Thomas Spitzer!

Thomas Spitzer (* 29. September 1988 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Autor, Poetry Slammer und Veranstalter, das behauptet zumindest Wikipedia. Mir war der Jungspund ehe ich an die Karten rankam unbekannt, meinem ältesten berliner Freund M. ging es ebenso, Spitzer könnte sein Ur-Enkel sein.

Poetry Slammer gab es eben nicht als wir beide jung waren:
Ein Poetry Slammer ist ein Comedian der seine Texte nicht auswendig kann der gegen andere Poetry Slammer im Wettbewerb antritt, klärte ich M. im Vorfeld auf.


Gestern war es dann also kein Poetry Slam, er trat alleine an.
Das ging nicht 100%ig gut, zum einen war das Publikum ein anderes (älteres) als es der gemein Slammer gewohnt ist, er nannte uns Kabarett-Publikum. Im ersten Teil monologisierte Spitzer, die Pointen waren rar und nicht so die Lautlachpointen, aber feingeistig. Die 25% des Publikums die feingeistige Pointen nicht verstanden gingen, M. und ich blieben.

Nach der Pause war es dann auch besser, er las Texte, ja das hatte was. Insgesamt gefiel es uns – Note 3, hätte ich für die Tickets zahlen müssen hätte ich mich vielleicht ein ganz klein wenig geärgert.

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Danziger – super Kombination!

IMG_20171111_194640181Kultur am Samstagabend, die Berliner Kabarett Anstalt ist immer eine gute Adresse, inzwischen sogar meine bevorzugte Lokation.
(Den Kookaburra am Prenzlauer Berg bevorzugte ich früher, ist sicher immer noch sehr gut, aber seit ich nicht mehr in Schwabylon wohne auch ganz schön weit weg. Ich gelobe aber Besserung)

Stefan Danziger kannte ich bisher nur flüchtig, meiner beste thüringerische Begleiterin J. war er gänzlich unbekannt. Wir wurden positiv überrascht…

Danziger ist, so wird behauptet, tagsüber Comedian, nachts Stadtführer, komisch, ja komisch, ist er wohl aber umgekehrt, also tagsüber Stadtführer, nachts, als besser abends Comedian, oder so?!

Egal, auf der Bühne erzählt abends er was er er mit dem Touristenpöbel tagsüber erlebt und gibt auch Berlinern Einblicke und Informationen über ihre Heimatstadt, die sie so nicht kannten.

Was Danziger erzählt ist zumeist umwerfend komisch, aber ich denke mal es stimmt auch immer, da steckt Faktenwissen hinter, das macht den Charme seiner Show aus.

Daumen hoch!

Waghubinger!

Ich muss zugeben, dass ich Stefan Waghubinger vorher nicht kannte, nicht so bewusst meine ich, also nicht so, mehr so als so halt. Trotzdem ging ich mit S. von der Bahn hin ins BKA Theater. Stefan Waghubinger, mein Jahrgang, österreichischer Kabarettist, Cartoonist und Autor.

Außergewöhnlich Belastungen, ein Programm das aus Abschweifungen besteht, tiefgründig, witzig, österreichisch behäbig, zum Nachdenken anregend, empfehlenswert:

 

 

Nicht bis in die Puppen!

Meine Mutter hätte Andrea Bongers sicher für gut befunden, meine beste thürigerische Freundin und ich fanden sie aber, naja, hätte das Programm eine anderes Thema gehabt, das mit den Puppen war ja ganz nett, vielleicht wurde es nach der Pause besser, aber da saßen wir schon in der Kneipe und trunken Bier.

Kaiser & Plain: Liebe in Zeiten von so lala!

Ich war vor kapp einem Jahr hoch mal bei den beiden, Kaiser & Plain, damals im Denk´ ich, sag´ ich nicht -Programm, dem ersten überhaupt. Gestern nun wieder mit meiner schlauesten mecklenburg-vorpommerischen Freundin Dr. M. V.-H. in der neuen Liebe in Zeiten von so lala Show:

Musikalisches Kabarett, stereotypenhafte Rollenverteilung – die komische, angenehm üppige, divenhafte Virginia Plain und der oft unter ihr leidende weiche Pianist David Kaiser.

Das neue Programm war geschmeidiger und stimmiger als das erste, es drehte sich wieder um das Thema Liebe, diesmal um die zwischenmenschliche Zuneigung im Zeitalter von Online-Dating und ähnlichem Gedöns, Tenor war, dass die arme Virginia Plain einfach nicht den Richtigen findet, perfekt inszeniert und dargeboten – Frau Plains vielfältige Stimme, die trockene, witzelnde Art des Herrn Kaiser, die beiden harmonierten prächtig.

Ach wäre ich doch zwei Jahre jünger oder Frau Plain zwei Jahre älter – wir wären ein tolles Paar!

Auf jeden Fall gab es viel zum Schmunzeln und auch zum lachen Lachen…

Fazit: Sehenswert!

 

 

Berlin! Ick liebe Dir

Ich schätze den Schauspieler und Comedian Cyrill Berndt, in Caveman habe ich ihn zwar nie erlebt, aber letzen Oktober sah ich ihn schon mal im Admiralspalast in Andrew Goffmans Ein-Personen-Stück „Pornosüchtig “ („accidental pervert“), auch da war ich schon von der Power die Berndt alleine auf der Bühne ausstrahlt beeindruckt.

Samstag schaute ich mir gemeinsam mit meinem ältesten Berliner Freund M. sein Solo-Programm „Berlin! Ich lieb Dir“ im BKA-Theater an. Wir waren eigentlich nicht das Publikum, das Programm richtet sich vielmehr an Berlin Besucher. Aber ok, während draußen das wöchentlich Unwetter tobte ließen wir uns als Berliner den Spiegel vors Antlitz halten; das Programm gibt es zwar zwar schon ewig, ist aber einerseits relativ zeitlos und zudem mit Aktualitäten angereichert.

Fazit: Wer Besuch von außerhalb hat sollte gemeinsam mit seinen Leuten hingehen wenn das Stück läuft!

Tags drauf macht ich mir English Breakfast, vor dem Stück war ich so richtig eingeregnet, da braucht ich was Deftiges um die aufziehende Erkältung abzuwenden.

Ein Tick zu viel!

Es war nicht das erste Mal, dass ich ein Programm von Ades Zabel und Company gesehen hatte, aber diesmal war es so richtig mies.

Ich wollte meinem dicksten heidelberger Freund L. etwas bieten, aber es ging voll daneben. Alles war ein Tick zu viel, zu albern, man konnte fast alle Pointen ahnen, es hatte etwas von einer Karnevalssitzung in einer südhessischen Kleinstadt: Geringes Niveau, aber das vermutlich mehrheitlich betrunkene Publikum lacht.

Mein Tipp: Spart Euch das Geld!