Fil, Crackhuren, aber ohne Stereo Total!

Viel los in der Stadt an diesem Wochenende, ich begann das Wochenende mit Eggs Benedict, habe dieses deftige und doch feine Frühstück in Neuseeland zu schätzen gelernt, aber man darf nicht zuviel davon naschen sonst werden die Bene dick!
Apropos dick – der Dicke ist tot, was soll’s, er hat sein Leben gelebt. Mit Kohl verbinde ich immer eine Wahlveranstaltung der CDU irgendwann Ende der 1980er. Ich war damals in der Sozialistischen Landjugend und kam mit drei Kampfgenossen trotz Einlasskontrollen in das Bürgerhaus von Wasweißichwo rein. Wir warteten lange auf den Kanzler und ich kam mit einer ganz ansehnlichen Grazie von der Jungen Union ins Gespräch, verliebte mich sogar in CDU-Antje und sie sich in mich, so verliebt wie man nur sein kann, wenn man drei Stunden gemeinsam auf Helmut Kohl wartet. Tja… dann kam Kohl und Antje hatte Tränen in den Augen als sie mich mit der Trillerpfeife in Aktion entdeckte, sie sah mich von den Saalordnern rausgetragen werden und nie wieder.
Jetzt ist Kohl in der Hölle und Antje sicher Bürgermeisterin in einer hessischen Kleinstadt, also auch in der Hölle. Es ist bald Wahl, ich bin auf der Suche nach dem kleinsten wählbaren Übel, bis vorgestern hatte ich noch die Grünen auf der Liste, aber ich habe Cem Özdemir noch nie so leidenschaftlich gesehen wie auf dem gerade stattfindenden Grünenparteitag als er den Verdiensten Kohls huldigte.

Also Grün wählen? Nö!

Zum Fest der Linken wollte ich aber schon vor Özedemirs Rede, nicht wegen der Partei, sondern wegen des Kulturprogramms und das war gut. Zuerst sahen meine beste thüringerische Freundin J. und ich Fil, der Ur-Berliner war genial wie immer und ausnahmsweise in Weiberklamotten. Im Anschluss dann die Toten Crackhuren im Kofferraum, passte gut, habe beide Acts schon öfter live gesehen, verzichte hier mal auf detaillierter Beschreibungen, man muss Fit und die Crackhuren live sehen.

Der Hauptakt Stereo Total fiel leider aus, dafür traten der hamburger Knarf Rellöm und die frühere Lassie Singerin Christiane Rösinger auf, letztere deutlich bessere als ersterer.
Zum Abschluss gönnten J. und ich uns noch Mexikaner gegen Trup, ein schöner Tag!

 

Urban Body Equipment: The sharp shaper!

Seit Neuseeland bin ich Bartträger! Um zu vermeiden, da sonst permanent das SEK meine Wohnung stürmt, muss der Bart gepflegt werden, sonst sehe ich aus wie ein Gefährder. Bisher hatte ich improvisiert, aber heute kam endlich das heiß ersehnte Tool, das ich vor vier Wochen über eBay für 1,99€ in einer Gadget-Klitsche in China bestellt hatte, an:

Ein elegantes Gerät von schlichtem aber edlem Design, formschön und funktional funktionell, es kämmt das Gekräuse und dient als Schablone zum ausrasieren der Bartränder, perfekt:

Der alte Kamm-Butter Witz, habe (nicht) lange überlegt, nein, doch, aber ja, muss sein:

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Klavierkabarett und in Reispapier gebackene Bananen nordost-usbekischer Art zum Frühstück!

Wenn ich Freikarten in Anspruch nehme gehe ich nach dem „nicht nur machen weil es umsonst ist“-Prinzip vor, ich informiere mich „in advance“ was mich so erwarten würde, im Internet-Zeitalter kein allzu großes Problem ist. So auch diese Woche als ich Tickets für die ufaFabrik ergatterte, der Künstler mutete in YouTube weniger maßen an.
Aber es begab sich, dass der ursprüngliche Künstler scheints seinen Flug verpasste und seine Pianistin Corinna Fuhrmann sich in ihre Klavierkabarett-Identität Lucy van Kuhl verwandelte.

Und so wart es für meinen ältesten Berliner Freund M. und mich eine Reise ins Unbekannte. Aber BINGO! Ein ungewohntes Genre, beim Lied „Herr Schmitz“ war ich gar ein wenig gerührt und es schüttelte mich.

Es mundete, genau wie mein heutiges Frühstück…

Schwedisches Gedudel und English breakfast!

Schweden Folk-Pop! Im Privat Club war’s, mit meiner besten thüringerischen Freundin J.

Smith & Thell: Hörbar, ansehnlich, leicht, teilweise seicht, live besser als Studio, gute Laune Musik während draußen ein Gewitter über Berlin zog.

Heute ist Herrentag, die üblichen Verdächtigen mit denen ich sonst eine Sauftour mache sind im Urlaub, erstmal ein deftiges Frühstück!

Wochenfazit: Geht so (Däne am Montag), Supergut (Engländer am Mittwoch) doch ein Schwaben-Crowdfund-Pleitegeier versaut mir das WE!

