Wochenfazit: Geht so (Däne am Montag), Supergut (Engländer am Mittwoch) doch ein Schwaben-Crowdfund-Pleitegeier versaut mir das WE!

Es ging blutig los am Montag: Ich hatte Freikarten für den Thriller Erbarmen von Jussi Adler-Olsen, genauer gesagt für die bühnische Inszenierung im Berliner Kriminaltheater.  Ich beging den Fehler, mir vorher noch beim hastigen zubereiten meines Abendbrots die Fingerkuppe des linken Zeigefingers abzuschneiden, ich fand das Stückchen nicht mehr und uß es wohl mit, Auto-Kanibalismus ist ein Trend!
Mein ältester Berliner Freund M. begleitete mich, er hatte auch das Buch gelesen, meinte es war spannend, spannender als das Stück, ich wusste auch schon zur Pause wer der Bösewicht ist. Aber ok, so ein Thriller der die Spannung im Buch über hunderte Seiten aufbaut, ist nicht leicht auf der Bühne umzusetzen, das Bühnenbild war ganz gut, die Schauspieler auch, aber spannend war es nicht, es hat nicht gethrillert. Werde mir bei Gelegenheit auch mal den Film anschauen.

Mittwoch wurde es besser, im Auster-Club spielten Flight Brigade, die Briten erinnern ein wenig an Arcade Fire und Keane mit einem Hauch Radiohead. Meine beste thüringerische Freundin J. und ich waren begeistert, aus denen könnte echt mal was werden, obwohl es Hipster sind. Auch die Vorband REWS war gut, die Mädels hätten mir auch ohne Musik gefallen.

Heute wollte ich meinen dicksten Heidelberger Freund L. und Freund Freund besuchen, in einer schwachen Stunde buchte ich die fahrt mir dem SchwabenStartUp Locomore, aber der vegane Gutmenschenshuttle zwischen Neu-Schwabendland und Stuttgart hat nicht mal ein halbes Jahr durchgehalten und machte ausgerechnet heute pleite.

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Was fang ich jetzt an?

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Im Zeichen des Tigers! (Schaf war einmal!)

Gestern Abend kultureller Fassanstich 2015:

DSCN5878Berliner Kriminaltheater, „Die Mausefalle“ von Agatha Christie, ein Krimiklassiker, mit über 1200 Aufführungen seit 2001 das erfolgreichste Stück des im Jahr 2000 gegründeten Hauses – also nix wie hin, meine beste niederschönhausener Freundin I. im Schlepptau.
Wir hatten nicht die besten Plätze, naja, eigentlich hatten wir die schlechtesten Plätze, hinter- und nicht nebeneinander, in der letzten und vorletzten Reihe ganz hinten in der Ecke.
Aber eine tolle Aufführung, zwar nicht so superschnell wie ein Krimi im Fernsehen heutzutage, eher derrickmäßig, aber spannend und I. hätte mit eigentlich den Nacken massieren können wenn sie schon hinter mir saß, das müssen wir noch üben.

DSCN5877Seit gestern radle ich im Zeichen des Tigers, nach Schildkrötenkrodil und Schaf ist es das dritte Quietschytier an meinem Lenker, ich werde sicher irgendwann als Erfinder des chinesischen Fahrradhoroskops gewürdigt (oder auch nicht).

DSCN5875CIMG4851Das rosa Schaf trotzte Wind und Wetter knappe zwei Jahre, nun war es am Ende und wie auch schon Schildkrötenkrokodil und Schaf schenkte mir meine beste thüringerische Freundin J. Hupkreiszeichen Nummer 3.

Vom Tiger verspreche ich mir eine Unterstreichung meines männlichen Images, das Schaf betonte meine femininen Aspekten im Nachhinein ein wenig zu deutlich, meine beste Schweriner Freundin M. sagte immer „Ach Tommy, Du und Deine schwule Hupe!“

Sicher werden die eine oder andere meiner besten Freundinnen auch den Tiger belächeln, aber ein Hubkreiszeichen hat zwei entscheidende Vorteile die ich nicht mehr missen möchte:

  • Die Fahrradklingel, auch meine superpenetrante chinesische Rotationsklingel (im Bild links hinten neben dem Tiger), ist oft ein stumpfes Schwert, das auf den auf dem Radweg (oder sonstewo im Weg) laufenden Pedestrian kaum noch eine Wirkung hat – beim Quietschen hingegen springt selbst der stumpfeste Flaneur aus dem Weg, und freut sich hinterher sogar noch, dass er weggescheucht wurde. Gegenüber Autos und anderen Verloisten bevorzuge ich weiter Glockenklang.
  • In der Nacht sind alle Fahrräder grau, die meisten sogar am Tag. Ein Hubkreiszeichen macht des Rad leichter auffindbar, insbesondere auf großen Stellflächen.

Ein kleines feines Konzert!

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Dok 10. Okt. 2014 08-07DSCN5664Wir waren zu dritt im C-Klub, mein bester oranienburger Freund O., meine beste niederschönhausener Freundin I. und ich, der sympatische, kulturell bewanderte Neu-Rummelsburger.

Die britische Singer/Songwriterin Gemma Ray gab sich die Ehre, Heimspiel, die attraktive dunkelhaarige Performerin lebt in Berlin. Ihre Musik, schwer zu beschreiben, melodramatische Inszenierungen, optisch wie musikalisch an die 50er und 60er erinnernd, sexy Stimme! Perfekt inszeniert auf der Bühne, Messer an der Gitarre. Ich hatte sie letztes Jahr schon beim Greenville Festival gesehen, gestern fand ich sie überzeugender.

IMG_1099IMG_1098Im Theater war ich auch noch, Berliner Kriminaltheater, eigentlich eine gute Adresse. Diesmal eine einschläfernde Krimilesung, ich verlies ich wie die meisten anderen Gäste die Spielstätte in der Pause, schlafen konnte ich auch zu Hause.

Der Richter und ich!

IMG_0450Er ist ein Anarchist, ein bürgerlicher Anarchist zwar, aber ein Anarchist!:

Richter a.D. Rüdiger Warnstädt, einst tätig als Strafrichter beim Amtsgericht Tiergarten im Berliner Kriminalgericht Moabit, ein Star der Berliner Justiz, der jetzt als Pensionär seine Erinnerungen und Gedanken in Büchern und Lesungen kund tut.

2012_095Obwohl, als Lesung kann man es nicht bezeichnen was der greise Jurist meiner reizend-charmanten Begleitung U., mir und dem Rest des Publikums im Berliner Kriminaltheater bot.
Nö, er erzählte, kam vom einem zum anderen, erzählte von diesem und jener, las das eine oder andere seiner Urteile vor, zog über seine Juristenkollegen her, gab sein materialistisch-pragmatisches Weltbild zum Besten und geht bei ROT über die Ampel wenn kein Auto  kommt.

Unterhaltung vom Feinsten, empfehlenswert!

Maximilian Korbes!

Der Schriftsteller für Kriminalromane und Nobelpreisträger Maximilian Korbes erhält Besuch von Herrn Fürchtegott Hofer… so beginnt Abendstunde im Spätherbst von Friedrich Dürrenmatt, eigentlich ein Hörspiel, doch im Berliner Kriminal Theater als Kammerspiel inszeniert. J. hatte mich eingeladen, ein schönes Theater, hat einen guten Ruf und ist die einzige Bühne in Berlin, die noch in Schwarz-Weiß spielt.

Das Stück war fantastisch, gute Schauspieler, netter Inhalt.
Die kleine Spielstätte in Friedrichshain ist schwer zu empfehlen.