Danziger – super Kombination!

IMG_20171111_194640181Kultur am Samstagabend, die Berliner Kabarett Anstalt ist immer eine gute Adresse, inzwischen sogar meine bevorzugte Lokation.
(Den Kookaburra am Prenzlauer Berg bevorzugte ich früher, ist sicher immer noch sehr gut, aber seit ich nicht mehr in Schwabylon wohne auch ganz schön weit weg. Ich gelobe aber Besserung)

Stefan Danziger kannte ich bisher nur flüchtig, meiner beste thüringerische Begleiterin J. war er gänzlich unbekannt. Wir wurden positiv überrascht…

Danziger ist, so wird behauptet, tagsüber Comedian, nachts Stadtführer, komisch, ja komisch, ist er wohl aber umgekehrt, also tagsüber Stadtführer, nachts, als besser abends Comedian, oder so?!

Egal, auf der Bühne erzählt abends er was er er mit dem Touristenpöbel tagsüber erlebt und gibt auch Berlinern Einblicke und Informationen über ihre Heimatstadt, die sie so nicht kannten.

Was Danziger erzählt ist zumeist umwerfend komisch, aber ich denke mal es stimmt auch immer, da steckt Faktenwissen hinter, das macht den Charme seiner Show aus.

Daumen hoch!

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Waghubinger!

Ich muss zugeben, dass ich Stefan Waghubinger vorher nicht kannte, nicht so bewusst meine ich, also nicht so, mehr so als so halt. Trotzdem ging ich mit S. von der Bahn hin ins BKA Theater. Stefan Waghubinger, mein Jahrgang, österreichischer Kabarettist, Cartoonist und Autor.

Außergewöhnlich Belastungen, ein Programm das aus Abschweifungen besteht, tiefgründig, witzig, österreichisch behäbig, zum Nachdenken anregend, empfehlenswert:

 

 

Nicht bis in die Puppen!

Meine Mutter hätte Andrea Bongers sicher für gut befunden, meine beste thürigerische Freundin und ich fanden sie aber, naja, hätte das Programm eine anderes Thema gehabt, das mit den Puppen war ja ganz nett, vielleicht wurde es nach der Pause besser, aber da saßen wir schon in der Kneipe und trunken Bier.

Kaiser & Plain: Liebe in Zeiten von so lala!

Ich war vor kapp einem Jahr hoch mal bei den beiden, Kaiser & Plain, damals im Denk´ ich, sag´ ich nicht -Programm, dem ersten überhaupt. Gestern nun wieder mit meiner schlauesten mecklenburg-vorpommerischen Freundin Dr. M. V.-H. in der neuen Liebe in Zeiten von so lala Show:

Musikalisches Kabarett, stereotypenhafte Rollenverteilung – die komische, angenehm üppige, divenhafte Virginia Plain und der oft unter ihr leidende weiche Pianist David Kaiser.

Das neue Programm war geschmeidiger und stimmiger als das erste, es drehte sich wieder um das Thema Liebe, diesmal um die zwischenmenschliche Zuneigung im Zeitalter von Online-Dating und ähnlichem Gedöns, Tenor war, dass die arme Virginia Plain einfach nicht den Richtigen findet, perfekt inszeniert und dargeboten – Frau Plains vielfältige Stimme, die trockene, witzelnde Art des Herrn Kaiser, die beiden harmonierten prächtig.

Ach wäre ich doch zwei Jahre jünger oder Frau Plain zwei Jahre älter – wir wären ein tolles Paar!

Auf jeden Fall gab es viel zum Schmunzeln und auch zum lachen Lachen…

Fazit: Sehenswert!

 

 

Berlin! Ick liebe Dir

Ich schätze den Schauspieler und Comedian Cyrill Berndt, in Caveman habe ich ihn zwar nie erlebt, aber letzen Oktober sah ich ihn schon mal im Admiralspalast in Andrew Goffmans Ein-Personen-Stück „Pornosüchtig “ („accidental pervert“), auch da war ich schon von der Power die Berndt alleine auf der Bühne ausstrahlt beeindruckt.

