Bau kein’ Scheiß mit Bier! (3)

CIMG5913Wahljahr 2013 – Wieder verdammt lustige Bierwerbung im Gentrificationbezirk, wie immer berichtet Tommy Berlin!
Leer stehnde Schleckerfilialen werden mit verdammt lustiger Bierwerbung tapetziert.
Schon komisch, als ob das Zeug jemand freiwillig trinkt, ok, wenn es im Sommer (Sommer? Do you remember?) heiß ist und das Sternburg kalt ist, ok, dann würd‘ ich mir zur Not, wenn es außer Becks und Sternburg kein anderes Bier gäbe, also unter diesen gewissen Umständen könnte ich mir vorstellen ein eiskaltes Sternburg zu trinken…

CIMG5905

CIMG5916

CIMG5909

CIMG5912

CIMG5907

Klarstellung:
Ich trinke die Brühe zwar nicht, aber sie beschert meinem Blog ordentlich Leser! Es gibt sogar einen Link zu meinem Blog im Wikipedia Eintrag von Sternburg.

Bildschirmfoto 2013-04-03 um 20.37.26

Weitere Sternburgbilder:
https://tommyberlin.wordpress.com/?s=sternburg

Advertisements

Goldene Stadt! Goldener Herbst!

Ja, so ab und an mal eine kleine Städtereise ist schon was Feines, diesmal ging’s nach Prag:
Das Bier ist gut und günstig, dass Essen ebenso, die Stadt ist schön anzuschauen und Bettler legen eine Demut an den Tag, die jedem Berliner Penner gut zu Gesicht stehen würde!

Die Goldene Stadt ist in gut vier Stunden mit dem Zug von Berlin erreichbar, ein Hotel fand ich 15 Gehminuten vom Bahnhof und von der Altstadt entfernt.
Einchecken, kurzes Mittagsschläfchen und dann lies ich mich einfach ein wenig durch dies Altstadt treiben, guckte mir dies an, trank mal hier ein Bier, guckte mir jenes an, trank immer mal wieder ein Bier und uß schließlich Entenkeule mit Klößen und Rotkohl, zum Nachtisch Prager Schinken vom Spieß! Danach war ich auch ziemlich satt von dieser Melange aus gutem Essen und Trinken!

 

An Tag zwei gönnte ich mir zunächst ein zweites Frühstück im altehrwürdigen Hotel Europa am Wenzelsplatz, Jugentstil at it’s Best! Das Hotelfrühstück, also das in meiner Absteige, war ganz ok, bis auf den Kaffee und zwei ältliche holländische Pärchen, die (nicht nur) mir auf die Ketten gingen, sie trampelten durch die Welt, in diesem Falle durch den Frühstücksraum, als gehört alles ihnen, drehten jedes Brötchen und jede Käsescheibe um. Applaus von den anderen Hotelgästen wär mir sicher gewesen, hätte ich der niederländischen Leitglucke eins auf die Fresse gehauen. Hab ich aber nicht, leider!

Nach einer Moldaubootsfahrt löste sich der Hochnebel auf und es wurde ein milder sonniger Herbstnachmittag. Über die Karlsbrücke schlenderte ich auf die andere Seite der Stadt und ging hoch zur Burg. Herrliche Aussichten!

Den Sonnenuntergang erlebte ich auf einer schönen Bierterrasse neben der Karlsbrücke.

Tag drei war nur ein halber! Beim Frühstück sagte ich den penetranten Käsköppen diesmal die Meinung, zumindest in Gedanken. Dann war Einkaufen angesagt, ich gab mehr Geld als geplant aus und das ist auch gut so!

Nach einer finalen mittäglichen Einkehr im legendären U Fleků mit Schwarzbier und Gulasch ging’s dann gen Heimat.

Der Prager Hauptbahnhof verströmt übrigens noch immer eine gewisse sozialitische Kälte.
Pfingsten 2003 war ich das letzte mal in Prag, im Vergleich zu damals sind deutlich mehr Touristen in der Stadt, fast schon zu viele, in der Altstadt isses wie im Disney-Land, aber angeblich wurden gestern auch Tschechen gesichtet. Aber ich mecker  nicht, war je selbst Teil des Problems.

Elbaufwärts: 5 Tage – 520 Kilometer!

Die Elbe, einer der drei großen Flüsse Deutschlands, der einzige Fluss Mitteleuropas mit einer noch intakten Auenlandschaft.
Eine Tour durch urste Landschaften und bedeutende Orte der deutschen Geschichte.

Mit dem Zug erreichte ich Wittenberge im Nordwesten Brandenburgs. Ich fuhr rechtselbig flussaufwärts vorbei an der Havelmündung bis Havelberg. Dann nahm ich eine Fähre und fuhr ab Werben, einer verträumten Hansestadt, weiter linkselbig bis Tangermünde.
Über die dortige Elbbrücke erreichte ich nach knappen 100 Kilometern mein Nachtquartier in Jerichow.

