Es traten an: Berlinale v/s Theatersport!

Es gibt Massenauftriebe in Berlin, auf die kann ich getrost verzichten:

-Grüne Woche – da war ich noch nie!
-Funkausstellung – in den 90ern war ich mal da, Proletenberliner sammeln alles ein was es an den Ständen umsonst gibt!
-Fanmeilen – habe nicht einmal dran gedacht, hinzugehen!
-Hertha BSC – kotz, aber klar geh ich hin wenn sie gegen die Eintracht spielen um sie verlieren zu sehen!
-Venus Erotikmesse – pfui Teufel!*

-Berlinale -Die Filme die sich lohnen kommen eh irgendwann im Kino,** ja, ich spiele, obwohl ich überdurchschnittlich intelligent und gebildet bin, gerne mal den Kulturbanausen. Ich war aber 1997 schonmal mit meiner Kommilitonin S. auf der Berlinale, Fräulein Stillas Gespür für Schnee, toller Film! Nun wollte mich meine beste thüringerische Freundin J. erneut begeistern!

* naja, ok, ich habe eine Dekadendauerkarte, aber wegen der Berlinale-Kritik löse ich eh schon einen Shitstorm aus
**meine Mutter selig hätte gesagt „Die Filme die wo sich zu gugge lohne komme eh irgendwann im Fernsehen, da geb‘ ich doch ka‘ Geld aus!“

Aber von vorne:

Montag aber war ich, ebenfalls mit meiner besten thüringerischen Freundin J., beim Theatersport im BKA Theater. Unter dem BKA ist bekanntlich Curry36, da kann man sich bei der Kälte eine Currywurst holen und sie im benachbarten Vogt’s Bierexpress essen wenn man ein Bier dazu bestellt, ja, sowas gibt’s noch!

Theatersport ist eine Variante des Improvisationstheaters, zwei 2erTeams traten gegeneinander an, moderiert von Moderator Justin Case und musikalisch von Andy Tasten am Keyboard begleitet, ich glaube die Namen sind Künstlernamen. Wie auch immer, die Darsteller waren nicht unbegabt (wie so oft beim Improtheater), konnten spiele, singen und Tanzen – es waren zwei sehr unterhaltsame Stunden.

Gestern dan Berlinale: 

J. hatte einen Film aus dem Internationalen Forum ausgewählt. Tinselwood, ein französischer Dokumentarfilm, eine filmische Annäherung an den Südosten Kameruns, der Trailer ist garnicht mal schlecht. Schöne Naturbilder und Leute in ihrer Welt, nicht unsympathisch, aber es muss gesagt werden, der Film war stinklangweilig und die anschließende Diskussion mit französischen Regisseurin und dem Kameramann war Hurz, die ehemalige Kolonie Kamerun hat einen solchen Schnarchfilm nicht verdient!

Wildes Berlin!

img_1822Fabel, ein etwas aus der Mode gekommenes Format, in alten Zeiten konnte man so ungestraft die kritisieren die keine Kritik zuließen.
Doch auch heute gibt das Fabelhafte noch etwas her, ein Musical beschreibt Berlin indem es Tiere die Eigenschaften der Berliner annehmen lässt:

  • Wash, der Hipster Waschbar aus Neukölln, gebürtiger Ami, Veganer, lässt keine Party aus
  • Ülker, die Türkentaube aus Kreuzberg, vor ihrem gewalttätigen Gatten ist sie ins Taubenhaus geflogen
  • Faye, eine Füchsin aus Reinickendorf, gewalttätige Proletin mit Herz, wohl bei Sechser zur Untermiete
  • Sechser, ein nerdisches Kaninchen aus Wilmersdorf, ist in Fee verliebt
  • Prenzlbiber, kommt ursprünglich aus Biberach im Schwabenland und verdrängt jetzt die ostdeutschen Wasserratten vom Prenzlberg
  • Rex, ein deutscher Schäferhund, ehemals Drogenspürhund bei den Bullen
  • in weitern Nebenrollen der polnische Automarder Jerzy und die katzengrasabhängige Berberkatze Bella

dscn0067Als Berliner kommen einem die Charaktere bekannt vor, da stimmte mir auch mein ältester berliner Freund M. zu, der mich ins BKA Theater begleitete.

Unterhaltsames Singtheater, streckenweise ein Tick zu albern aber unterm Strich empfehlenswert.

Vorher waren wir wir noch in Vogts Bierexpress, insgesamt waren wir sehr durstig an diesem kalten Freitagabend…

 

 

Kaiser & Plain!

IMG_20160824_192411Nach wochenlanger kulturelle Abstinenz kehrte ich gestern mit meiner besten thüringerischen Freundin J. im BKA ein. Da das Essen im BKA grottig ist, sättigten wir uns vorher bei Curry36.

Kaiser & Plain wurde gegeben, Kaiser wie der König, aber Plain wird englisch ausgesprochen, plain wie einfach, gewöhnlich – Absicht oder Zufall, es gibt einen Pre-Punk Song von Roxy Music aus den frühen 70er der „Virginia Plain“ – kaine Ahnung.

Musikalisches Kabarett, stereotypenhafte Rollenverteilung – die komische, dicke, divenhafte Virginia Plain und der unter ihr leidende weiche Pianist David Kaiser.

