Eric Shoves Them In His Pockets!

Bildschirmfoto 2017-11-10 um 17.42.11Eric wkłada je do kieszeni to znany w Polsce młody indie popowy zespół.

Ok, mal schnell in den Blockstatisken nachgeschaut, ich schreib besser auf Deutsch, der gemeine Pole meidet mein Blog 😦

Also nochmal:

Eric schiebt sie in seine Taschen ist eine in Polen schon recht bekannte Nachwuchs-Indie-Pop-Band, die drei spielten im Monarch am Kotti, ein schöner Club übrigens, wenn man es durch das angeranzte Treppenhaus bis zum Club schafft.
Meine beste hessische Freundin B., die von sich behauptet, dass polnisches Blut in ihren Adern fließt, war grad zu Besuch – also nahm ich sie und ihre und meine beste thüringerische Freundin J. mit.

Ein kurzes aber lohnendes und gut besuchtes Konzert, schöne, eingängige Songs, signifikante Gitarre, Pop halt, aber es gefiel uns.

Aus den Jungs könnte was werden…

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Klassenkampf! (Solang nicht die Hose am Kronleuchter hängt…)

Kann ja nicht sein, da rufen die Hessen, wo ich vor ner Woche besuchte, an und beschweren sich, dass ich hier nichts über den Besuch schreibe, ok, der Verriss wird unten nach dem Haupttext folgen 😉

Aber kommen wir zum hauptstädtischen kulturellen Leben, zur Abwechslung gab es gestern mal ein Mjusikal, eins aus Neukölln, das Stück gewann den diesjährigen Musical Theater Preis für das beste Buch, immerhin und ich bin mit meiner besten thürigerischen Freundin J. hin in den Heimathafen und wir schauten es uns an.

Die Darsteller, ein Mix aus Profis und Amateuren, brachten die Geschichte gut rüber – Neuköllner Schule mit hohem Anteil an Schülern Nicht-Deutscher-Herkunft (unschöner Ausdruck, Zitat aus dem Stück), alle sind deshalb chancenlos und drohen in die Kriminalität abzudriften, die kommunistische Hausmeisterin von Drüben bring den Kids Karl Marx näher und dann…

Das Stück ist eher was für Schüler und Lehrer, die Message trieft aus aus allen Texten und Liedern, aber trotzdem, es gefiel uns.

Epilog:
Vor ner guten Woche war ich in Hessen, es war sehr schön, ich trank viel Bier, ok, ich könnte hier Bierselfies posten, aber die einzige, die darauf steht, ist meine beste schwäbische Freundin L. und der schick ich die Bilder im direkt per WhatsÄpp. Also, es war sehr schön und ich mag meine Familie und meine vielen Freunde dort, aber es ist nunmal Provinz, kulturell ist, mal abgesehen von Eintracht Frankfurt, auf dem Mond mehr los. In Frankfurt waren wir z.B. bei Jo van Nelson, der hatte 1989 einen Hit (gerade recherchiert, bekam ich damals nicht mit, er war in den TOP 10.000) mit einer Vertonung von Paul Zechs Gedicht Erdbeermund, Klaus Kinski würde sich im Grab rumdrehen, war aber nicht nötig, er lebte ja 1989 noch). Van Nelson trat in einer Location namens KES (hessisch für Käse = Spass/ Lustiges/Kabarett) als Max Rabe Imitator auf. Ok, will nicht wirklich lästern, es war sehr schön, in der Wüste freut man sich über jeden Schluck Wasser.

Dafür lohnt das Sterben nicht!

Rituale sind wichtig, vor 22 Jahren schleppten mich meine entfernten Bekannten P. und J. erstmals mit zum Zwiebelmarkt nach Weimar und ich lernte C. in Weimar kennen. Seitdem bin ich fast an jedem Zwiebelmarkt an der Ilm, C. gehört zu meinen besten Freunden, seine Partnerin M. auch, mit ihr war ich auch in Neuseeland

… und letztes Wochenende war dann wieder Weimar dran.

