From Funk Rock Georgia, I present to you: Mother’s Finest!

From Funk Rock Georgia… so wird die Band bei Konzerten angesagt und los geht’s. Mother’s Finest machen Funk-Rock-Soul-Crossover, Crossover ehe der Begriff Crossover überhaupt etabliert war. Funk mag ich ja ab und an mal ganz gerne, aber erst gekreuzt mit Rock kribbelt’s bis in die Eichelspitze.
Seit 1970 (Auflösung 1983, Re-Birth 1989) gibt es die Formation. Ich sah sie bisher einmal beim Lahnwiesenfest(ival) in Gießen, 1989 muss das gewesen sein, ein Wahnsinns Konzert in einem Zelt, es hatte die Tage zuvor geregnet und wir standen bis zu den Knöcheln im Matsch. Mit mir unterwegs waren meine beste frankfurter Freundin B. und mein damaliger Busenfreund M. M. und ich hatten ein Faible für gute Musik und Getränke, bei letzterem zügelte ich mich irgendwann, M. nicht, seine Leber gab vergangenes Jahr den Geist auf – RIP M.
Das 79er Live Album der Band ist das Vinyl, das bei mir am häufigsten auf dem Teller lag.

Letztes Jahr wollte ich die Band dann live sehen, tja, da kam mir eine Grippe dazwischen, ich wurde nicht mal mehr die Karte los.

Gestern dann ein erfolgreicher Konzertbesuch, gleicher Monat, gleicher Location, sogar der Ticketpreis war identisch.
Die Köpfe der Band „Baby Jean“ Kennedy (Gesang), ihr Mann „Doc“ Murdock (Gesang) und der Gitarrist „Moses Mo“ Moore sind noch dabei, nicht mehr ganz so frisch die drei, Baby Jean ist inzwischen 70, die anderen mindestens auch. Ein Doomsday Konzert also, hingehen so lange es die Band noch gibt 😉

In Anbetracht des Alters aller Beteiligten (Band und Publikum) war es ein tolles Konzert, alle Hits wurden präsentiert, Erinnerungen wurden wach!

 

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Mother’s Finest – leider ohne mich!

So ein Mist, das wichtigste Konzert im Februar und ich werde krank, kurzfristig krank, wurde die Karte nicht mal mehr los!

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Aufruhr in den Augen!

Gestern Abend war ich mit meinem besten oranienburger Freund O. samt Partnerin A. im Kesselhaus der Kulturbrauerei:

Pankow – Aufruhr in den Augen reloaded!

Die Band um die 60, kein Wunder, es ging ja um das 30jährige Jubiläum des letzten zu DDR-Zeiten veröffentlichten Albums der Band. Das Publikum auch so ab 44 aufwärts, jüngere Besucher waren in Begleitung ihrer Eltern.
Das Konzert war solide gut, André Herzberg und Jürgen Ehle die Stammköpfe, verstärkt durch Drummer Stefan Dohanetz und Gitarrist André Drechsler und als Engerling Leihgabe Boddi Bodag an den Tasten.
Da gibt’s nichts zu bereuen, solider Samstag Abend Unterhaltung 🙂

 

Kultureller Beifang!

DSCN8203 DSCN8215 Als Berliner ist man immer auch so ein wenig ein Touristikunternehmer, Leute die man irgendwie kennt wollen kommen und bespaßt werden, naja, der Vergleich hinkt, Touristikunternehmen sind keine Non-Profit-Organisationen.

DSCN8212Gerade fuhr E. wieder ab, sie ist die beste Freundin meiner besten hessischen Freundin B. und trat nun einen Berlin-Besuch bei mir an, der seit Jahren geplant aber immer wieder verschoben wurde.

Mit gewohnter Überheblichkeit facilisierte ich das Besuchsprogramm:

Tagsüber klapperten wir die üblichen Touristen Hotspots ab, abends Kultur!

Während des freitäglichen Kurzwinters hatten Reichstag, Brandenburger Tor, Holocaust Mahnmal, Potsdamer Platz und Checkpoint Charlie sogar einen besonderen Reiz.
DSCN8228DSCN8219Hackesche Höfe und Prenzlauer Berg versanken tags drauf im Schneematsch, ich addierte spontan das DDR Museum in der Kulturbrauerei, ein wenig Bildung schadet nie, auch Besuchern aus der hessischen Tiefprovinz nicht.

DSCN8232DSCN8236DSCN8237Kulturell wählte ich für Freitag Abend Improvisationstheater, die Verstörten Wunschkinder im Bühnenrausch am Prenzlauer Berg, ganz nett wie ich fand, für mich als Berliner mehr kultureller Beifang; mein Besuch sah es mehr dichotom als kulturelles Großereignis, aus provinzhessischer Sicht durchaus richtig -für einen Floh ist auch eine Ameise ein Riese.

DSCN8241Kulturell wählte ich für Samstag Abend die stuttgarter folkrock-polka Kapelle HiSS, die im Maschinenhaus der Kulturbrauer am Prenzlauer Berg auftrat, ganz nett wie ich fand, für mich als Berliner lohnenswerter kultureller Beifang; mein Besuch sah es mehr dichotom als kulturelles Großereignis, aus provinzhessischer Sicht durchaus richtig – für einen Virus auch eine Amöbe ein Riese.