IMG_1757IMG_20160824_194616Natürlich ist Kaiser ihr als Mann eigentlich überlegen, das wird im Programm gut rausgearbeitet, wie so oft bis immer im richtigen Leben, ich bin da zwar andere Meinung, aber es ist halt so.*

IMG_20160824_193917Das Programm startete etwas zotig und lau, dann aber lief insbesondere Frau Plain zu Höchstform auf und brachte den Saal zum Toben. Die Songs, zumeist Interpretationen bewährter Werke, originell, witzige, Plain ist sich nicht zu Schade ihren sächsischen Dialekt einzusetzen. Niemand kann den Namen der Verteidigungsministerin erotischer singen:

Drei Zugaben beim Kabarett sind selten…

Höchst zufrieden nahmen J. und ich noch einen Absacker im Rauschgold, trafen noch meinen ehemaligen Arbeitskollegen Frau W.

 

Mach besser nur Musik!

IMG_20160518_215756„Die Uschi macht total lustig die Angela Merkel nach, die kann das doch auch im Fernsehen machen!“
„Ja, der Harry, so wie der Blockflöte spielt, der sollte Profimusiker werden!“

Ein jeder kennt das, jemand macht bei einer Familienfeier oder bei einer Gruppensexparty den August oder vergewaltigt ein Musikinstrument und schon fordert die dumpfe, besoffene und voreingenommene Verwandt- und/oder Bekanntschaft, die Person solle ihre bescheidenen Fähigkeiten doch professionell umsetzten, aber das macht natürlich kaum jemand.

IMG_1687Kaum jemand, aber C. Heiland macht es!

Halblustiges wurde im gestern im BKA zum (nicht dem aller-)besten gegeben!

IMG_1688Zugegeben, C. Heiland ist ein brillanter Musiker, ein netter Kerl, kann auch anständig singen, aber so richtig lustig fanden ihn weder meine beste schwäbische Freundin L. noch ich, die etwas stumpferen Besucher allerdings schon.
Also es war jetzt nicht sooo schlecht, dass wir in der Pause gehen mussten, aber…
Schade, als Musiker ist er wirklich begabt, er könnte auch als Karl-Theodor zu Guttenberg Doppelgänger arbeiten, aber das ist Momentan eher brotlos, die Band war auch gut, naja, so ist das!

Geschenkter Gaul aus Steglitz!

IMG_1411Kultur kann auch unökologisch sein:

Man nehme ein Ensemble aus Steglitz und gestatte ihm ein Gastspiel im fernen Kreuzberg, die Darsteller müssen jedes mal zur Vorstellung nach Kreuzberg fahren… und zurück. Da das Ensemble eher was für Steglitzer ist sind die meisten Zuschauer auch aus Steglitz und???

Rischdisch, auch sie müssen zur Vorstellung nach Kreuzberg fahren… und zurück.

DSCN6911DSCN6912Ich selbst ließ mich täuschen, „Anorektische Schwäne“ als Programmname ist eigentlich nach meinem Geschmack, also packte ich Frau N. aus Plänterwald ein und ging hin. Ich war dann weniger begeistert, zu bieder, zu brav und Humor für die Generation der über 50jährigen, mehr was für ne Seniorenkreuzfahrt auf dem Wannsee.
Dem bis auf uns zu 100% aus Steglitz stammenden Publikum gefiel’s, Frau N. auch.
Ich fand nur die Abmoderation gut, sinngemäß: „… und wenn es Ihnen nicht gefallen hat, dann sagen sie’s halt ihren schlimmsten Feinden weiter, die kommen dann her und wir werden sie quälen!“ Das Ensemble weiß sein Können gut einzuschätzen.

Der Abend war aber trotzdem nicht für die Katz, vorher uß ich bei Curry 36 eine Doppelte Ohne mit Pommes Weiss und hinterher führten wir uns in der Drama Bar noch einen Absacker ein.

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Auf den Modus kommt es an!

Die Woche begann wie die letzte aufhörte – mit Kultur!

IMG_1385DSCN6391Theatersport, eine Variante des Improtheaters, nicht wie so oft schon im Prenzlauer Berg, sondern in Kreuberg, im BKA-Theater.
DSCN6392Das Ensemble sehr professionell, drei zumindest semi-professionelle Schauspieler. Es wurden sehr kurzweilige zwei Stunden im fünften Stock am Mehringdamm, da stimmte mir auch meine beste schwäbische Freundin L., der ich erlaubte mich zu begleiten, zu.

DSCN6396Dienstag dann Sport, der grandiose Sieg des BVB gegen den FCB. Meine beste hessische Freundin B. war dienstlich in Berlin, dazu kam mein bester kanadischer Freund D., sowie meine beste thüringerische Freundin J. inklusive deren Freundin A., ebenfalls auf Dienstreise. Grund für diese Versammlung zum Fußballevent in meinen Hallen war eindeutig mein Fernseher, ich sag nur „Fußballmodus!“

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Mathias R. und Schwester C.!

IMG_1104DSCN5723Ich erinnere mich verschwommen an die ersten Fernsehauftritte von Mathias Richling in den 80ern, es muss bei Hildebrandt gewesen sein. Richling war jung, fiel angehnem auf zwischen den von mir geschätzten Urgesteinen des politischen Kabaretts.
Diese Woche sah ich ihn erstmals live, bei den Wühlmäusen, gemeinsam mit meiner besten niederschönhausener Freundin I.
Inzwischen gehört er zu den Urgesteinen, ist aber immer noch sehenswert.

IMG_1103DSCN5727Tags drauf war ich mit meiner besten thüringerischen Freundin J. im BKA Theater. Schwester Cordula, eine Frau die aus Groschenromanen liest, das dann sehr übersteigert vorträgt, sehr theatralisch. Eigentlich eine gute Idee, aber das ganze ist leider nicht lange zu ertragen – aus diesem Grund nutzen wir die Pause – Standortwechsel – Zyankali Bar, die neue in der Gneisenaustrasse, die alte in der Großbeerenstrasse fand ich besser. Aber man kann kabellos bezahlen, ein Vorteil:

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