Kulturell war es diesmal nicht so der Knüller, dafür war das Wetter exzellent, ich war total falsch angezogen, viel zu warm, hatte auch nix passendes dabei, also ein ständiges hin und her, T-Shirt in der Sonne, Jacke an im Schatten, trotzdem schwitzend, aber so ist das. Das Wetter war sogar so gut, dass wir im Garten meiner Gastgeber grillten – Mitte Oktober:

IMG_20171014_205246062Das Ritual im Ritual ist die alljährliche Riesenradfahrt, wir kamen rein obwohl eigentlich keine Betrunkenen mitfahren dürfen.

Diesmal fuhren wir ausnahmsweise abends, tagsüber sieht man natürlich mehr wie man in meinem historischen Film sieht:

Der einzige kulturell Akt von nationaler Bekanntheit waren Radio Doria. Zugegebenermaßen kannte ich die nicht, aber C., die Kapelle ist die Band von Jan Josef Liefers und die spielten Samstag Abend auf dem Goetheplatz. Entsetzlich voll war es, unqualifizierte, unterbezahlte Ordner versuchten den Menschenmassen Herr zu werden, so wie das ablief und wie die Absperrgitter aufgestellt waren hätte der Abend in einer Katastrophe enden können.
M., C. und ich verloren uns ziemlich schnell, ich sah zu, dass ich runter vom Platz kam. Ich stellte mit vor wie es wäre wenn es zur Katastrophe gekommen wäre, zehntausende Tote, ich als der einzig Überlebende würde gegen die Verantwortlichen zu Felde ziehen und Interviews bei RTL2 geben.

Aber es kam anders und Liefers ist ein besserer Schauspieler denn ein Sänger, ich hatte also nichts verpasst.

… Sonntags ging es zurück nach Berlin…

Lower Level Hipster Gejammer!

Das Badenhaus auf dem RAW-Gelände ist eine schöne Location, riecht aber, obwohl oberirdisch, ein wenig nach Keller.

Lino Modica war der Künstler wo auftrat, meine beste thüringerische Freundin J. und ich gingen nach drei Liedern…

Es sollte danach noch ein Künstler auftreten, der kann nichts dafür, war sicher gut!

Operales Traumpaar in der Waldbühne!

Was für eine Aufgebot in der Berliner Waldbühne:

Die weltbekannte russische Sopranistin Anna Jurjewna Netrebko und ihr Gatte, der asebaidschanische Tenor, Yusuf Eyvazov – das Traumpaar der Oper gab sich die Ehre! Michelangelo Mazza dirigierte das Orchester der Staatsoper Ungarns, der Bariton Noel Bouley unterstütze gesanglich, ebenso der Neue Kammerchor Potsdam.

Zunächst war ich mir unsicher ob ich meinen dicksten heidelberger Freund L., der gerade zu Besuch ist, mitnehmen soll, hat er doch von Musik kaum eine Ahnung, schon gar nicht von Oper. Ich checkte also gründlich ab ob es tatsächlich etwas für ihn ist und entschied mit Daumen hoch.

Die Wettervorhersage war nicht die allerbeste, aber wir hatten Glück, während des Konzerts regnete es fast überall in Berlin, nur nicht in der Waldbühne.

Musikalisch war es ein Feuerwerk, Stücken aus Aida, Carmen, Nabucco, Macbeth und vielen mehr, ich bin da nicht so super sicher mit der Zuordnung 😉

Kultur mittig, schräg und blutig, Shakespeare und eine Irin!

Nachdem ich die Woche ziemlich rumkränkelte, der Dauerregen macht es auch nicht besser, kehrte ich zum Wochenende ins kulturelle Leben zurück, zwei Mal in Berlin Mitte:

Camille O’Sullivan sagte mir wenig, ich hörte mal in den einen oder anderen Titel rein, anstrengend, Wikipedia beschreibt sie als als intensiv dramatische Interpretin von Liedern aus der Weimarer Republik sowie von Edith Piaf, Jacques Brel, Nick Cave, Tom Waits, David Bowie, klingt bedrohlich aber interessant, mit meiner besten thüringerischen Freundin J. ging ich hin.

Fantastisch was die Irin da bot, nicht unanstrengend, aber fesselnd, auf Spotify konnte ich mich nicht mit ihr anfreunden, aber Live? – mein Tipp: Hingehen!

