ON THE LASH: Cheadle Hulme, Stockport, Manchester, Barton, Chester and Liverpool!

Wir, meine beste thüringerische Freundin J. und icke, waren reif für die Insel und der Flug über den Kanal war das diesjährige Geburtstagsgeschenk von J.
Wir landeten am Vatertag pünktlich in Manchester.

Denke es ist ok, wenn ich hier mehrheitlich die Bilder sprechen lasse.

J.’s (und inzwischen auch mein) bester cheadle hulmer Freund J. holte uns vom Airport ab und nachdem wir bei ihm eingezogen waren und in Cheadle Hulme Fish&Chips gegessen hatten ging es nach Manchester to go on the lash, was soviel wie einen drauf machen heißt…

Am Freitag statteten wir zunächst Stockport einen Besuch ab. Industriegeschichte im örtlichen Hut-Museum, die größte Backsteinbrücke der Welt und Trooper, das Bier von Iron Maiden Mann Bruce Dickinson, gebraut in der örtlichen Einhorn Brauerei.

Dann ging es weiter nach Manchester:
Wir waren in der Library, im Museum of Science and Industry und am Bridgewater Canal – die alte Industriestadt ist wunderbar, fast die perfekte Mischung aus alter kapitalistischer Grüderzeitstadt und moderner Metropole.

Dann war auch irgendwann Samstag, das Wetter immer noch perfekt für britische Verhältnisse, denke wir hatten den kompletten Manchester Sommer 2018.

Die Barton Road Swing Bridge bei Barton Upon Irwell in Bartonshireshamptonportpoolhulmefort ist eine Brücke die wo horizontal wegklappt wenn unten ein großen Schiff kommt und obendrauf ist auch Wasser. Anschließend schauten wir uns Old Trafford, das Stadion von Manchester United an, J. ist Mänju Fan und Manchester City ist eh blöd!

Weiter ging’s nach Chester, das Obidos Englands, auf der alten Stadtmauer kann man das wunderschöne Städtchen umrunden und die örtliche Kathedrale ist auch eines Blickes wüdig.

Und dann waren wir auch schon in Liverpool, irgendwie könnte man auf die Idee kommen, die Beatles kommen von dort. Wir hatten allerdings zu wenig Zeit 😦

Sonntag früh brachte uns J. zum Airport. Wir landeten am Muttertag pünktlich in Berlin.

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Radtour im Mai!

Unterwegs auf den eigenen Spuren:

2009 oder so fuhr ich mit meinem entfernten Bekannten P. den Berlin-Usedom-Radweg, aufgrund einer Panne strandeten wir in Pasewalk.

Letzen Donnerstag Mittag puk ich also mein Rad in den Zug und fuhr nach Bernau um mir die innerstädtischen Berlin-Etappen des Radweges zu sparen. In Bernau ist man sofort in der Natur. Zumeist abseits von Automobilstrassen führt der gut ausgebaute Radweg mich durch die Schorfheide gen Norden, über Biesenthal ging es dann entlang am Werbellinsee bis Joachimsthal, dort hielt ich mich ostwärts und erreichte nach 55 Kilometern im Sattel meinen Übernachtungsort Althüttendorf am Grimnitzsee.

Das Logis war nobel-gediegen auf dem Jagdgut eines Bauunternehmers im Ruhestand. In der örtlichen Waldschänke uß ich Grimnitzsee-Zander und am kommenden Morgen frühstückte ich deftig beim örtlichen Fleischer und Dorfbürgermeister.

Gut gestärkt mit rohem Schweinefleisch und vitaminreichen rohen Zwiebeln ging es weiter auf besagtem Radweg, über Parlow und Glambeck erreichte ich nach gut 20 Kilometern die Blumberger Mühle.

Der NaBu macht da Umweltgedöhns, schön anzusehen, ein angenehmer und lehrreicher Zwischenstopp für anderthalb Stunden.

Dann ging es weiter durch die Uckermark, entlang am Oberuckersee und am Unteruckersee bis Prenzlau, im Ortsteil Dedolow logierte ich nach 70 Kilometern in einer DDR – Nostalgieunterkunft.

