Sternfahrt 18!

Die jährliche Pflichtübung um ein Zeichen gegen den automobilen Wahnsinn zu setzten. Diesmal ab Ostkreuz und dann mal nicht die AVUS sondern die Stadtautobahn und mit meiner besten thüringerischen Freundin J.

Ok, ich bin eine andere Strecke gefahren, aber auch insgesamt, es fühlte sich leerer an, auch auf dem Umweltfest.

Schön war’s trotzsdem!

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8 Cola – 8 Bier!

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Ich würde meinen Radfahrstil als ZIELORIENTIERT bezeichnen, im Gegensatz zu den von mir hoch geschätzten Fahrradkurieren beachte ich jedoch in weit über 50% aller Fälle die StVO. Vorhin übersah ich jedoch beim Übersehen einer dieser bunten Lampen am Wegesrand einen Zivilpolizisten – an der nächsten Ecke lernte ich seine Kollegen in Uniform näher Kennen, die Nähe wird mich so etwa 100€ kosten.
So ein Dreck, scheiß Staat… – das hätte meine Reaktion sein können, ich wär dann für den Rest des Abends schlecht gelaunt gewesen.

Doch ich ging die Sache anders an:

IMG_0244Die letzte Staatsschelte ob einer angeblich übersehenen Verkehrsleuchten erhielt ich im Dezember 2013, das war vor 1582 Tagen.
Stellen wir uns einmal vor, ich würde jeden Tag versehentlich 3 Ampeln übersehen, dann wären das 4746 Vergehen Versehen. 4746 Ampeln geteilt durch 100€ macht 47,46 Ampeln, was sagt uns das?

Nichts!

Wir haben falsch gerechnet, also nochmal:

100€ geteilt durch 4746 Versehen macht 2,1 Cent pro roter Ampel, theoretisch, natürlich mach ich auch dann und wann und hier und da noch andere Sachen im Straßenverkehr falsch!
Nehmen wir weiter an, dass ich 4746 mal 30 Sekunden Zeit gespart habe, dann sind das satte 39,55 Stunden (ok, ich dachte, das wäre mehr), dann hätte mich also jede gewonnene Stunde 2,53€ gekostet, geht doch!
Selbst wenn es so wäre könnte ich natürlich nie zugeben, dass ich aus politischer motivierter Motivation Dinge im Straßenverkehr übersehe, dann wär nähmlich der Staatsschutz für mich zuständig, und die könnten meine Rechnung nicht nachvollziehen.
Doch jetzt bin ich gut gelaunt, trinke ein Bier und hoffe, dass ich mindestens 4746 Tage keinem Verkehrskontrolle übersehe…

Oderbruchbahnradweg!

DSCN9433Ein Ausflug ohne großen Aufwand und große Kosten, man muss nicht mal Urlaub nehmen:
Mein entfernter Bekannter P. aus Strausberg hatten die Tour schon vor Wochen verabredet, wir trafen uns Freitag nach dem Broterwerb am Ostbahnhof und fuhren mit der Regionalbahn nach Fürstenwalde an der Spree. Teilweise hatte ich die Tour schon 2010 einmal gemacht, mir war die Gegend also vertraut.

DSCN9438Von Fürstenwalde ging es die ersten Kilometer auf dem Oderbruchbahnradweg bis Arensdorf, dort bogen wir nach Osten ab und steuerten den den Campingplatz in Alt Zechdorf an, ein schöner Platz an einem herrlichen See gelegen, natürlich mit angeschlossener Gastronomie.

DSCN9445Am folgenden Morgen kackte das Navi in meinem Gehirn ab, ich lotste uns bis kurz vor Frankfurt an der Oder ehe wir wieder gen Westen fuhren und bei Falkenhagen/Mark den Orderbruchbahnradweg nach einem 15 Kilometer Umweg erreichten. P. war ein wenig sauer, aber ich bestach ihn mit einem Hefeweizen und dann war alles wieder gut!
Nun ging es aber voran, wir folgten dem landschaftlich reizvollen Radweg bis Seelow, Libbenichen, bis nach Golzow, der Ort mit den Kindern, dort aßen wir einen Lamacun, der Dönerbudenbesitzer schimpfte über Erdogan…

DSCN9444DSCN9451Bei Genschmar erreichten wir die Oder, von hier ging auf dem Oderdeich weiter bis Kienitz.

DSCN9446Hier zelteten wir auf einer Wiese, die der Gasthof zum Hafen Radwanderern gegen ein kleines Entgelt zur Verfügung stellt.
P. hatte seinen Schnarcherausweis dabei und bekam ohne Aufpreis eine große Parzelle zur Verfügung gestellt.

