Portugal 3: Coimbra!

Und so verließ ich Peniche und das Meer. Mit dem Bus fuhr ich nach Coimbra, online buchte ich die Tickets beim ehemaligen staatlichen Busunternehmen, der Checkout mit PayPal funktionierte unter Android immer noch nicht (will call Dan), aber der Bus fuhr und ich kam an.

In Coimbra ließ ich mich treiben, hatte kein besonderes Programm, aber auch das Rumlaufen in der Altstadt hatte was:

Die 1290 gegründete altehrwürdige Universität der Stadt und der Rio Mondego, vom Uhrturm der Uni hat man eine tollen Blick über die Stadt und den Fluss:

Das örtliche Studentenpack nervte mich allerdings, Initialisierungsrituale für die neuen Studenten, nicht nur in Coimbra selbst, auch ein Ausflug nach Peniche machte die Bildungsbrut mit ihren Neulingen anscheinend, dort hatten mir besoffene künftige Akademiker schon mit lautem Gegröle und Straßenpetting direkt vor meinem Hotel einiges an Schlaf geraubt, sei es ihnen gegönnt, aber in Coimbra war mein Zimmer zum Glück nach hinten.

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Portugal 2: Peniche & Ilha da Berlenga

Und so verließ ich Boca di Baço und meine Freunde. Mit dem Bus fuhr ich nach Peniche, sogar online konnte man die Tickets beim ehemaligen staatlichen Busunternehmen buchen, der Checkout mit PayPal funktionierte allerdings unter Android nicht (will call Dan), aber der Bus fuhr und ich kam an.

Peniche ist einer meiner Lieblingsorte in Portugal und vielleicht auch auf der ganzen Welt, ich war schon zweimal zuvor für ein paar Tage dort.

Das Städtchen liegt auf einem Felsen und ist fast rundum von felsiger Brandung umgeben, besonders Cabo Carvoeiro ist ein Hingeher und Hingugger!

Und so lief ich den ersten Nachmittag und Abend nur an der Steilküste lang und guggte mich satt:

Am nächsten Tag besucht ich die Ilha da Berlenga, ein Eiland gut 15 Kilometer westlich von Peniche, die älteren unter meinen Lesern werden sie noch unter ihrem römischen Namen Claudius Ptolemäus Londobris kennen. Die Hin- und Rückfahrten sind wunderschön, auf der Insel läuft man rum, schaut sich Landschaft, Moose, Flechten und Vögel an, trinkt im Fort São João Baptista ein Bier und so weiter:

Abends fing ich mir einige Fische und ließ mir in einem Restaurant eine Fischsuppe Karl Deirada Art (Caldeirada de Peixe) machen:

Und so gingen die beiden Peniche Tage vorüber, aber vor meiner Abreise besuchte ich noch das Fortaleza de Peniche und das darin befindliche Revolutions- und Heimatmuseum:

Portugal 1: Boca di Baço!

Was gibt es Schöneres als nochmal in den Süden zu fahren wenn es in Deutschland schon herbsted.
Portugal bietet sich da an, war zuvor schon fünf mal dort, Madeira und die Azoren allerdings mitgezählt.

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Meine beste schwäbische Freundin L. verbringt mit ihrem Knaben T., inzwischen fast ein Jährling, dort den Sommer bei ihrem Manne und des Knaben Vater, meinem besten galizischen Freund F., in Boca di Baço, einem westlichen Vorort von Lissabon, auf vielen Karten fälschlicherweise als Paço de Arcos verzeichnet, direkt am Meer, ganz schön.

Ich mietete mich für eine Woche im benachbarten Parede via Airbnb ein, es wurde eine schöne Woche, wir unternahmen einiges:

Bisher kannte ich die Umgegend Lissabons noch gar nicht, klapperte bei meinen Reisen die Hotspots in Lissabon Zentrum ab. So statteten wir Estoril und Cascais einen Besuch ab, besichtigen den Boca do Inferno und fuhren die Küste westlich von Cascais um die Ecke rum bis Praia Grande do Guincho und dann weiter bis Arneiro zum Lunch.

Auch besuchten wir das Castelo dos Mouros in Sintra. Erstaunlich was der neugierige Knirps T. schon so alles an Unternehmungen mit macht.

