Genial und für mich das Highlight von Oamaru ist das Steampunk Headquarter. Ich hatte den Begriff zwar schon einmal gehört, aber so ganz klar war es mir vorher nicht, für alle, denen es geht wie es mir ging, zitiere ich mal Wikipedia:

Steampunk (von engl. steam „Dampf“ und am. punk „mies“, „wertlos“, verselbständigt „Punk“) ist ein Phänomen, das als literarische Strömung erstmals in den 1980ern auftrat und sich zu einem Kunstgenre, einer kulturellen Bewegung, einem Stil und einer Subkultur entwickelt hat. (…) In Bezug auf die Steampunk-Bewegung und das Kunstgenre steht der Wortteil „punk“ eher für die Philosophie und Lebenshaltung. Steampunks verstehen sich als eine Gegenbewegung zur Moderne – sie feiern die Ästhetik der Kolben, Bolzen und Zahnräder, und sie verachten die nichtssagenden, seelenlosen, rein funktionalen Oberflächen der Touchscreen-Computer. (Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Steampunk)

So, jetzt wieder Text von mir: Also, tja, das Steampunk HQ, ein kreatives Sammelsurium von Kunst aus Schrott, vieles in Bewegung, anderes thront imposant, das Auge kann sich kaum satt sehen, auch ans Ohr wurde gedacht. Ehe wir reingingen erklärte uns der Boss des Ganzen, was es mit der Kust so auf sich hat, ich lasse einfach mal die Bilder sprechen:

Kinder werden übrigens nicht alleine reingelassen. Neben den ganzen mehr mechanischen Werken hat mich The Portal beeindruck, eine begehbares optisch-akkustisches Werk, „this is the closest I’ll ever get to time travel!“ – das Video gibt nur einen ganz kleinen Eindruck wieder, man muss dort gewesen sein:

Wie Leute die mich kennen wissen, habe ich den größten Kopf der Welt, ich finde nie passende Kopfbedeckungen, aber in einem Hunting-Fishing-Outdoor Laden in Oamaru wurde ich fündig, es gab sofort eine Neiderin aus dem fernkalten Deutschland, aber das Craft Beer der örtlichen Brauerei mundete trotzdem 😉


Abends gingen wir noch zur vermeintlichen Gelbaugen-Pinguin Kolonie, sahen aber „nur“ ein paar Robben am Strand liegen und zwei Wale in der Ferne vorbei ziehen. Dafür besuchten uns Abends einige Blue Penguins auf dem Campingplatz, sahen ganz niedlich aus, machten aber ursten Krach und zulegten nachts unseren Müll.

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