Feinde!

Mehr ins Kino gehen war mein einziger Vorsatz für 2018, so richtig umgesetzt hab ich das bisher nicht, aber noch ist ja fast ein halbes Jahr Zeit!

Gestern meine Freiluftkinopremiere der Saison. Hostiles, ein Realo-Western von 2017 mit einem fantastisch spielenden Christian Bale in der Hauptrolle, perfekt ergänzt von Rosamund Pike und Wes Studi. Amerikas Westen Ende des 19. Jahrhunderts, Captain  Joe J. Blocker und Häuptling Yellow Hawk haben es sich einst ordentlich gegeben, nun ist der in Gefangenschaft lebende Yellow Hawk schwer krank und Blocker soll ihn und seine Familie ins heimatliche Montana bringen, die resolute Rosalee Quaid, die gerade Mann und Kinder bei einem Angriff böser Indianer verloren hat gesellt sich dazu. Auf dem Weg nach Montana überwinden alle ihre Feindschaft doch …

…am Ende sind (fast) alle tot, filmisch sehr gut und realistisch in Szene gesetzt.

Schön, wenn man so ein kleines feines Freiluftkino wie das Pompeji in der Zukunft am Ostkreuz hat in Laufweite hat. Meine beste thüringerische Freundin J. radelte sogar aus Mitte an.

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Die Verführten!

Also es war so, Colin Farrell ist verletzt, schließlich tobt 1864 der amerikanische Bürgerkrieg, er findet in der leicht angeranzten Mädchenschule von Nicole Kidman Aufnahme und wird medizinisch versorgt. Nicole Kidman, Kirsten Dunst und Elle Fanning sind scharf auf Colin, dieser nutz das aus, bahnt mit Frau Kidman an, verspricht Kirsten Dunst die große Liebe, wird aber von dieser beim Poppen mit Elle Fanning erwischt. Daraufhin amputiert ihm Nicole Kidman ein Bein. Herr Farrell rastet aus und es hat ein böses Ende, für Herrn Farrell – Sofia Coppola ist an allem Schuld, eigentlich Thomas Cullinan

An einem lauen Sommerabend war ich mit meiner besten thüringersichen Freundin im Freiluftkino, ein schöner Abend!

Knapsu! Finnschwedisch mit deutschen Untertiteln, bin ja eh taub! (Erinnerungen eines Westpatienten in einer DDR-Poliklinik)

DSCN0824Zuerst war ich entsetzt!
In Berlins kleinstem Freiluftkino sitzen zirka 42 Gäste, zwei davon können nur Finnschwedisch und Englisch, der Film der gezeigt werden soll ist nur auf Finnschwedisch und Deutsch verfügbar, Untertitel gibt’s nur auf Deutsch.
DSCN0823Also wird entschieden, den Film auf Finnschwedisch mit deutschen Untertiteln zu zeigen – WEGEN DER ZWEI FINNSCHWEDEN!
Meine Begleitung E. belehrt mich, Originalversionen haben mehr Flair, weiss ich eigentlich auch selbst, zudem bin ich im Moment taub, zumindest auf dem rechten Ohr, da kamen mir die Untertitel zusätzlich zum Flair der Originalsprache ganz recht.

Populärmusik aus Vittula, ein toller Film über zwei Kinder, später Jugenliche aus Vittulajänkkä, einem Ort in Schweden in dem Finnen und Schweden leben.
Vittulajänkkä liegt in einem Moor und die dortigen Frauen werden schnell schwanger, frei übersetzt heißt das Nest Fotzenmoor, in echt!
Auf jeden Fall leiden die beiden Jungs an der Miefigkeit der Provinz, wollen nicht Knapsu sein, Knapsu, ein gar schönes Wort!

Heute trieb mich mein schmerzendes taubes Ohr in die Praxis des Dr. B., er diagnostizierte eine verschleppte, sehr schlimme, weit fortgeschrittene, sehr gefährliche und ansteckende akute Entzündung des Gehörgangs im rechten Ohr, der Gehörgang ist fast komplett zugeschwollen, deshalb hör ich nichts mehr. Soll aber mir antibiotischer Ohrtinktur und viel Ruhe in ein paar Tagen wieder erledigt sein.
Dr. B. war übrigens bis zu ihrer Schließung Anfang der 90er an der DDR Poliklinik Wisbyer Strasse beschäftigt. Im Januar 1991 war ich mit einer Stirnhöhlenvereiterung (sehr schmerzhaft, wünsche ich keinem außer Berit K.) sein Patient. B. ist ein guter Arzt, ich war damals der erste Westdeutsche der nicht mehr nach dem DDR-BRD-Krank-im-Ausland-Abkommen behandelt wurde sondern ganz normal mit Westkrankenschein, alle Ärzte und Schwestern sahen sich das AOK-Dokument an, wir redeten fröhlich aneinander vorbei, den „Krankenschein“ (west) gab es im Osten bis dahin nicht, die hatten ihren SV-Ausweis, „Krankenschein“ (ost) war bis Ende 1990 das, was im Westen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung war, ich brachten den Ex-Zonis bei, dass das für sie neue Formular auch gelber Urlaubsschein genannt wird.

Ich war der Star Patient in der Poliklinik Wisbyer Strasse, aber Dr. B. erkannte mich heute nicht wieder…

Und zum Dank ein Quietschekrokodil!

Sommer mal so und mal so…

Ich war am Meer, bei Dreckwetter und eitel Sonnenschein, sah germanische Eisdielen, musste Fisch bereiten und essen: Der obligatorische Sommerferienbesuch  bei K. und ihren Söhnen, die sich diesmal eine Ferienwohnung in der Nähe von Wismar leisteten.
Dann die unerträgliche Hitze in der Stadt, half L. beim älter werden und J. beim Wohnung renovieren, zum Dank bekam ich ein Quietschekrokodil.

Irgendwie sieht das Quietschekrokodil aus wie eine Schildkröte?

Und nun wieder Feuchtwetter, gestern mit A. im Freiluftkino am Kulturforum hatte ich noch Glück, ich regnete nicht ein, es ging erst los als ich zu Hause war.

Der Film war ok, flach, aber was zum Lachen…