 

Heimaturlaub!

DSCN5795Bernard Fanning hieß das Vorprogramm, an seinen Schuhen erkannte meine beste thüringerische Freundin J., dass der etwas nervige Singer-Songwriter aus Australien stammt, Respekt, frau kann Menschen anhand von Schuhwerk geografisch zuordnen.
DSCN5803DePedro, den Hauptakt des Abends, hatte ich allerdings schon anhand des Clubschildes als Spanier identifiziert – ICH brauche da keine Schuhe zu!
Es war dann auch ein Super Konzertschen.
Der Kopf der Band Jairo Zavala ist hauptberuflich Gitarrist Calexico, eine meiner Lieblingsbands, so kam ich überhaupt auf dieses Konzert.

DSCN5794DSCN5793So genoss ich die letzte halbe Urlaubswoche im heimatlichen Berlin.
Neben meinem hessischen Freund F. war auch noch meine hessische Ex-Verlobte C. mit ihrem Mann M. in der Stadt. Ich lud die beiden ins Improviationstheater Foxy Freestyle in die Kulturbrauerei, ein nettes Spektakel.

 

Urban Outdoor Equipment: Der Weihnachtsmarktstiefel!

DSCN1688In Prenzlauer Berg ist man es ja gewohnt: Jeder Depp trägt Snack Wulfskind Sachen, unnötigerweise zumeist, aber der Gentrification-Mensch legt Wert auf eine gewisse Uniformität. Ich habe auch so Sachen dieses Herstellers, Prenzberger Tracht so zu sagen, doch ich kaufe nichts mehr nach, so ist das!

Wie aber jeder weiss, bin ich Draußen Zuhause, nicht nur im Urlaub, auch im Alltag! Da macht es durchaus Sinn, geeignete Kleidung parat zu haben:

CIMG4158In den vergangenen Jahren habe ich mir auf dem Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei, wenn ich mit Gerontus  am finnischen Glühweinstand stand, zwar nicht den Arsch aber regelmäßig die Füße abgefroren. Damit ist jetzt Schluss, ich habe mir echte Winterstiefel zugelegt, vom Marktführer für Outdoorschuhwerk, ein wasserfester (also kann man schon mal Glühwein drüber schütten), warmer und für 100 Ocken nicht allzu teurer qualitativ hochwerter Botten, der Clou:

DSCN1693Das Futter ist ein Hüttenschuh, genial!

Jetzt muss es nur noch eiskalt werden, ich lerne auf dem Weihnachtsmarkt eine Maid kennen und die nimmt mich mit in ihre Hütte…

Laß mich in die Wolken fallen und tauche in die Himmel!

CIMG6026Gesinnungsrock erschloss sich mir erst spät, lange nach meinem linken Coming Out am 07. April 1977 fiel mir bei meinem Kampfgenossen Paletten-Siggi eine Doppel LP in die Hände, grobes Pappcover, 180g Pressung:

Keine Macht für Niemand
von Ton Steine Scherben!

Musik die mir von da an immer wieder auf Partys begegnete. Leider sah ich die Band nie live, auch Rio Reiser solo nicht.
Also Reiser dann 1996 starb war ich mit meinen Mädels und Jungs auf dem Gedenkkonzert im alten Berliner Tempodrom, neben seiner alten Band Ton Steine Scherben traten die Einstürzenden Neubauten, Engerling, Nationalgalerie, Pe Werner, Ulla Meinecke, Marianne Rosenberg, Lutz Kerschowski, Herbert Grönemeyer, Keimzeit, Haindling, Tim Fischer, Freygang, John Banse und viele andere auf, moderiert wurde der Abend von Corny Littmann – ich erinnere traurig aber  gerne.

2012_111Gestern war mit  P., J., D.,O. und K. im Kesselhaus (zusammen fast 300 Jahre alt und unsere Promillewerte addierten sich zu Prozenten):
Jan Plewka singt Rio Reiser, ein perfektes Konzert – der Sänger von Selig interpretierte Rio Reiser authentisch ohne ihn plump zu imitieren. Habe selten so eine stimmiges Konzert gesehen, zunächst war ich ein wenig skeptisch, das Kesselhaus war vor der Bühne bestuhlt und es gab nur Beck’s, nunja, ersteres gehörte wohl zum Konzept und das Publikum war auch nicht mehr das allerjüngste.
Das Konzert ging ab, fand nicht nur auf der Bühne statt, in Anlehnung an Brechts Radiotheorie machte Plewka sich daran das Konzert von einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. 

CIMG6022CIMG6016Ich war schon ein wenig Selig und er war omnipräsent, mal in den Stuhlreihen vor der Bühne, auf der Empore, vorne, hinten, oben und unten, das aber so, dass es nicht konstruiert wirkte, na gut, ein wenig schon…

CIMG6025Bei den Zugaben wurden dann endlich die Stühle an die Seite geräumt…
Sicher das beste Konzert auf dem ich 2013 war – bisher.

Die After Show Party war allerdings, wie der Name schon sagt, für den Arsch, Plewka legte selbst auf, Mainstream, nix Besonderes, sicherlich geeignet für albernes weibisches Rumgehopse, für mich war es das Signal zum Abgang!

Und hier das Original:

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