Oderbruchbahnradweg!

DSCN9433Ein Ausflug ohne großen Aufwand und große Kosten, man muss nicht mal Urlaub nehmen:
Mein entfernter Bekannter P. aus Strausberg hatten die Tour schon vor Wochen verabredet, wir trafen uns Freitag nach dem Broterwerb am Ostbahnhof und fuhren mit der Regionalbahn nach Fürstenwalde an der Spree. Teilweise hatte ich die Tour schon 2010 einmal gemacht, mir war die Gegend also vertraut.

DSCN9438Von Fürstenwalde ging es die ersten Kilometer auf dem Oderbruchbahnradweg bis Arensdorf, dort bogen wir nach Osten ab und steuerten den den Campingplatz in Alt Zechdorf an, ein schöner Platz an einem herrlichen See gelegen, natürlich mit angeschlossener Gastronomie.

DSCN9445Am folgenden Morgen kackte das Navi in meinem Gehirn ab, ich lotste uns bis kurz vor Frankfurt an der Oder ehe wir wieder gen Westen fuhren und bei Falkenhagen/Mark den Orderbruchbahnradweg nach einem 15 Kilometer Umweg erreichten. P. war ein wenig sauer, aber ich bestach ihn mit einem Hefeweizen und dann war alles wieder gut!
Nun ging es aber voran, wir folgten dem landschaftlich reizvollen Radweg bis Seelow, Libbenichen, bis nach Golzow, der Ort mit den Kindern, dort aßen wir einen Lamacun, der Dönerbudenbesitzer schimpfte über Erdogan…

DSCN9444DSCN9451Bei Genschmar erreichten wir die Oder, von hier ging auf dem Oderdeich weiter bis Kienitz.

DSCN9446Hier zelteten wir auf einer Wiese, die der Gasthof zum Hafen Radwanderern gegen ein kleines Entgelt zur Verfügung stellt.
P. hatte seinen Schnarcherausweis dabei und bekam ohne Aufpreis eine große Parzelle zur Verfügung gestellt.

DSCN9455Sonntag fuhren wir auf dem Oderdeich weiter Richtung Norden, bei Groß Neuendorf biegt der Oderbruchbahnradweg gen Westen Richtung Wriezen ab, wir blieben jedoch bis Zollbrücke auf dem Oderdamm, radelten dann nach Neulietzegöricke, im ältesten Siedlerdorf des Niederoderbruchs besuchten wir P., einen Freund P.s, der sich dort einen alten Hof als künftigen Altersruhesitz gekauft hat.
Nach einem Stärkungsbier ging es weiter, über Wriezen erreichten wir den Waldradweg, der uns nach mit Steigungen und Abfahrten fern der nahen Bundesstraße nach Strausberg führte. Auf P.s Anwesen stärkte ich mich kurz ehe mich die S-Bahn wieder nach Berlin brachte.

Eine schöne Tour, 40km am Freitag und je etwa 70 am Sams- und Sonntag, reizvolle Landschaften, das Wetter spielt mit …

tour (1)

 

Effektiv mit Muskelkraft bewegen!

IMG_20160605_133625So unterschiedlich die Fortbewegungen mit dem Fahrrad und mit dem Kajak auch sind, eines und noch eines haben beide gemeinsam:

Sie sind die effektivsten ihre Art, kein Gerät is effektiver um sich mit eigener Muskelkraft fort zu bewegen als das Fahrrad auf Land- und das Kajak auf Wasserwegen.
Und sie sind meine Sportarten 🙂

Diese Wochenende hatte ich beides:

DSCN9336DSCN9350Samstag löste meine beste thüringerische Freundin J. ihr diesjähriges Geburtstagsgeschenk, eine Kajaktour mit Picknick und gastronomischer Einkehr, ein. J. ließ sich von Erkner über die Grünheider Seenkette paddeln, einkehren taten wir in Woltersdorf.

DSCN9344

IMG_20160605_134435IMG_20160605_134538

Heute dann ADFC-Fahrradsternfahrt, unserer Variante ging vom Bundesplatz gen Süden raus nach Brandenburg über Teltow und Kleinmachnow und dann in Zehlendorf wieder nach Berlin rein, schließlich über die AVUS zurück in die Stadt zum Umweltgedöhnsfest auf der Straße des 17. Juni und am Brandenburger Tor.

