Reisebericht Neuseeland: Banks Peninsula!

Der Hauptplan besagte zwar, die Südinsel von Christchurch aus im Uhrzeigersinn zu umrunden, doch zunächst ging es von Rakaia Huts nochmal Richtung Norden auf die Banks Peninsula, die buchtenreiche Halbinsel östlich von Christchurch.

Auch die vulkanische Landzunge wollten wir im Uhrzeigersinn umrunden, querten den peniunsulischen Schwulst von Taitabu nach Diamond Harbour, von dort wollten wir weiter über Port Levi und Pigeon Bay nach Okains Bay, unsere Reiseführer und auch das Navi meinten das ginge…

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Doch hinter Port Levi wurde die Strasse plötzlich zur Schotterpiste und ein Schild wies ums darauf hin, dass die Piste für unsere Art von Fahrzeug nicht geeignet sei. Also zurück und die Variante über Little River, offiziell eine Straße, die dann irgendwann zu einer Narrow Road wurde, wieder mit einem Schild…
Wir entschieden uns trotzdem zu fahren, es wurden dann 15 Kilometer auf einem schmalen Wald- und Feldweg über einen Gebirgskamm, Durchschnittsgeschwindigkeit 12 km/h, das eine Mal, als uns einer entgegen kam, den wir, den Abgrund links neben uns, mit eingeklapptem Spiegel gerade so an uns vorbei bekamen, war es sogar so etwas wie ein Abenteuer.
Aber schließlich kamen wir in Okains Bay an, ein schöner, in der Nebensaison einsamer Campingplatz, direkt am Meer.

Wir entschieden uns zwei Nächte zu bleiben, den verregneten Dienstag verbrachten wir im örtlichen Maori- und Heimatmuseum, eine liebevolle Zusammenstellung, besonders die Waka (War Cannes) fand ich interessant, die könnten bei jedem Drachenbootrennen optisch und sportlich mithalten.

Abends gab es noch ein wenig Sonne und wir planten bei einem Kaltgetränk vorm Camper die kommenden Etappen.
Am Mittwoch verließen wir Okains Bay, fuhren die Touristenstrasse über die Südspitze der Banks nach Akaroa. Dem Ort wird französisches Flair zugeschrieben, naja, war ganz nett, aber überfüllt mit Kreuzfahrt-Touristen… und Tschüss!

Reisebericht Neuseeland: Die ersten Tage!

Das schlauchte ganz schön, nach dem letzten Arbeitstag nach Weimar, von dort tags drauf mit meiner besten weimarer Freundin und Reisebegleiterin M. weiter nach Frankfurt. Dann elf Stunden von Frankfurt nach Bangkog, dort fünf Stunden Pause, dann 11 Stunden weiter nach Auckland und nach der gründlichen Einreisekontrolle der Neuseeländer weiter nach Christchurch.
In 30 Stunden (ab Frankfurt gerechnet) 18000 Kilometer, 12 Stunden der Zeit voraus. Entsprechend erschöpft waren wir, aber sofort schlafen war nicht, wir musste ja in den neuen Rhytmus reinkommen… So bummelten wir durch die Stadt die vor dem Erdbeben sicher besser aussah.


Aber es ging uns nicht um die sicherlich schönen Städte Neuseelands, uns ging es um Natur.
An Tag zwei übernahmen wir den unseren Campervan, war viel los an der Fahzeugausgabe, jeder Mieter bekam eine „Wie funktioniert was im Campervan und was muss ich beim Linksverkehr beachten“ Einweisung.

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IMG_20170305_180211877.jpgDer Wagen war nicht mehr der allerneueste, wir machten ihn fit und strichen ihn neu grün an, dann hatte er alles, was wir in den kommenden Wochen brauchten: Kühlschrank, Küche, Platz zum Schlafen etc.
Wir übten in einem Industriegebiet Linksverkehr, anschließend proviantierten wir uns fuhren los nach Rakaia Huts 50 Kilometer südlich von Christchurch, ein verschlafener Campingplatz, ein paar Hundert Meter vom Südpazifik entfernt, das Meer zu rauh zum Baden, das Wetter nicht ganz geeignet, aber es wäre gegangen.