Samstag war es dann nur noch ein Katzensprung von 35 Kilometern bis Pasewalk.

Im örtlichen Lokschuppen kam ich vor neun Jahren mit P. unter, in diesem, ich nenne es mal Eisenbahn-Erlebniszentrum kann man in alten Schlafwagen nächtigen, unter anderem im ehemaligen DDR-Regierungszug.

A. und seine Frau J. hatten das ganze Anwesen für sich und ihre Freunde, also auch mich, gemietet: 25 alte Menschen ließen es nochmal richtig knallen, relativ gesehen 😉 – Alkoholmissbrauch, Völlerei und albernes Gehopse verblühter Schönheiten beiderlei Geschlecht auf der Tanzfläche, ich hielt mich lieber am Bier fest und führte geistige Gespräche mit P. und A.

Für die Radtour am Sonntag zurück war ich zu schwach und fuhr grün…

War ein super langes Wochenende!

 

Ex-Heimat!

Endlich ist er da, der Frühling der nicht kommen wollte…

Ich ergriff die Gelegenheit um in mein Herkunftsland Hessen zu reisen, hatte ich doch meinen im Januar geborenen Neffen M. noch nicht live gesehen.

Es war ein relativ unspektakuläres (ich habe deshalb die spektakulärsten Bilder genommen), aber feuchtfröhlich-schönes Wochenende. Dabei teilte ich mich zwischen beiden Zweigen der Verwandtschaft auf. Zunächst besuchte ich Bruder M., seine Frau M. und die M&M’s Neffen im Westerwald.

Tags drauf ging es weiter in meinen Geburtsort zu Bruder R. und Nichte A. Freund J. zelebrierte zudem seinen Geburtstag und es fand ein anlassloses Stadtfest statt. So war das, jetzt muss ich mich erstmal ein paar Tage ausruhen…

Geburtstagsreise 2018: Südwest!

Heuer zog es mich nicht in die Metropolen Europas sondern nach Baden-Württemberg, um dort meine derzeit bäuchigsten FreundInnen L. und L. zu besuchen – Ausnahmen regeln die Bestätigung.

Zunächst ging es nach Heidelberg zu meinem dicksten Freund L. Aus irgendeinem Grund nahm ich einen sehr frühen Zug, das war hart in der Früh, aber auch schön schon mittags in der Neckarstadt zu sein.

L. und mich verbindet (unter anderem) die Liebe zum Biere und so wurde zu meinen Ehren eine Bier-Verkostung organisiert. Es ist zu betonen, dass es sich bei einer Bierverkostung um ein wissenschaftliches Unterfangen handelt, das Bier wird probiert und beurteilt – Geruch, Eingang, Abgang, Umgang, Bittere, Vollmundigkeit, Besonderheiten und eventuelle Fehlgeschmäcker. Anders als bei einer Weinverkostung muss das Getränk runterschluckt werden um alle biertypischen Eigenschaften bewerten zu können, aber man trinkt keine ganze Flasche, sondern allenfalls ein halbes Glas je Sorte, manchmal reicht auch ein winziges Schlückchen. Wenn man eine Verkostung wie wir über sechs Stunden zelebriert, hat man trotzdem die richtige Bettschwere.

Am Folgetag, meinem Geburtstag, erwachte ich jedoch katerfrei. Mit L. und Freund Freund machte ich ein wenig Sightseeing in Heidelberg, Wolfsgedöns und Dingsberg, schöne Ecken, aber ich bim schlecht im Namen merken. Abends gesellte sich noch der handschuhsheimer J. zu uns und wir ließen es uns im Gasthaus zum Güldenen Schaf in der heidelberger Altstadt gut gehen, ich uß zum Biere Saumagen mit Klops und Wurst, eine sogenannte Variatorenplatte. Schließlich half uns ein Taxi nach Hause zu kommen. – Es waren zwei schöne Tage in Heidelberg!