An Tag zwei fuhr ich rechtselbig weiter bis zum Fährort Ferchland, dann linkselbig bis Rogätz, wieder rechtselbig vorbei am Wasserstrassenkreuz Magdeburg bei Hohenwarte, hier verbindet eine Schiffsbrücke über die Elbe Mittelland- und Elbe-Havel-Kanal.
Ab Magdeburg fuhr ich linkselbig weiter nach Barby and der Saalmündung und suchte mir nach 110 Kilometern eine Übernachtungsmöglichkeit.

Tag drei überquerte ich früh die Elbe über eine alte Eisenbahnbrücke bei Barby und hielt mich rechtselbig bis zur Fähre Steutz-Aken.

Dann ging es weiter bis Dessau.

Hier schaute ich mir mal schnell die Meisterhaussiedlung des Bauhaus an und fuhr immer noch linkselbig weiter durch das Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Unterwegs sah wunderschöne Elbauen, Biber und allerlei anderes Getier, immer noch auf der linken Elbseite ging es weiter über Wörlitz bis Lutherstadt Wittenberg.
Ein armseliges Städtchen dieses Wittenberg rechts der Elbe, ernährt sich nur vom Andenken an den Antisemiten Luther:

Luthers Haus, Luthers Eiche, Luthers Kegelbahn, Luther und Wegner.
Über Elster erreichte ich mein Drittes Nachtquartier in Klöden – weitere gute 100 Kilometer geschafft!

Bei Prettin wechselte ich wieder ins Linkselbige und fand den Weg nach Torgau, hier trafen sich 1945 die Befreier der Roten Armee und die der US-Truppen.
Später wurden die befreiten Teile Sachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts von den Westalliierten gegen Westberlin eingetauscht, aber das ist eine andere Geschichte…

Ich war nun in Sachsen, die Flussauenlandaschaft wich der Weinbaugegend um Meißen.

Ab der Meißenknödelstadt ging es rechtselbig weiter bis Radebeul vor den Toren Dresdens, hier endete die Sonntagstour nach 140 Kilometern.

Am letzten Tourentag fuhr ich weiter rechtsbelig durch Dresden, wechselte über die berühmnte Stahlbrücke, das Blaue Wunder, die Elbseite und fuhr weiter vorbei an Schloss Pillnitz Richtung Elbsandsteingebirge.

Über Wehlen, Rathen und Kögstein erreicht ich Bad Schandau und führ noch ein Stück in die Tschechiche Republik nach Hrensko, dort trank ich ein paar Belohnungsbier und aß ein böhmisches Knödelgericht.

Per Zug ging’s dann zurück über Dresden und Cottbus zurück nach Berlin,

Schwanenkönig!

Boah, eine Woche Besuch von Braumeister L. aus Heidelberg und tageweise auch Limomischer T. aus Darmstadt, ich war mehr unterwegs als zu Hause – die beiden süddeutschen Knaben hielten mich auf Trab:

Public Viewing beim Untergang der Nationalmannschaft, VLB-Sommerfest, Theater in russischer Begleitung, Bergmannstrassenfest, unzählige Biergärten und Restaurants – alles bei meist schwül-heißem Wetter – und nebenbei noch arbeiten gehen, bezahlt werden muss der Spass ja auch noch.

Nun:

Alle weg, die Wohnung sieht aus wie ein verlassenes Heerlager, Waschmaschine läuft, Pfandflaschen müssen weg, Vorräte müssen erneuert werden, dann mal ein wenig Reine machen.

Langes Wochenende, bin müde aber wach, ein wenig träge, melancholisch…

… aber guter Dinge!

Es neigte ein Schwanenkönig
seinen Hals auf das Wasser hinab.
Sein Gefieder war weiß wie am ersten Tag,
rein wie Sirenenton.
Und im Glitzern der Morgensonne
sieht er in den Spiegel der Wellen hinein,
und mit brechenden Augen weiß er:
Das wird sein Abschied sein.

Bau kein’ Scheiß mit Bier! (2)

Ich würde es nie trinken, nein, naja vielleicht wenn es kalt wäre und es nichts anderes gäbe…


Sternburg Bier, igitt, das Zeugs das die bettelnden Punks auf der Schönhauser und mein rothaariger Freund „der andere“ trinken.

Allerdings ist mein Blog seit ich Anfang September mal über die Sternburg Werbung geschrieben habe eine virtuelle Pilgerstätte für Sternburg-Fans, der Beitrag wurde schon 278 mal angeklickt, ich bin sogar bei Wikipedia als Quelle angegeben.
Also steh ich jetzt in der Pflicht auf die aktuelle Kampagne der Billigplörrenbrauerei hinzuweisen!
(So leid mir das auch für die anderen Leser tut!)

 

Weitere Sternburgbilder:
https://tommyberlin.wordpress.com/?s=sternburg

Schlechtwettertour!

Was lange geplant ist , muss auch durchgeführt werden:
Und am vergangenen Wochenende war halt die jährliche Tour mit meinem Kumpel P. geplant, vier Tage wollten wir durch die Mecklenburgische Seenplatte radeln, mit drei Übernachtungen im Zelt.

