Agadir!

CIMG5707 Agadir ist schnell erzählt, ich lag die meiste Zeit mit einer heftigsten Lebensmittelvergiftung im Hotelzimmer, ballerte mich dann für den Rückflug  mit Imodium zu um Unpässlichkeiten in 10000 Meter Höhe zu vermeiden!

Das war’s dann mit Marokko 2012 …

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Ekelhafte Riesenschleimqualle!

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Essaouira! Das Nest am Atlantik hat eigentlich einen ganz guten Ruf in diversen Reiseführern.
IMG_0341Naja? Ok, mein Hotel war schon geil, ein Riad (=altes Hause in der Altstadt), schön renoviert, nette Leute überall, da kann ich mich echt nicht beschweren.
Aber das war’s dann auch schon fast mit dem Guten. Es war Nebensaison, kaum Touristen in der Stadt, alle (und es waren sehr viele) die etwas von Touristen wollen konzentrierten sich auf die wenigen Gäste:

  • Etwa sieben Schuhputzer boten mir jeweils fünfmal täglich an, mir meine guten Meindlschuhe zu ruinieren
  • Der alten Bettler (der glaube ich gar nicht mal so schlecht verdient) kommt gut rum in der Altstadt, er hält mir so sieben Mal am Tag die offene Hand hin
  • Den schlechten Strassenmusikern gebe ich viermal am Tag jeweils nichts
  • Zu den Fischgrillständen am Hafen gehe ich nicht mehr, die konkurrierenden Händler kloppen sich um jeden Kunden der sich nicht für eines der identischen Angebote entscheiden kann
  • Am Busbahnhof war es unmöglich die gewünschte Fahrkarte zu bekommen
  • Auf dem Gewürzmarkt wollte ich mich eigentlich für 50€ mit Gewürzen und Kräutern eindecken, zwecklos, der Bazarschurke wollte mir immer nur Safran und Sandelholz andrehen, ihm war nicht klar, dass Upselling ein vorheriges Selling vorausgeht

DSC_0493Und Abends ging ich dann aus Frust in eine sehr gutes Restaurant, dort saßen dann links und rechts neben mir je ein deutsches Pärchen, die Frau links hatte ihre eigenenen Teebeutel mitgebracht, das Paar rechts neben mir teilte sich eine Portion Couscous, der Kaffee zum Nachtisch war ihnen zu stark. Fremdschämen war angesagt!
DSC_0484Aber es gab auch positve Erlebnisse, im einzigen Alkohollladen des Ortes wurde man prompt und diskret bedient, kein Upselling mit Safranschnaps und Sandelholzlikör, nur Bier!
Ich brachte die Zeit mit langen Strandspaziergängen rum, zum Baden war es zu kalt, unterhielt mich lange mit einer ekelhaften Riesenschleimqualle…

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Ergänzend sei angemerkt, dass ich orient-reiseerprobt und belastbar bin, aber Essaouira war echt die Härte. Meine irischer Saharareisegefährte Owen und seine schottische Süßmaus, die ich in Essaouira wieder traff, waren genauso abgegessen wie ich!

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Berge, Kasbahs, Filme und Wüsten Jam!

CIMG5624Nun ging es über den Hohen Atlas ganz rüber!

Eine grandiose Fahrt:

Über unendliche Passstrassen zunächst hoch bis auf etwa 2300 Meter, anschließend saharaseitig wieder runter, man kommt in der Gegend von Ouarzazate raus, auch „The Land of 1000 Kasbahs“ genannt.

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DSC_0313Hier im Draâ Tal stehen tatsächlich unzählige der Saharaburgen. Viele dienen den in Ouarzazate anssässigen Filmstudios aus Aussenkulisse: Filme wie Gladiator, Babel, Game of Thrones und viele mehr wurden hier realisiert!

DSC_0257Nach einer eiskalten Übernachtung in einem ungeheizten Hotel im Dades Tal ging es weiter Richtung Sahara. Schließlich, die letzten zwei Stunden mit Kamel reisend, verweilte ich die Nacht in einem Beduinencamp in der Sahara.

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Während meine Arbeitskollegen in Deutschland bei der Betriebsweihnachtsfeier zu Gange waren, lauschte ich einem beduinisch-amerkanischen Konzert unter einem Sternenhimmel, den es in Deutschland so nicht gibt:

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Ourika Tal!