Dann ging es weiter Richtung Schwabenland, in Nürtlingen am Neckar hat sich meine beste schwäbische Freundin L. ein Nest gebaut um ihre Jungen aufzuziehen. Beschaulich geht es dort zu, alles ist ordentlich und auch sehr nett. Wir gingen in eine Fussballkneipe und sahen uns das Spiel von L.s VfB Stuttgart gegen meine SGE an, die Partie war erwartungsgemäß geschoben, die Eintracht verlor knapp und unverdient.

In den kommenden Tagen zeigte mir L. das nahe Esslingen …

…und L.s Mutter B. als tschertifertifizierte Nürtlingen-Stadtführerin die dortigen kleinstädtischen Sehenswürdigkeiten und behauptete sogar, dass Nürtlingen eigentlich Nürtingen heißt.

Das Essen im Schwäbischen ist natürlich auch sehr lecker, in Nürtlingen bekam ich im dortigen Schlachthof einen sehr leckeren lokalen fleischigen Teller mit gutem lokalen Bier zum Wiegenfest spendiert; in Esslingen gönnte ich mir im Traditionshaus Palmscher Bau Spätzle mit Linsen und Saitenwürschtle – das einfach anmutende schwäbische Nationalgericht ist einfach lecker.

Zu schnell ging die Zeit rum und ich musste mich von L. und ihrem niedlichen Erstling T. wieder verabschieden.

Tatsächlich, L.s Mutter B., sie hatte recht, aber mir ist das trotzdem egal 😉

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Und als ich zu Hause ankam, wartete schon der Geburtstagstisch meiner besten thüringerischen Freundin J.

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Tagesausflug: Brezelfenster und Auswärtssieg!

Spontan entschied ich mich Samstag frühs den Intercity nach Wolfsburg zu nehmen. Das ist der Vorteil wenn man sich nicht überflüssig bindet und/oder permanent reproduziert…

In Berlin war es noch trübe, aber hinter Spandau kam die Sonne raus, um zwölf war ich in Wolfsburg.

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Anlass der Reise war der geliebte Fußball. Da ich es selten nach Frankfurt schaffe sind neben Berlin natürlich auch Leipzig, Hannover, Hamburg und gestern Wolfsburg eine Möglichkeit, die Mannschaft live spielen zu sehen. (Rostock und Cottbus besuchte ich diesbezüglich auch schon, aber das ist lange her 😉 )

Es war ein Super-Spiel, so dominant wie in der ersten Halbzeit habe ich die Eintracht selten gesehen, die 2:0 Führung zur Pause war mehr als verdient. In Halbzeit Zwei muckten die Autostädter ein wenig auf, schossen gar den Anschlusstreffer, standen dann aber nach Gelb-Rot nur noch zu zehnt auf dem Platz – Frankfurt legte nach und gewann verdient mit 3:1 – der erste Sieg mit zwei Toren Abstand in dieser Saison.

Da ich zeitig am Zielort war, besuchte ich vorher noch das VW-Museum. Auch wenn ich Automobile Fortbewegung weitgehend für unnötig halte, das Management des Diesel-Skandal-Konzerns hinter vergitterten Fenstern besser aufgehoben wäre als in der Konzernzentrale – alte Autos schaue ich mir trotzdem gerne an.

Ich fuhr bis 1991 einen Passat 1 Zwei-Türer in manilagrün, sein Bruder in rot ist dort als Oldtimer ausgestellt, glaube ich werde alt.
Aber es gab interessantere Fahrzeuge zu bestaunen:

Klassenkampf! (Solang nicht die Hose am Kronleuchter hängt…)

Kann ja nicht sein, da rufen die Hessen, wo ich vor ner Woche besuchte, an und beschweren sich, dass ich hier nichts über den Besuch schreibe, ok, der Verriss wird unten nach dem Haupttext folgen 😉

Aber kommen wir zum hauptstädtischen kulturellen Leben, zur Abwechslung gab es gestern mal ein Mjusikal, eins aus Neukölln, das Stück gewann den diesjährigen Musical Theater Preis für das beste Buch, immerhin und ich bin mit meiner besten thürigerischen Freundin J. hin in den Heimathafen und wir schauten es uns an.