Samstag war J. für das Programm zuständig, die Wahl war brillant:

Monbijou Theater!

Die dachlose Spielstätte, sonst eher für Sommerkomödie bekannt, wartete mit Shakespeares Macbeth auf – Hexen, Intrigen, Blut, Dreck, Spannung, Krieg, Mord – nichts für schwache Nerven. Die Bühne ein Sandkasten unter freiem Himmel im hölzernen Amphitheater an der Spree, eine beindruckende Inszenierung von Schillers Übersetzung des Werkes, komprimiert in einem Akt – mein Tipp: Hingehen!

Und heute? Handy auf leise, Haustürklingel aus, Balkontag!

 

Sei nicht traurig kleiner Meisenmann…!

Ich war bei Helge Schneider in der Waldbühne, wer mich kennt, der weiß, nicht ganz mein Humor, doch da gibt’s einen Grund, besser gesagt einen Bezug, aber da muss ich ein wenig ausholen:

Ich glaube es war im Frühjahr 1996 oder 1997, ich lebte in meiner prenzlberger Wohnung an der Schönhauser Allee, die von einem Gamat 3000 Wandheizer in der Küche und von je einem Gamat 4000 Außenluftheizer (ja, eigentlich hießen die Außenwandheizer, aber ich taufte sie um weil beim Heizen die Luft draußen so schön flimmerte, der Wirkungsgrad war nicht so doll) im Schlaf- und im Wohnzimmer gewärmt wurde. Mist, schon wieder ein Schachtelsatz, aber auf jeden Fall war es selten nötig den 4000er im Schlafzimmer in Betrieb zu nehmen, so auch in dem Frühjahr um das es jetzt geht.

Ich, damals ewiger Student und Bohemien,  war gerade neu mit Gudi m’Bed und Bügsdüüg zusammen, es war meine sexuell aktivste Zeit, nach nächtlicher körperlicher Anstrengung brauchten wir viel Schlaf.
Doch eines Morgens im März oder April wurden wir von entsetzlichem Lärm geweckt, irgendwer oder irgendetwas machte sich am äußeren Gitter des nicht im Betrieb befindlichen Gamat 4000 Außenluftheizers zu schaffen, der Heizkörper innen wirkte wie ein Hochleistungskrachvertärker. Ich sprang aus der Mitte des Bettes, zog den Vorhang vor und sah noch etwas wegfliegen, ok, eine Vogelein, das war’s dachte ich und legte mich wieder zu den anderen ins Bett, der Vogel war ja weg… hart ist der Zahn der Bisamratte, doch… und wieder ging der Krach los, es war ein Meisenmann der seiner Liebsten dort einen Nest bauen wollte.
Da mein Luftgewehr kaputt war entschloss ich mich zu sozialem Widerstand und zerstörte täglich mit einem aufgebogenen Drahtkleiderbügel die jeweils neu begonnene Nestbaustelle. Nach einer Woche gab der Meisenmann auf und schimpfte laut während ich sein Nest final zerstörte und man glaubt es kaum, im Radio lief „Sei nicht traurig kleiner Meisenmann“ von Helge Schneider. (das ist der Bezug!)

Aber immer noch kein Grund um 40€ für einen Auftritt des Herrn Schneider hinzulegen, doch als Ehrenkarte…

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Ich glaube Helge Schneider lacht sich insgeheim kaputt, dass Leute Geld für seine Mätzchen zahlen und immer immer immer lachen, aber die wenigen guten Pointen sind von einem schlauen Mann für ein schlaues Publikum, die Dummen lachen immer mit. (Bei Mario Barth ist das anderes, der macht Dummes für Dumme).

Ich war mit meiner besten thüringerischen Freundin J. da, habe die Waldbühne noch nie so leer gesehen, aber ok, uns gefiel es ganz gut. Ich glaube auch nicht, dass mit einem ausverkauften Haus gerechnet wurde, die oberen Ränge waren gesperrt und an den wenigen offenen Bierständen bildeten sich Schlangen und es gab keine mobilen Bierverkäufer, so eine Schweinerei!