DSC_0074Das Ourika Tal als Ausläufer des Hohen Atlas ist nur eine gute Autostunde von Marrakesch entfernt, bietet fantastische Blicke auf die schneebedeckten Gipfel. Atlas ist zudem, so finde ich, ein ziemlich geiler Name für ein Gebirge, viel Besser als Knüll oder Habichtswald, wogegen Anden, Ural und meinetwegen auch Alpen auch tolle Gebirgsnamen sind.
Gebirge klingen nur gut, wenn ihr Name mit einem Vokal beginnt!

Naja, obwohl? Egal!
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In besagtem Tal kann man Berberdörfer besichtigen, die vollkommen authentisch sind, die Berber zeigen einem wie sie leben, sie leben vom Zeigen ihres Lebens und das ist – so sagte man es mir – authentisch!

DSC_0041Oder auch nicht, ich möchte nicht ausschließen, dass um die Ecke ein schickes Häuschen mit Satelliten-TV, Strom und fließend Wasser steht, ganz bestimmt sogar!
Aber das ist ja eigentlich auch egal, es sei ihnen natürlich gegönnt, ich mach mein Lagerfeuer in der Küche ja auch nur an wenn Besuch aus Westdeutschland kommt.

So ist das!

DSC_0118Am oberen Ende des Ourika Tals sind die sieben Wasserfälle von Setti Fatma, sieben relativ unspektakuläre Pletscherein, da hätte der gute Allah besser mal einen Gr0ßen draus machen sollen.

DSC_0131Aber egal, nicht mein Problem.
Alles in allem war es eine schöne kurzweilige Tagestour, einfach mal raus aus der großen Stadt!

Abends versuchte ich für ein paar Tage später in Essaouira ein Hotel zu buchen, mit eine APP, das macht man heute so. Die blöde APP zeigte mir jedoch bei jedem Buchungsversuch eine Fehlermeldung, also buchte ich neu oder woanders. Jedoch war die Fehlermeldung ein Fehler, als schließlich die APP richtig anzeigte sah ich was die Technik angerichtet hatte, alles war doppelt und dreifach gebucht, ließ sich zum Teil nur noch mit einem teuren Anruf bei der Hotline stornieren, aber es ging zumindest, die Dame am Telefonfon war fähig, bestimmte sehr hübsch anzusehen und hieß angeblich Kerolin Ruggieri!
Es gibt für Alles ein APP, und wenn die nicht funktioniert, dann ruf man Kerolin Ruggieri an!

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Marrakesch!

DSC_0191DSC_0203Endlich Urlaub!
Noch verkatert vom vorabendlichen Weihnachtsmarktbesuch landete ich müde in Marrakesch, meine Geldkarte funktionierte nicht im Automaten und die Taxifahrer am Flughafen waren sich einig, dass ich für die vier Kilometer vom Airport zum Hotel 22 € zu zahlen hatte.
Sei drauf geschissen!

CIMG5568Ich checkte im Hotel ein und begab mich zum Djemaa el Fna, dem alten Markt- und Henkersplatz, der Attraktion der Stadt und uß erstmal eine Schneckensuppe! Das Protein weckte meine Kräfte, ich wurde langsam wach.
Aber ’s war schon ein Kulturschock, am Tag vorher noch auf dem Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei und jetzt auf dem von der UNO geschützten Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit, Schlangenbeschwörer, musizierende Muslimbrüder:

DSC_0148DSC_0153Alle wollten meine Schuhe putzen, mir etwas verkaufen oder sonstwie an mein Geld kommen…

Aber es war interessant und ich amüsierte mich prächtig!

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„Fünf Minuten Fick-Entscheidung“ am Djemaa el-Fna

Im Moment habe ich viel zu tun, also geht’s an’s Eingemachte:
Hier ein Blogeintrag aus meinem Marokko Reisetagebuch, der  vom 22.04.2009, ist also genau drei Jahre her, scheisse wie die Zeit vergeht…

Marrakesch anschauen stand auf dem Programm. Ich besuchte das Marrakesch Museum, das alte Kuppelgrab Koubba Ba‘adiyin und die Koranschule Medersa Ali ben Youssef.
Wie immer lief ich viel rum, kaufte mir zwei T-Shirts, ein Mitbringsel für meine Nichte, ging ins Internet-Café und fieberte dem abendlichen Spektakel auf dem Djemaa el-Fna entgegen.