DSCN9455Sonntag fuhren wir auf dem Oderdeich weiter Richtung Norden, bei Groß Neuendorf biegt der Oderbruchbahnradweg gen Westen Richtung Wriezen ab, wir blieben jedoch bis Zollbrücke auf dem Oderdamm, radelten dann nach Neulietzegöricke, im ältesten Siedlerdorf des Niederoderbruchs besuchten wir P., einen Freund P.s, der sich dort einen alten Hof als künftigen Altersruhesitz gekauft hat.
Nach einem Stärkungsbier ging es weiter, über Wriezen erreichten wir den Waldradweg, der uns nach mit Steigungen und Abfahrten fern der nahen Bundesstraße nach Strausberg führte. Auf P.s Anwesen stärkte ich mich kurz ehe mich die S-Bahn wieder nach Berlin brachte.

Eine schöne Tour, 40km am Freitag und je etwa 70 am Sams- und Sonntag, reizvolle Landschaften, das Wetter spielt mit …

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Effektiv mit Muskelkraft bewegen!

IMG_20160605_133625So unterschiedlich die Fortbewegungen mit dem Fahrrad und mit dem Kajak auch sind, eines und noch eines haben beide gemeinsam:

Sie sind die effektivsten ihre Art, kein Gerät is effektiver um sich mit eigener Muskelkraft fort zu bewegen als das Fahrrad auf Land- und das Kajak auf Wasserwegen.
Und sie sind meine Sportarten 🙂

Diese Wochenende hatte ich beides:

DSCN9336DSCN9350Samstag löste meine beste thüringerische Freundin J. ihr diesjähriges Geburtstagsgeschenk, eine Kajaktour mit Picknick und gastronomischer Einkehr, ein. J. ließ sich von Erkner über die Grünheider Seenkette paddeln, einkehren taten wir in Woltersdorf.

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Heute dann ADFC-Fahrradsternfahrt, unserer Variante ging vom Bundesplatz gen Süden raus nach Brandenburg über Teltow und Kleinmachnow und dann in Zehlendorf wieder nach Berlin rein, schließlich über die AVUS zurück in die Stadt zum Umweltgedöhnsfest auf der Straße des 17. Juni und am Brandenburger Tor.

IMG_20160605_131143IMG_20160605_135427Eigentlich eine schöne Tour für eine gute Sache. Ok, dann gab es ein wenig Regen mit Donner und Blitz, da sollte man die Geschwindigkeit ein wenig reduzieren und cool weiter fahren was wir und 50% aller anderen auch taten. Die andere Hälfte suchte Schutz unter Bäumen, Brücken und Leitplanken, was soll das? So Schönwetterradler schaden nur der Bewegung, so bekommen wir nie eine fahrradgerechte Stadt!

IMG_20160605_151629IMG_20160605_151610Beim Umweltgedönsfest war regenbedingt auch wenig los, die Stände naja, die üblichen Verdächtigen, von der SPD über diverse Umweltverbände bis hin zu Kampf-Veganern war alles vertreten, ich trunk ein Öko-Pils.

 

 

 

 

 

Urban Outdoor Equipment: Zwei Körbchengrößen mehr, deutlich mehr Volumen und Halt – Wonderbar!

IMG_1702Rückenschweiß wird unterschätzt – seit Jahren transportiere ich das, was ich tagsüber unterwegs so brauche, in einem Tagesrucksack (jetzt macht es sicher bei dem einen oder der anderen Leser/in KLICK: Tagsüber <–> Tagesrucksack – macht Sinn, für nachtsüber dann einen Nacktrucksack, oder so), gerade im Sommer undoder wenn man mit dem Rad unterwegs ist transpiriert insbesondere mann ganz schön am Rücken, denn der Rückensack führt zu einer wärmestaubedingten vermehrten Schweißproduktion zwischen Hals und Poritze und wie schon am Anfang dieses Schachtelsatzes erwähnt – Rückenschweiß wird unterschätzt und zwar gewaltig!
IMG_1703Nichts liegt also näher als den Rucksack beim Radeln auf dem Gepäckträger zu verstauen, seitdem ich altersbedingt immer uneiteler werde, habe ich immer eine billigen Gepäckkorb mit Kabelbindern auf dem Träger befestigt, so lange man den Korb nicht überlud war alles ok, aber ich überlud Generationen von Körben permanent und so nach und nach brachen diverse Korbstreben belastungsbedingt und ein neuer Billigkorb musste ziemlich bald her.
Doch diesmal habe ich mir erstmals einen soliden, stabilen, größeren, schwarzen, schnittigen, schöneren, anschräubbaren Korb vom Marktführer Basilikum geholt.
IMG_1701Das Ding wird fest superfest verschräubt, ist von sich aus stabiler als diverse Vorgänger.
Wahnsinn, da passt ein Tagesbierkasten rein oder acht Kilo Spargel oder man kann ihn beim Camping bei ner Radtour als Spagettisieb nutzen! Die Anwendungsmöglichkeiten sind um ein Vielfaches größer als bei der labbrigen Billigvariante:
  • IMG_20150723_203722 (1)Bruce, der Hund von Frau N., wäre sicher ein dankbarer Passagier
  • Zwei meiner besten Freundinnen tragen gerade Nachwuchs aus, wenn ich dann Anfang November babysitte kann ich mit den Kids einen Radausflug machen, ein Sixpack passt auch noch mit rein, zumindest anfangs…

Urban Indoor Equipment: Faltrad Home Biking!