Schließlich zog es uns in das Mittelalterstädtchen Obidos, kannte ich schon von meine Portugal Reisen 1992 und 1996, ist aber immer wieder schön an zu sehen.


Den Samstag war ich alleine unterwegs, lieh mir in Cascais ein Rad, fuhr wie zuvor die Küste bis Praia Grande do Guincho ab, bewanderte die Wanderdüne Duna Da Cresmina und blieb bis zur Dunkelheit in Cascais…

…dort war Lumina Festival da Luz, die Stadt war kunstvoll ausgeleuchtet, toll gemacht aber für meine Geschmack zu viele Menschen.


Ehe ich den Raum Lissabon und meine Freunde verließ, besuchten wir noch einen Sonntagsmarkt in Lissabon, den Park der Nationen auf dem ehemaligen EXPO-Gelände und einiges mehr…


Natürlich schauten wir uns als Briefwähler auch die Wahlergebnisse im TV, naja, was soll man da sagen…

Lower Level Hipster Gejammer!

Das Badenhaus auf dem RAW-Gelände ist eine schöne Location, riecht aber, obwohl oberirdisch, ein wenig nach Keller.

Lino Modica war der Künstler wo auftrat, meine beste thüringerische Freundin J. und ich gingen nach drei Liedern…

Es sollte danach noch ein Künstler auftreten, der kann nichts dafür, war sicher gut!

Waghubinger!

Ich muss zugeben, dass ich Stefan Waghubinger vorher nicht kannte, nicht so bewusst meine ich, also nicht so, mehr so als so halt. Trotzdem ging ich mit S. von der Bahn hin ins BKA Theater. Stefan Waghubinger, mein Jahrgang, österreichischer Kabarettist, Cartoonist und Autor.

Außergewöhnlich Belastungen, ein Programm das aus Abschweifungen besteht, tiefgründig, witzig, österreichisch behäbig, zum Nachdenken anregend, empfehlenswert:

 

 

Nicht meine Musik, aber meine Zeit!

Kino kommt in meinem kulturellen Leben derzeit entsetzlich zu kurz! Um so froher war ich, dass sich meine beste thüringerische Freundin J. diese Woche um Film und Spielstätte kümmerte, ich musste nur mit, ins Central, dem Kleinod-Kino am Hackeschen Markt.

Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt, die Verfilmung eines der Sven Regener Romane, spielt in den frühen Neunzigern in der berliner Techno Szene. Techno war nie so meins, aber ich war schon bei den ersten Love Parades dabei und im Bunker, im Tresor und im E-Werk war ich auch dann und wann. Gelegentlich verteidige ich Techno auch mal als Kulturgut, so z.B. neulich als meine beste schwäbische Freundin L. auch Scooter (sie ist großer Fan) zu Techno zählte, geht ja wohl gar nicht.

Egal, die Geschichten die der Film erzählt kamen mir bekannt vor, wir haben viel gelacht, ein sehenswürdiger und kurzweiliger Film. Charly Hübner spielt den Karl Schmidt perfekt, Detlev Buck brilliert als skurriler Techno Altstar Ferdi, ingesamt ist der Film passend besetzt ohne jetzt ins kleinste Detail gehen zu wollen.

Operales Traumpaar in der Waldbühne!

Was für eine Aufgebot in der Berliner Waldbühne:

Die weltbekannte russische Sopranistin Anna Jurjewna Netrebko und ihr Gatte, der asebaidschanische Tenor, Yusuf Eyvazov – das Traumpaar der Oper gab sich die Ehre! Michelangelo Mazza dirigierte das Orchester der Staatsoper Ungarns, der Bariton Noel Bouley unterstütze gesanglich, ebenso der Neue Kammerchor Potsdam.

Zunächst war ich mir unsicher ob ich meinen dicksten heidelberger Freund L., der gerade zu Besuch ist, mitnehmen soll, hat er doch von Musik kaum eine Ahnung, schon gar nicht von Oper. Ich checkte also gründlich ab ob es tatsächlich etwas für ihn ist und entschied mit Daumen hoch.

Die Wettervorhersage war nicht die allerbeste, aber wir hatten Glück, während des Konzerts regnete es fast überall in Berlin, nur nicht in der Waldbühne.

Musikalisch war es ein Feuerwerk, Stücken aus Aida, Carmen, Nabucco, Macbeth und vielen mehr, ich bin da nicht so super sicher mit der Zuordnung 😉