Ich ergatterte zunächst einen Logenplatz auf höchsten Terrassencafé am Platz, ein wunderbarer Blick auf das Treiben auf dem Platze bei untergehender Sonne.
Nach der Fressorgie, die nicht ganz so wild ausfiel wie am Vortag, nahm ich Platz in einem Strassencafé ein und beobachtete die Menschen, schrieb mein Reisetagebuch und SMSte mit meinem besten Freund Gerontus.

Viele schöne Frauen bevölkerten den Platz. Ein netter kleiner Zeitvertreib ist das Spiel „Fünf Minuten Fick-Entscheidung.“
Sicher keine Erfindung von mir, das machen bestimmt viele Menschen um ihre erotische Intelligenz zu trainieren.

Das Grundprinzip ist einfach:
Fünf Minuten lang hält man nach einem Sexpartner seiner Wahl Ausschau, erblickt man einen potentiellen Partner legt man sich zunächst auf diesen fest, vergibt eine eindeutige Bezeichnung wie „der blaue Minirock.“
„Der blaue Minirock“ ist die vorläufige Entscheidung bis ein besserer Partner vorbeikommt. Entscheidet man sich dann beispielsweise für „das rothaarige Busenwunder“ verfällt „der blaue Minirock“, es gibt keinen Weg zurück auch wenn „der blaue Minirock“ nochmals vorbeikommt, es geht immer nur voran.
Nach fünf Minuten ist Schluss, dann steht die Entscheidung. Natürlich ist das nur ein Kopfspiel, das „rothaarige Busenwunder“ weiss ja weder von seiner Spielteilnahme noch von seinem Sieg.

WICHTIG: Deshalb sollte man den Fick nur in Ausnahmefällen einfordern. Und selbstverständlich spielt man das Spiel möglichst lautlos und hält sich auch mit Mimik und Gestik zurück, Ziel ist nicht Belästigung anderer sondern der eigene harmlose Spass.

Was die Spieldauer betrifft, Schluss ist wenn der Schiedsrichter abpfeift und der Schiedsrichter ist man selbst. Wenn man in der Spielzeit zum Beispiel einen Kaffee serviert bekommt ist man ja abgelenkt, also gibt es eine Nachspielzeit.

Nein!
„Fünf Minuten Fick-Entscheidung“ ist NICHT frauenfeindlich.
Frauen können es auch spielen oder Homosexuelle. Ihrem Naturell gemäß können Frauen natürlich die Spielzeit länger wählen, dann ist es halt “150 Minuten Fick-Entscheidung“ und bei homosexuellen Männern analog „ Maximal Zwei Minuten Fick-Entscheidung.“ Man muss nur ehrlich zu sich selbst sein.
Spiel für Spiel lernt man den Platz kennen auf dem man spielt, man kann einschätzen was so vorbeikommt und mit höherem Risiko spielen. Auch die Zielgruppe kann man verfeinern: Nur Blonde, nur mit Sonnenbrille, nur Dicke oder in Marokko halt nur mit Kopftuch.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, tabu sind natürlich Kinder, Tiere und Frauen über 45.

Auch muss man nicht unbedingt alleine spielen, so spiele ich es auch gerne mit meiner besten Freundin J. in Berliner Straßencafés.

Ich finde es ist ein schönes Spiel.

 

Hier meine Ergebnisse:

Runde1:
Die vollbusige schwarzhaarige Gazelle, zwei Vor-Favoritinnen.

Runde2:
Der asiatische Flummi, vier Vor-Favoritinnen. Keine gute Wahl!

Runde3:
Wahnsinnsaugen mit blauem Kopfuch, eine Vor-Favoritin. Tagessiegerin! (Spiel nur mit Kopftuchfrauen)

Runde4:
Keine gefunden, verloren. Strafe: 24 Stunden Onanierverbot.

Runde5:
Kleiner blonder Schnuckelhase, drei Vor-Favoritinnen. (Spiel nur mit nicht allzu dünnen Blondinen)