DSCN8266200px-Zeichen_237.svgSeit gestern habe ich ein neues Fahrrad, ein kleines Rad, ein Faltrad, günstig gut gebraucht im Internet entdeckt und von Privat um die Ecke abgeholt.
So ein Faltrad ist nützlich für Bahnreisen und das zurück legen kurzer Strecken in meiner Wohnung! Ja, Du  hast richtig gelesen:

IN MEINER WOHNUNG!

Politisch unterstütze ich den Volksentscheid Fahrrad in Berlin und Politik fängt, wie ein jeder weiß, im Privaten an.

DSCN8267Seit heute lege ich also die meisten Strecken in meiner Wohnung mit meinem Faltrad zurück!
Zum Bleistift vom Wohnzimmer in’s Bad  – das Faltrad, gefaltet nimmt es neben der Couch nicht viel Platz weg, ist in 15 Sekunden aufgebaut und rucki-zucki bin ich in’s Bad geradelt, großes oder kleines Geschäft, Hände waschen, zurück radeln, auf dem Rückweg vielleicht nochmal ne Runde durchs Schafzimmer um nach dem Rechten zu schauen, man ist ja schließlich schneller als zu Fuß, Rad abbauen – Perfekt!

csm_Radwegende_38b25ca2d9Natürlich immer nur mit Helm, denn die meisten Unfälle passieren im Haushalt!

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Radtour Berlin-Brandenburg –> Lich: Durch den Vogelsberg, Zieleinlauf mit Ehrenempfang! (85,53 Pedalkilometer)

Ich fahre mit dem Rad! Bei Touren baue ich mein Zelt immer so auf, dass frühs die Sonne drauf scheint, zum einen verschläft man dann nicht, zum anderen trocknet das Minimalhabitat dann schneller.
DSCN6735Der Freitagmorgen war ein sehr warmer und sonniger, um sieben Uhr musste ich aus dem Zelt kriechen. Aber gut, so konnte ich früher aufbrechen, bis die Campingplatzgaststätte um 8 das Frühstück fertig hatte war alles schon auf dem Rad verstaut, Punkt 9 brach ich nach dem Frühmahl auf.
DSCN6736Zumeist durch Wälder überquerte ich den Vogelsberg, die Gegend Hessens in der vorehelicher Geschlechtsverkehr mit Kühen und anderen Paarhufern üblich ist ehe man dann mit einer nahen Verwandten verheiratet wird.

DSCN6739Aber die Landschaft ist schön, ich genoss dass Mittelgebirge, die Steigungen waren erträglich. Inzwischen ist der Vogelsberg ein großer hessischer Player in Sachen Energiewende, alle paar Meter steht ein großer Propeller, gut so.

DSCN6741Eigentlich wollte ich bis Lich durchradeln, doch es begab sich, dass mein bester vogelsberger Freund T., dessen Dorf eh auf dem Wege lag, mich zu einer Grillfeier in seinem schattigen Garten lud. Ich kenne mich in der Gegend nicht so 100% aus, aber T. sagte, dass man die letzten 12 km ab Ulrichstein quasi in sein Dorf Freienseen reinrollt.
Aus diesem Grunde und weil ich gut in der Zeit war setzte ich in Ulrichstein, der höchstgelegenen Stadt Hessens, bei 30 Grad im Schatten den zweiten und letzten Bier vor Vier! Joker ein. Keine gute Entscheidung die ich auf die falsche Information T.s hin traf, statt einer genüßlichen Abfahrt erwarteten mich nochmal zwei extreme Steigungen, mit die schlimmsten der ganzen Tour, ich bereute das Bier!
Die Grillparty war schön und feucht-fröhlich, nach dem Frühstück fuhr ich am Samstag Morgen die letzten knapp 20 km nach Lich weiter. Am Ortsschild erwarteten mich der Bürgermeister, der örtliche Posaunenchor, dass Ehrenspalier des Licher Landfrauenvereins, Freunde, Familie und neugierige Mitbürger. Die Tour war ein Erfolg, der Schlechtwetter-Joker Hotel! nicht einmal eingesetzt werden.

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Eine Woche Erholungsurlaub in der alten Heimat stand nun an…

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Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/