IMG_20160605_131143IMG_20160605_135427Eigentlich eine schöne Tour für eine gute Sache. Ok, dann gab es ein wenig Regen mit Donner und Blitz, da sollte man die Geschwindigkeit ein wenig reduzieren und cool weiter fahren was wir und 50% aller anderen auch taten. Die andere Hälfte suchte Schutz unter Bäumen, Brücken und Leitplanken, was soll das? So Schönwetterradler schaden nur der Bewegung, so bekommen wir nie eine fahrradgerechte Stadt!

IMG_20160605_151629IMG_20160605_151610Beim Umweltgedönsfest war regenbedingt auch wenig los, die Stände naja, die üblichen Verdächtigen, von der SPD über diverse Umweltverbände bis hin zu Kampf-Veganern war alles vertreten, ich trunk ein Öko-Pils.

 

 

 

 

 

Urban Outdoor Equipment: Zwei Körbchengrößen mehr, deutlich mehr Volumen und Halt – Wonderbar!

IMG_1702Rückenschweiß wird unterschätzt – seit Jahren transportiere ich das, was ich tagsüber unterwegs so brauche, in einem Tagesrucksack (jetzt macht es sicher bei dem einen oder der anderen Leser/in KLICK: Tagsüber <–> Tagesrucksack – macht Sinn, für nachtsüber dann einen Nacktrucksack, oder so), gerade im Sommer undoder wenn man mit dem Rad unterwegs ist transpiriert insbesondere mann ganz schön am Rücken, denn der Rückensack führt zu einer wärmestaubedingten vermehrten Schweißproduktion zwischen Hals und Poritze und wie schon am Anfang dieses Schachtelsatzes erwähnt – Rückenschweiß wird unterschätzt und zwar gewaltig!
IMG_1703Nichts liegt also näher als den Rucksack beim Radeln auf dem Gepäckträger zu verstauen, seitdem ich altersbedingt immer uneiteler werde, habe ich immer eine billigen Gepäckkorb mit Kabelbindern auf dem Träger befestigt, so lange man den Korb nicht überlud war alles ok, aber ich überlud Generationen von Körben permanent und so nach und nach brachen diverse Korbstreben belastungsbedingt und ein neuer Billigkorb musste ziemlich bald her.
Doch diesmal habe ich mir erstmals einen soliden, stabilen, größeren, schwarzen, schnittigen, schöneren, anschräubbaren Korb vom Marktführer Basilikum geholt.
IMG_1701Das Ding wird fest superfest verschräubt, ist von sich aus stabiler als diverse Vorgänger.
Wahnsinn, da passt ein Tagesbierkasten rein oder acht Kilo Spargel oder man kann ihn beim Camping bei ner Radtour als Spagettisieb nutzen! Die Anwendungsmöglichkeiten sind um ein Vielfaches größer als bei der labbrigen Billigvariante:
  • IMG_20150723_203722 (1)Bruce, der Hund von Frau N., wäre sicher ein dankbarer Passagier
  • Zwei meiner besten Freundinnen tragen gerade Nachwuchs aus, wenn ich dann Anfang November babysitte kann ich mit den Kids einen Radausflug machen, ein Sixpack passt auch noch mit rein, zumindest anfangs…

Urban Indoor Equipment: Faltrad Home Biking!

DSCN8266200px-Zeichen_237.svgSeit gestern habe ich ein neues Fahrrad, ein kleines Rad, ein Faltrad, günstig gut gebraucht im Internet entdeckt und von Privat um die Ecke abgeholt.
So ein Faltrad ist nützlich für Bahnreisen und das zurück legen kurzer Strecken in meiner Wohnung! Ja, Du  hast richtig gelesen:

IN MEINER WOHNUNG!

Politisch unterstütze ich den Volksentscheid Fahrrad in Berlin und Politik fängt, wie ein jeder weiß, im Privaten an.

DSCN8267Seit heute lege ich also die meisten Strecken in meiner Wohnung mit meinem Faltrad zurück!
Zum Bleistift vom Wohnzimmer in’s Bad  – das Faltrad, gefaltet nimmt es neben der Couch nicht viel Platz weg, ist in 15 Sekunden aufgebaut und rucki-zucki bin ich in’s Bad geradelt, großes oder kleines Geschäft, Hände waschen, zurück radeln, auf dem Rückweg vielleicht nochmal ne Runde durchs Schafzimmer um nach dem Rechten zu schauen, man ist ja schließlich schneller als zu Fuß, Rad abbauen – Perfekt!

csm_Radwegende_38b25ca2d9Natürlich immer nur mit Helm, denn die meisten Unfälle passieren im Haushalt!