Die Darsteller, ein Mix aus Profis und Amateuren, brachten die Geschichte gut rüber – Neuköllner Schule mit hohem Anteil an Schülern Nicht-Deutscher-Herkunft (unschöner Ausdruck, Zitat aus dem Stück), alle sind deshalb chancenlos und drohen in die Kriminalität abzudriften, die kommunistische Hausmeisterin von Drüben bring den Kids Karl Marx näher und dann…

Das Stück ist eher was für Schüler und Lehrer, die Message trieft aus aus allen Texten und Liedern, aber trotzdem, es gefiel uns.

Epilog:
Vor ner guten Woche war ich in Hessen, es war sehr schön, ich trank viel Bier, ok, ich könnte hier Bierselfies posten, aber die einzige, die darauf steht, ist meine beste schwäbische Freundin L. und der schick ich die Bilder im direkt per WhatsÄpp. Also, es war sehr schön und ich mag meine Familie und meine vielen Freunde dort, aber es ist nunmal Provinz, kulturell ist, mal abgesehen von Eintracht Frankfurt, auf dem Mond mehr los. In Frankfurt waren wir z.B. bei Jo van Nelson, der hatte 1989 einen Hit (gerade recherchiert, bekam ich damals nicht mit, er war in den TOP 10.000) mit einer Vertonung von Paul Zechs Gedicht Erdbeermund, Klaus Kinski würde sich im Grab rumdrehen, war aber nicht nötig, er lebte ja 1989 noch). Van Nelson trat in einer Location namens KES (hessisch für Käse = Spass/ Lustiges/Kabarett) als Max Rabe Imitator auf. Ok, will nicht wirklich lästern, es war sehr schön, in der Wüste freut man sich über jeden Schluck Wasser.

Dafür lohnt das Sterben nicht!

Rituale sind wichtig, vor 22 Jahren schleppten mich meine entfernten Bekannten P. und J. erstmals mit zum Zwiebelmarkt nach Weimar und ich lernte C. in Weimar kennen. Seitdem bin ich fast an jedem Zwiebelmarkt an der Ilm, C. gehört zu meinen besten Freunden, seine Partnerin M. auch, mit ihr war ich auch in Neuseeland

… und letztes Wochenende war dann wieder Weimar dran.

Kulturell war es diesmal nicht so der Knüller, dafür war das Wetter exzellent, ich war total falsch angezogen, viel zu warm, hatte auch nix passendes dabei, also ein ständiges hin und her, T-Shirt in der Sonne, Jacke an im Schatten, trotzdem schwitzend, aber so ist das. Das Wetter war sogar so gut, dass wir im Garten meiner Gastgeber grillten – Mitte Oktober:

IMG_20171014_205246062Das Ritual im Ritual ist die alljährliche Riesenradfahrt, wir kamen rein obwohl eigentlich keine Betrunkenen mitfahren dürfen.

Diesmal fuhren wir ausnahmsweise abends, tagsüber sieht man natürlich mehr wie man in meinem historischen Film sieht:

Der einzige kulturell Akt von nationaler Bekanntheit waren Radio Doria. Zugegebenermaßen kannte ich die nicht, aber C., die Kapelle ist die Band von Jan Josef Liefers und die spielten Samstag Abend auf dem Goetheplatz. Entsetzlich voll war es, unqualifizierte, unterbezahlte Ordner versuchten den Menschenmassen Herr zu werden, so wie das ablief und wie die Absperrgitter aufgestellt waren hätte der Abend in einer Katastrophe enden können.
M., C. und ich verloren uns ziemlich schnell, ich sah zu, dass ich runter vom Platz kam. Ich stellte mit vor wie es wäre wenn es zur Katastrophe gekommen wäre, zehntausende Tote, ich als der einzig Überlebende würde gegen die Verantwortlichen zu Felde ziehen und Interviews bei RTL2 geben.

Aber es kam anders und Liefers ist ein besserer Schauspieler denn ein Sänger, ich hatte also nichts verpasst.

… Sonntags ging es zurück nach Berlin…