Auch als sich die Wetterverhersagen für das Wochenende verschlechterten hielten vier an der Planung fest:
Zwei Männer, zwei Fahrräder, zwei Zelte!

Los ging es Samstag früh mit dem Zug nach Gransee, als wir ausstiegen ließ der strömende Regen nach. Wir fuhren ein Stück gen Osten und folgten dann dem Radweg Berlin-Kopenhagen über Fürstenberg nach Wesenberg. Von dort bewegten wir uns westlich nach Mirow, machten eine Einkehr und schauten den letzten Spieltag der Fußball Bundesliga.
Mit einigen Weizenbier gestärkt fuhren wir Richtung Nordosten zu unserem ersten Zielort Kakeldütt, genauer gesagt der Campingplatz Hexenwäldchen, ein wunderbarer Platz, ich war Pfingsten 2009 schon mal mit dem Kajak dort. Diesmal war es leer, nur der Nils vom Platz und ein paar wackere Dauercamper waren dort. Wir bauten auf, schon beim Packen Samstag früh vermisste ich meinen guten Schlafsack, noch verliehen, aber an wen? Zu spät, ich nahm den leichten Sommerschlafsack. Beim Aufpumpen verabschiedete sich auch noch eine von sechs Luftkammern meiner Pneumatratze, eine unbequeme kühle Nacht kündigte sich an.
Aber zuerst kehrten wir ein, in der Räucherkate speiste ich besten Binnenfisch, geräuchert natürlich, das Bier war auch gut… und das Wetter bis dahin auch, ich saß abends noch lange am See ehe ich mich in’s Zelt verkroch, herrlich.
Dann regnete es, die ganze Nacht, nicht stark, aber kontinuierlich und ergiebig. Meine Campingausrüstung war nicht angemessen und litt, wie bereits im Falle der Luftmatratze erwähnt, unter Materialermüdung, durch den Zeltboden drang Feuchtigkeit ein, es wurde nass und kalt in meinem zu dünnen Schlafsack, P.’s schnarchen war trotz des Regens zu hören, ich überlegte kurz ob ich ihn umbringen soll, aber ich wollte nicht raus beim Regen.
Zum Glück hörte der Regen Sonntagmorgen auf, der Nils vom Platz spendierte Kaffee während das Material trocknete und wir brachen auf. Westlich ging’s nach Boek, von dort weiter am Ostufer des Müritzsees bis Waren. P. fand waren toll, ich fand es zu disneylandmäßig, hab’s lieber ein wenig mehr ostig. Wir sind zwei Stunden in Waren gewesen, oder heisst es wir waren in Waren, klingt beides blöd. Das Wetter war bis dahin kühl aber ok!
Wir fuhren weiter nördlich des Kölpinsees zum Fleesensee und schlugen auf dem Campingplatz in Silz unsere Zelte auf, speisten in der Campingplatz Gaststätte, draussen war es inzwischen saukalt, aber es regnete nicht und sah auch nicht danach aus. Über Silz möchte ich nicht weiter sprechen, wer die Wahl hat sollte dort nicht zelten.
Dann regnete es doch die ganze Nacht und am Vormittag weiter, beim Nassabbau verabschiedete sich meine Luftmatratze, die mir fünf Jahre treu gedient hatte, endgültig.
Aufgrund des Dauerregens und er Kälte entschieden wir uns, die Tour statt wie geplant Dienstag Nachmittag schon am Montag abend Enden zu lassen. Über Malchow, ein schönes Seeörtchen mit noch ein wenig DDR-Charme, fuhren wir weite zum Ostufer des Player Sees, dann stachen wir durch bis Wittstock an der Dose, dann mit dem Zug zurück in die Hauptstadt!


Nach einem heißen Bad ging es mir wieder besser, erkältet hab ich mich offensichtlich nicht. Knappe 200 Kilometer geradelt, die Tour wird nicht komplett als Reinfall gebucht.

Gleich kommt J., es gibt Spargel…

Gran Canaria 3: Autarkie!

Die Humankontamination auf Gran Canaria war hoch!

So machte ich das Beste draus. in weiser Voraussicht hatte ich sowieso schon ein Appartement gebucht, ganz nackig, ohne All Inclusive, Voll-, Halb- oder Viertelpension – GANZ MEINS!

Ich war unabhängig!
Klar ging ich oft Essen und nahm jeden Abend in der Teraza San Agustin direkt am Strand 200m von meinem Habitat entfernt diverse Frischgezapfte zum Sonnenuntergang. In den letzten Tagen musste ich die Biere nicht mehr bestellen, wurde automatisch bedient.
Aber ich war auch ganz zufrieden mal an einen Abend so auf der Terrasse meines Appartements, die Küchenausstattung war ok, ich bin des Kochens mächtig,der Kühlschrank kühlte. Party mit mir selbst!

 

Und ich wusch selbst, Super-80er-Retro-Erlebnis:

Noch ist der Schmutz in der Wäsche … jetzt ist der Schmutz in der Lauge!