Es ging blutig los am Montag: Ich hatte Freikarten für den Thriller Erbarmen von Jussi Adler-Olsen, genauer gesagt für die bühnische Inszenierung im Berliner Kriminaltheater.  Ich beging den Fehler, mir vorher noch beim hastigen zubereiten meines Abendbrots die Fingerkuppe des linken Zeigefingers abzuschneiden, ich fand das Stückchen nicht mehr und uß es wohl mit, Auto-Kanibalismus ist ein Trend!
Mein ältester Berliner Freund M. begleitete mich, er hatte auch das Buch gelesen, meinte es war spannend, spannender als das Stück, ich wusste auch schon zur Pause wer der Bösewicht ist. Aber ok, so ein Thriller der die Spannung im Buch über hunderte Seiten aufbaut, ist nicht leicht auf der Bühne umzusetzen, das Bühnenbild war ganz gut, die Schauspieler auch, aber spannend war es nicht, es hat nicht gethrillert. Werde mir bei Gelegenheit auch mal den Film anschauen.

Mittwoch wurde es besser, im Auster-Club spielten Flight Brigade, die Briten erinnern ein wenig an Arcade Fire und Keane mit einem Hauch Radiohead. Meine beste thüringerische Freundin J. und ich waren begeistert, aus denen könnte echt mal was werden, obwohl es Hipster sind. Auch die Vorband REWS war gut, die Mädels hätten mir auch ohne Musik gefallen.

Heute wollte ich meinen dicksten Heidelberger Freund L. und Freund Freund besuchen, in einer schwachen Stunde buchte ich die fahrt mir dem SchwabenStartUp Locomore, aber der vegane Gutmenschenshuttle zwischen Neu-Schwabendland und Stuttgart hat nicht mal ein halbes Jahr durchgehalten und machte ausgerechnet heute pleite.

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Was fang ich jetzt an?

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Liedfett: Diese Schmierlappen, verkackt bevor es losgeht, aber Punkt für Hamburg!

Berlins Kulturblogger N®¾ 1 ist zurück!:
Nach drei Wochen wieder in der Heimat wagte ich mich erstmals wieder in kulturelle Nachtleben, sogar in den mir inzwischen verhassten Prenzlauer Berg. Im Frannz Club der früher Franz Club hieß, mir und meinem entfernten Bekannten P. aus Strausberg war der Franz in den frühen 90ern unser Wohnzimmer, zu Zeiten als wir noch am Prenzlauer Berg wohnten und uns dort wohl fühlten und um diesen Schachtelsatz mal zu einem Ende zubringen, mein entfernter Bekannter P. aus Strausberg war gestern dabei.

Liedfett aus Hamburg, ich kannte die bisher nicht wirklich, vom Namen her denkt man eher an so nen Mittelalter Scheiß, aber das war’s ganz und gar nicht. Ihren Stil beschreiben sie selbst als aufgekratzten Hybrid aus Punk, Akustik-Pop, Sprechgesang und Liedermacher, ja kann man so sagen, sie singen über Liebe, Alkohol und die böse Welt. Die vier boten ein super Show, der Saal kochte, sogar ich wippte kurz mit dem Fuß, wir haben uns prächtig amüsiert und mächtig was weggebügelt.

Was deutschsprachige Musik betrifft, sind die Hochburgen eindeutig Berlin und Hamburg.
Liedfett, Punkt für Hamburg, aber Berlin führt natürlich immer noch haushoch.

Reisebericht Neuseeland: Die letzten Tage!

Wir legten nochmal ein paar Strandtage ein. Coromandel Peninusula, ein schönes Fleckchen Erde, das Wetter spielte mit, unser Basislager war in Cooks Beach, den Hauptsonnenbrand holten wir uns am Cathedral Cove Beach.

Nach 31 Tagen tauschten wir in Auckland das Wohnmobil gegen einen feuerroten Kleinwagen. Mit Auckland hatten wir so unsere Probleme, was vermutlich am Wetter lag und daran, dass wir nicht ans Ende der Welt gefahren waren um eine Großstadt zu sehen, also fassen wir zusammen:

Auckland war scheiße! 

Es trieb uns weiter gen Norden, bei zunächst extremem Dreckswetter, viele Strassen waren wegen unterspülender Überschwemmungen gesperrt, aber wir schlugen uns so durch.

Kauris standen noch an, nach Kiwis, Pinguinen, Keas, Baumfarnen und anderem endemischen Gedöns wollten wir uns die neuseeländischen Baumtitanen auch noch ansehen – also Kauri Museum und Kauri Wald!

Wir fuhren an der Nordwestküste noch weiter bis zu den North Head Sand Dunes, bogen dann nach Osten und schauten uns noch Russell, die erste weisse Siedlung und Hauptstadt des Landes, an. Naja, kann man machen, muss man aber nicht.

Dann waren unsere fünf Neuseelandwochen auch schon um. Auf dem Rückweg setzten wir mit einem Stopover in Bangkok noch einen viertägigen Kontrast.