DSCN8272 b

Radtour Berlin-Brandenburg –> Lich: Durch den Vogelsberg, Zieleinlauf mit Ehrenempfang! (85,53 Pedalkilometer)

Ich fahre mit dem Rad! Bei Touren baue ich mein Zelt immer so auf, dass frühs die Sonne drauf scheint, zum einen verschläft man dann nicht, zum anderen trocknet das Minimalhabitat dann schneller.
DSCN6735Der Freitagmorgen war ein sehr warmer und sonniger, um sieben Uhr musste ich aus dem Zelt kriechen. Aber gut, so konnte ich früher aufbrechen, bis die Campingplatzgaststätte um 8 das Frühstück fertig hatte war alles schon auf dem Rad verstaut, Punkt 9 brach ich nach dem Frühmahl auf.
DSCN6736Zumeist durch Wälder überquerte ich den Vogelsberg, die Gegend Hessens in der vorehelicher Geschlechtsverkehr mit Kühen und anderen Paarhufern üblich ist ehe man dann mit einer nahen Verwandten verheiratet wird.

DSCN6739Aber die Landschaft ist schön, ich genoss dass Mittelgebirge, die Steigungen waren erträglich. Inzwischen ist der Vogelsberg ein großer hessischer Player in Sachen Energiewende, alle paar Meter steht ein großer Propeller, gut so.

DSCN6741Eigentlich wollte ich bis Lich durchradeln, doch es begab sich, dass mein bester vogelsberger Freund T., dessen Dorf eh auf dem Wege lag, mich zu einer Grillfeier in seinem schattigen Garten lud. Ich kenne mich in der Gegend nicht so 100% aus, aber T. sagte, dass man die letzten 12 km ab Ulrichstein quasi in sein Dorf Freienseen reinrollt.
Aus diesem Grunde und weil ich gut in der Zeit war setzte ich in Ulrichstein, der höchstgelegenen Stadt Hessens, bei 30 Grad im Schatten den zweiten und letzten Bier vor Vier! Joker ein. Keine gute Entscheidung die ich auf die falsche Information T.s hin traf, statt einer genüßlichen Abfahrt erwarteten mich nochmal zwei extreme Steigungen, mit die schlimmsten der ganzen Tour, ich bereute das Bier!
Die Grillparty war schön und feucht-fröhlich, nach dem Frühstück fuhr ich am Samstag Morgen die letzten knapp 20 km nach Lich weiter. Am Ortsschild erwarteten mich der Bürgermeister, der örtliche Posaunenchor, dass Ehrenspalier des Licher Landfrauenvereins, Freunde, Familie und neugierige Mitbürger. Die Tour war ein Erfolg, der Schlechtwetter-Joker Hotel! nicht einmal eingesetzt werden.

DSCN6746
Eine Woche Erholungsurlaub in der alten Heimat stand nun an…

B6

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Radtour Berlin-Brandenburg –> Lich: Hessen! (85,51 Pedalkilometer)

Ich fahre mit dem Rad! Es ging weiter, in Hörschel gab’s kein Frühstück, im benachbarten Herleshausen, schon in der hessischen Ex-Heimat gelegen, dort dachte ich, sollte es Bäckereien geben, die Kaffee und Gebäck zum Frühstück offerierten…
Es gab Bäckereien, aber die hatten alle zu, Frohenleichnahm!
Kein Mensch weiss, warum dieser Tag im protestantischen Hessen ein Feiertag ist, warum die abgefuckten Katholen-Bistümer Fulda und Limburg das durschsetzen konnten. Aber nicht ablenken Tommy, Du hast versagt, die Tour schlecht geplant. Ich überlegte ob ich die Tour abbreche, das Rad in Werra werfe und nach Berlin trampe.
Doch wenn du glaubst es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her, das Lichtlein heißt:

DSCN6711FauxPas Joker!