Samstag schaute ich mir gemeinsam mit meinem ältesten Berliner Freund M. sein Solo-Programm „Berlin! Ich lieb Dir“ im BKA-Theater an. Wir waren eigentlich nicht das Publikum, das Programm richtet sich vielmehr an Berlin Besucher. Aber ok, während draußen das wöchentlich Unwetter tobte ließen wir uns als Berliner den Spiegel vors Antlitz halten; das Programm gibt es zwar zwar schon ewig, ist aber einerseits relativ zeitlos und zudem mit Aktualitäten angereichert.

Fazit: Wer Besuch von außerhalb hat sollte gemeinsam mit seinen Leuten hingehen wenn das Stück läuft!

Tags drauf macht ich mir English Breakfast, vor dem Stück war ich so richtig eingeregnet, da braucht ich was Deftiges um die aufziehende Erkältung abzuwenden.

Ein Tick zu viel!

Es war nicht das erste Mal, dass ich ein Programm von Ades Zabel und Company gesehen hatte, aber diesmal war es so richtig mies.

Ich wollte meinem dicksten heidelberger Freund L. etwas bieten, aber es ging voll daneben. Alles war ein Tick zu viel, zu albern, man konnte fast alle Pointen ahnen, es hatte etwas von einer Karnevalssitzung in einer südhessischen Kleinstadt: Geringes Niveau, aber das vermutlich mehrheitlich betrunkene Publikum lacht.

Mein Tipp: Spart Euch das Geld!

Es traten an: Berlinale v/s Theatersport!

Es gibt Massenauftriebe in Berlin, auf die kann ich getrost verzichten:

-Grüne Woche – da war ich noch nie!
-Funkausstellung – in den 90ern war ich mal da, Proletenberliner sammeln alles ein was es an den Ständen umsonst gibt!
-Fanmeilen – habe nicht einmal dran gedacht, hinzugehen!
-Hertha BSC – kotz, aber klar geh ich hin wenn sie gegen die Eintracht spielen um sie verlieren zu sehen!
-Venus Erotikmesse – pfui Teufel!*

-Berlinale -Die Filme die sich lohnen kommen eh irgendwann im Kino,** ja, ich spiele, obwohl ich überdurchschnittlich intelligent und gebildet bin, gerne mal den Kulturbanausen. Ich war aber 1997 schonmal mit meiner Kommilitonin S. auf der Berlinale, Fräulein Stillas Gespür für Schnee, toller Film! Nun wollte mich meine beste thüringerische Freundin J. erneut begeistern!

* naja, ok, ich habe eine Dekadendauerkarte, aber wegen der Berlinale-Kritik löse ich eh schon einen Shitstorm aus
**meine Mutter selig hätte gesagt „Die Filme die wo sich zu gugge lohne komme eh irgendwann im Fernsehen, da geb‘ ich doch ka‘ Geld aus!“

Aber von vorne:

Montag aber war ich, ebenfalls mit meiner besten thüringerischen Freundin J., beim Theatersport im BKA Theater. Unter dem BKA ist bekanntlich Curry36, da kann man sich bei der Kälte eine Currywurst holen und sie im benachbarten Vogt’s Bierexpress essen wenn man ein Bier dazu bestellt, ja, sowas gibt’s noch!

Theatersport ist eine Variante des Improvisationstheaters, zwei 2erTeams traten gegeneinander an, moderiert von Moderator Justin Case und musikalisch von Andy Tasten am Keyboard begleitet, ich glaube die Namen sind Künstlernamen. Wie auch immer, die Darsteller waren nicht unbegabt (wie so oft beim Improtheater), konnten spiele, singen und Tanzen – es waren zwei sehr unterhaltsame Stunden.

Gestern dan Berlinale: 

J. hatte einen Film aus dem Internationalen Forum ausgewählt. Tinselwood, ein französischer Dokumentarfilm, eine filmische Annäherung an den Südosten Kameruns, der Trailer ist garnicht mal schlecht. Schöne Naturbilder und Leute in ihrer Welt, nicht unsympathisch, aber es muss gesagt werden, der Film war stinklangweilig und die anschließende Diskussion mit französischen Regisseurin und dem Kameramann war Hurz, die ehemalige Kolonie Kamerun hat einen solchen Schnarchfilm nicht verdient!