Reisebericht Neuseeland: Milford Sound!

Nach einer regnerischen Nacht brachen wir wieder auf, proviantierten in Te Anau und fuhren dann die rund 100 Kilometer lange Milfort Road. Auch hier wieder was fürs Auge, das reizvolle Eglington Valley, dann ein Anstieg auf knapp 600 Höhenmeter und durch den einspurigen, gut einen Kilometer langen Homer Tunnel, schließlich runter zum Milford Sound.

Der Sund, der ein Fjord ist, den er wurde von einem Gletscher erschaffen, ist eines der beliebtesten Reiseziele der Südinsel. Nach dem Tunnel wurde das Wetter wider Erwarten besser, Milfort Sound hat im Schnitt 260 Regentage im Jahr, hier wird die Niederschlagsmenge in Metern gemessen, sieben bis neun per Anno, was zu einer üppigen dschungeligen Vegetation führt. Auf jeden Fall hatten wir an beiden Tagen keinen Regen, der Campingplatz war super, wir bekamen Besuch von einem Kea und diversem anderen Gevögel.

Die Fjordrundfahrt mit Besuch des Unterwasser-Observatoriums und einer kurzen Kajaktour bot atemberaubende Bilder, wir sahen Seehunde und Delphine begleiteten das Ausflugsboot. Wahnsinnig teuer das Ganze, aber ein Muss!

 

 

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Grönland: Zwei Tage in Pupik!

Pupik sollte unser letztes Außencamp sein, auch die schönste Tour geht einmal vorbei, aber es standen uns noch zwei Tage in Pupik bevor.

DSCN4990Am Sonntag machten wir, bei herrlichem Sonntagswetter, eine kleine Ausfahrt unter Land Richtung Süden.
Wir kamen an der alten Siedlung Akerneraaq vorbei, heute ist in das alte Erdhaus, in dem einer unserer Inuit Bootsfahrer vor nicht allzu langer Zeit geboren wurde, eine Jagdhütte gebaut.

Unser Ziel, die Insel Ukiverajik, bietet auch  noch ein paar verlassene Erdhäuser, noch sehr gut zu erkennen. Gegenüber Ukiverajik ist ein sehr schöner Sandstrand.

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Ich nutze die Gelegenheit für ein Bad in der Sonne und im Meer.

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Tags drauf machten wir ein Wanderung auf der Ammassalik Insel südlich unseres Camps in Pupik, herrlich Blicke auf die Berge und in die Fjorde.

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Abends holten uns Boote ab, es ging zurück ins Basislager nach Tasiilaq.

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Grönland: Von Westen nach Osten!

DSCN4925Und wieder stand die Querung des Sermilik Fjords an, diesmal logischerweise von Westen nach Osten. Die Buchten im Peterson Fjord sind vom Wasser aus recht unübersichtlich, so erklomm ich den Hausberg und signalisierte dem Sicherungsboot den Weg, es holte das Gepäck ab und los ging es.

Peterson_PupikDiesmal war es absolut windlos, bei spiegelglattem Wasser näherten wir uns zunächst dem Südende des Petersen Fjords ehe wir schließlich den Sermilik Fjord, dessen Anblick diesmal von größeren Eisbergen bestimmt war, und querten an einer relativ schmalen Stelle.

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Eine herrliche Überfahrt, in sicherem Abstand vorbei an riesigen Eisformationen.

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DSCN4953Unser Ziel hieß Pupik, eine alte Inuit Siedlung mit zwei Buchten, eine am offenen Fjord gen Westen, die andere geschützt nach Osten, gut nachvollziehbar, warum dieser Platz als Siedlungsort ausgewählt wurde, nicht nur wegen des herrlichen Sonnenuntergangs.

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Danke an meinen Mitreisenden H.-O. H. für die Bilder.

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Grönland: Im und über dem Johan Petersen Fjord!

DSCN4826Der eigentliche Plan war, mit kleinem Übernachtungsgepäck in den nördlich von Stoklund Fjord gelegenen Hundefjord zu fahren, dort zu übernachten und am Tag darauf eine Wanderung hoch zum Inlandeis zu machen, wieder übernachten und dann wieder zum Hauptcamp.

Doch es gab eine Piteraq-Warnung,  der Piteraq ist ein trockener polarer Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h, nichts wirklich gemütliches wenn wann auf dem Wasser ist oder in den Bergen wandern.

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So blieben wir im Camp am Stoklund Fjord und machten eine gemütliche Tour in den westlich gelegenen Johan Petersen Fjord, immer in der Lage, wenn Freund Piteraq aufkommt schnell vom Wasser zurück ins Camp zu gehen. Doch Sturmwarnungen in Grönland stimmen nur zu 49%, wir hatten 52% super Sonnenwetter, im Petersen Fjord war viel Kleineis das in der Sonne taute, es hörte sich an, als würden tausende kleiner Glocken klingeln (blöd beschrieben, aber man muss es hören…).

DSCN4809Zudem hatten wir spektakuläre Blicke auf den Brückner Gletscher des Inlandeises der in der Petersen Fjord kalbt und auf die Berggipfel auf der Ammassilik Insel 13 Kilometer östlich von uns.

 

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DSCN4913Tags drauf verlegten wir dann unser Lager in eine Bucht auf  der Oertartivatslaq Insel im nordöstlichen Petersen Fjord.
Von Osten wehte uns aus dem Sermilik Fjord ein heftiger Wind entgegen, sodass wir froh waren, die Zielbucht zu erreichen.
Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten machten wir eine kleine Wanderung auf den Hausberg – herrliche Ausblicke über den Fjord!

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Abends wurde es dann auch in der Bucht ziemlich ungemütlich, der Wind wurde stärker, obwohl die Sonne schien war es eiskalt, wir gingen alle um halb neun in die Zelte…

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Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
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Grönland: Von Osten nach Westen!

DSCN4752Einmal quer durch den Sermilik Fjord stand auf dem Programm.
Nicht nur weil Wind angesagt war, sondern generell bei Fahrten die nicht unter Land waren, begleitete uns ein Boot um uns im Notfall Hilfe zu leisten, außerdem musste das Gepäck ja auch von Ost nach West gebracht werden.

Tiniteqilaq_ Stoklund FjordEs ging dann zehn Kilometer über den offenen Fjord, der Wind kam von Süden und entfaltete seine ganze Wucht sowie wir nicht mehr im Schutz der südlich von Tiniteqilaq gelegenen Halbinsel waren.

Es war dann auch ganz knackig auf dem Wasser, knapp ein Meter Dünung und gut Wind von links – eigentlich kein Problem für mich!

DSCN4763Doch ich hatte mir irgendwie den linken Arm gezerrt, somit forderte mich die Tour doch ein wenig und ich war froh als wir auf eine der kleineren Inseln im westlichen Sermilik Mittagspause machten, ein malerischer Ort!

Es war Flut, so konnten wir den Weg zu unserem Ziel, dem Stoklund Fjord, über einen kleinen Sund, gerade tief genug für unsere Kajaks, schnell erreichen.

 

DSCN4762Unser Schutz- und Gepäckboot umfuhr den Sund nördlich und nachdem wir ausgeladen hatten, bauten wir unser Camp in einer wunderschönen Bucht im westlichen Stoklund Fjord auf. Echt was fürs Auge …

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… und Wolkenformationen, die es nur dort gibt:DSCN4783

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/