… und so bebab es sich, dass Tommy zu ersten und letzten Mal in seinem Leben bei McDonalds frühstückte… und sich gleich ärgerte:
Eigentlich wollte ich einen McMüffel oder wie die heißen essen, also einen Frühstücksburger aus Eiern und Speck, ich war auch right in time, kam um 10:35 an, Frühstück gibt’s bis halb zwölf an Feiertagen, sonst bis halb elf. McDonalds ist ja eigentlich zwei Restaurants, den Kaffee gab’s bei McCafé, den Eggburger am Hauptschalter, ich wollte mit Kreditkarte zahlen, aber das geht erst ab sechs €uro, und bei McCafé hatte ich weniger.
DSCN6724Am Hauptschalter bekam ich dann keinen McMüffel mehr, Frühstück göäbe es nur bis halbe ölfe, belehrte mich die aus Sachsen importierte Tresenhilfskraft. Ich korrigierte sie, verwies auf den Feiertag und musste mir dann blödes verbiebschtes Gemecker anhören, warum es bei McDonalds Herleshausen an Feiertagen nur bis halbe ölfe Frühstück gäben tut obwohl halbe zwölwe dranne stäht was ein Fäählör ist.
Also zurück zum McCafé, kaufte eine Butterbömme und einen Muffin, wieder unter sechs €uro, wieder keine Kreditkartenzahlung möglich…

DSCN6728Ich befand mich in der Tiefprovinz und mir ging das Bargeld aus. Aber es musste weiter gehen, zunächst an der Werra lang, der Werratalradweg ist dort, wo er an der Grenze zwischen Hessen und der DDR verläuft Teil des Iron Curtain Trails der von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer geht, 10.000 imposante Kilometer, und ich bin ein Stück davon gefahren.
DSCN6730Die Werra, früher vom Kalibergbau total verdreckt, ist heute ein halbwegs schönes sauberes Flüsschen, nur die Abraumhalden zeugen noch vom Kalibergbau.
Gemächlich fuhr ich an der Werra lang, mal auf hessicher, mal auf thüringer Seite, durch Orte die Ende 1989 plötzlich Grenzübergänge wurden, ehe ich dem schönen Thüringen bei Dankmarshausen entgültig Lebe Wohl sagte.
DSCN6731Ich fuhr dann noch ein paar Kilometer im Hessischen an der Werra lang, bog dann rechts ab Richtung Bad Hersfeld.
Von nun an ging’s bergab, einmal sogar gefühlte 15 km runter von der Rhön ins Fuldatal, eBiker die überholte drängte ich routinemäßig vom Wege ab. Nach einem Eisbecher und aufladen meiner Bargeldbestände in Bad Hersfeld fuhr ich ein Stück an der Fulda hoch und dann rüber nach Kirchheim, bzw. zum Campingplatz an einem See in der Nähe.

B5

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Radtour Berlin-Brandenburg –> Lich: Thüringen! (102,5 Pedalkilometer)

DSCN6688Ich fahre mit dem Rad! Es ging weiter, durch Thüringen, grob entlang der Thüringer Städtekette, dem thüringer Ost-West-Radfernweg bzw. des Luther Weges, dem beliebten protestantischen Pilgerpfad (was schreib ich den manchmal für einen Quatsch).
Ich fuhr die Städte bei bestem Radelwetter einfach westwärts von Weimar aus der Reihe nach ab, das spart Zeit und Kilometer.
So erreichte ich zunächst die Landeshauptstadt Erfurt, ein schönes Städtchen, imposamter Dom, nette Altstadt. Wenn ich in Erfurt bin, muss ich immer an Nina Hagen denken, auch wenn ich nicht die Autobahn nutze…

DSCN6691Weiter ging’s nach Gotha, es zog sich, langweilige Landschaft, eine lange Steigung hinter dem Flughafen Erfurt, ein Rentner im eBike bereute mich überholt zu haben 😉 Auch die Stadt Gotha (Aussprache Gäouda) selbst ist nicht der Bringer, da will glaube ich keiner wohnen, die 24 Minuten die ich dort rastete reichen mir für’s Leben.
Eisenach versprach da mehr, die Wartburg, Geschichte pur, leider hatte ich weder Zeit noch Muse Deutschlands berühmteste Burg zu visitieren sondern fuhr nach einem Bier nach 4 weiter nach Hörschel an der Werra, hier beginnt der Rennsteig, aber den will ich nicht befahren.
DSCN6695In Hörschel checkte ich beim örtlichen Kanu Club ein, an sich schön am Fluss gelegen, die Brücke der A4 geht allerdings direkt oben drübber nübber und eine Bahnstrecke im Werratal, auf der nachts im minutentakt Güterzüge rattern, trägt auch nicht zum Erholungswert bei.
DSCN6698Ansonsten ist Hörschel ein totes Nest, ich dinierte in der einzigen Gaststätte am Orte, Speckfleischteller mit fettigem Ranz und Salatgarnitur, ich brauchte Kohlenhydrate und Eiweiß, dazu ein paar Bierchen.

B4

 

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/