Reisebericht Neuseeland: Milford Sound!

Nach einer regnerischen Nacht brachen wir wieder auf, proviantierten in Te Anau und fuhren dann die rund 100 Kilometer lange Milfort Road. Auch hier wieder was fürs Auge, das reizvolle Eglington Valley, dann ein Anstieg auf knapp 600 Höhenmeter und durch den einspurigen, gut einen Kilometer langen Homer Tunnel, schließlich runter zum Milford Sound.

Der Sund, der ein Fjord ist, den er wurde von einem Gletscher erschaffen, ist eines der beliebtesten Reiseziele der Südinsel. Nach dem Tunnel wurde das Wetter wider Erwarten besser, Milfort Sound hat im Schnitt 260 Regentage im Jahr, hier wird die Niederschlagsmenge in Metern gemessen, sieben bis neun per Anno, was zu einer üppigen dschungeligen Vegetation führt. Auf jeden Fall hatten wir an beiden Tagen keinen Regen, der Campingplatz war super, wir bekamen Besuch von einem Kea und diversem anderen Gevögel.

Die Fjordrundfahrt mit Besuch des Unterwasser-Observatoriums und einer kurzen Kajaktour bot atemberaubende Bilder, wir sahen Seehunde und Delphine begleiteten das Ausflugsboot. Wahnsinnig teuer das Ganze, aber ein Muss!

 

 

Reisebericht Neuseeland: Catlins uns einmal unten rum!

Wie geplant setzen wir, nachdem wir in Oamaru noch proviantiert und getankt hatten, unseren Trip gen Süden fort. Einen ersten Stopp machten wir an den Moeraki Boulders, klingt wie ein Rugby Team, die ballartigen Fellsklopse am Strand von Moeraki gehören zu den 1214 geologischen Weltwundern.

Dunedin ignorierten wir, fuhren raus auf die Otago Peninusla, zunächst die Küstenstraße bis Portobello, dann zum fantastischen Sandfly Beach, eine wunderschöne Bucht mit Wanderdünen (deshalb der Name, von den blöden Fliegen wird später noch die Rede sein) und Seelöwen.

Weiter ging es dann noch ein ordentliches Stück bis nach Papatowai in den Catlins. Klingt irgendwie gut, „wir fahren in die Catlins.“
Die Catlins, extrem dünn besiedelt, fantastische Landschaft, Urwald, Küste. Wir logierten auf dem Campingplatz von Papatowai, einer Ansiedlung mit etwa 40 permanenten Bewohnern, der Strand ist der Hammer. Leider war auf dem Campingplatz die Wasserversorgung ausgefallen…

Nun ein Wandertag ein, wir tippelten zu den Purakaunui Falls, elf Kilometer eine Strecke, leider kein Wanderweg, sondern entlang einer Schotterpiste, aber was fürs Auge solange es durch den Urwald der Catlins ging, weiter oben dann Weideland, relativ langweilig. Die Parakanui Falls sind nicht sonderlich spektakulär, aber schön anzusehen, kaskadisch und mitten im Urwald gelegen.

Das Departement of Conservation, welches den Campingplatz in Papatowai betreibt, schaffte es bis zu unserer Abreise nicht die Wasserversorgung wieder her zu stellen, unser Campervan war Self-Contained, wir könnten damit leben, aber unsere Mitcamper sauten den umliegenden Busch ordentlich ein, warum gibt es eigentlich kein Camouflage Toilettenpapier?

Ehe wir Papatowai verließen, besuchten wir noch die Lost Gypsi Gallery. Ähnlich wie die Steampunks in Oamaru, aber anders, Kreativität aus Schrott, diesmal eher filigran, liebevolle, meiste kleinere Installationen, der Künstler ein netter, schüchterner aber trotzdem zugänglicher Kerl. Im angeschlossenen Café bekamen wir exzellenten Bohnenaufguss.

Und weiter ging es auf der Southern Scenic Route über Invercargil und Riverton bis Tuataper, dann ging es gen Norden ins Fjordland. Eine landschaftlich reizvolle Tour bei rauem Wetter, erst Küstenimpressionen, Richtung Fjordland wurde es dann tatsächlich ein wenig skandinavisch, zwischdrin besichtigten wir noch die Lumsden Suspended Bridge, eine historische Hängebrücke, die von 1899 bis 2011 in Betrieb war.


Am späten Nachmittag erreichten wir unser Tagesziel Lake Manapouri, bereits im Fjordland, schöner Campingplatz mit Altautosammlung und funktionierender Wasserversorgung…
Wir beließen es bei einem kurzen Spaziergang am See, das Wetter war eher mau, feucht, die Berge in Wolken.