Schwedisches Gedudel und English breakfast!

Schweden Folk-Pop! Im Privat Club war’s, mit meiner besten thüringerischen Freundin J.

Smith & Thell: Hörbar, ansehnlich, leicht, teilweise seicht, live besser als Studio, gute Laune Musik während draußen ein Gewitter über Berlin zog.

Heute ist Herrentag, die üblichen Verdächtigen mit denen ich sonst eine Sauftour mache sind im Urlaub, erstmal ein deftiges Frühstück!

Wochenfazit: Geht so (Däne am Montag), Supergut (Engländer am Mittwoch) doch ein Schwaben-Crowdfund-Pleitegeier versaut mir das WE!

Es ging blutig los am Montag: Ich hatte Freikarten für den Thriller Erbarmen von Jussi Adler-Olsen, genauer gesagt für die bühnische Inszenierung im Berliner Kriminaltheater.  Ich beging den Fehler, mir vorher noch beim hastigen zubereiten meines Abendbrots die Fingerkuppe des linken Zeigefingers abzuschneiden, ich fand das Stückchen nicht mehr und uß es wohl mit, Auto-Kanibalismus ist ein Trend!
Mein ältester Berliner Freund M. begleitete mich, er hatte auch das Buch gelesen, meinte es war spannend, spannender als das Stück, ich wusste auch schon zur Pause wer der Bösewicht ist. Aber ok, so ein Thriller der die Spannung im Buch über hunderte Seiten aufbaut, ist nicht leicht auf der Bühne umzusetzen, das Bühnenbild war ganz gut, die Schauspieler auch, aber spannend war es nicht, es hat nicht gethrillert. Werde mir bei Gelegenheit auch mal den Film anschauen.

Mittwoch wurde es besser, im Auster-Club spielten Flight Brigade, die Briten erinnern ein wenig an Arcade Fire und Keane mit einem Hauch Radiohead. Meine beste thüringerische Freundin J. und ich waren begeistert, aus denen könnte echt mal was werden, obwohl es Hipster sind. Auch die Vorband REWS war gut, die Mädels hätten mir auch ohne Musik gefallen.

Heute wollte ich meinen dicksten Heidelberger Freund L. und Freund Freund besuchen, in einer schwachen Stunde buchte ich die fahrt mir dem SchwabenStartUp Locomore, aber der vegane Gutmenschenshuttle zwischen Neu-Schwabendland und Stuttgart hat nicht mal ein halbes Jahr durchgehalten und machte ausgerechnet heute pleite.

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Was fang ich jetzt an?

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Liedfett: Diese Schmierlappen, verkackt bevor es losgeht, aber Punkt für Hamburg!

Berlins Kulturblogger N®¾ 1 ist zurück!:
Nach drei Wochen wieder in der Heimat wagte ich mich erstmals wieder in kulturelle Nachtleben, sogar in den mir inzwischen verhassten Prenzlauer Berg. Im Frannz Club der früher Franz Club hieß, mir und meinem entfernten Bekannten P. aus Strausberg war der Franz in den frühen 90ern unser Wohnzimmer, zu Zeiten als wir noch am Prenzlauer Berg wohnten und uns dort wohl fühlten und um diesen Schachtelsatz mal zu einem Ende zubringen, mein entfernter Bekannter P. aus Strausberg war gestern dabei.

Liedfett aus Hamburg, ich kannte die bisher nicht wirklich, vom Namen her denkt man eher an so nen Mittelalter Scheiß, aber das war’s ganz und gar nicht. Ihren Stil beschreiben sie selbst als aufgekratzten Hybrid aus Punk, Akustik-Pop, Sprechgesang und Liedermacher, ja kann man so sagen, sie singen über Liebe, Alkohol und die böse Welt. Die vier boten ein super Show, der Saal kochte, sogar ich wippte kurz mit dem Fuß, wir haben uns prächtig amüsiert und mächtig was weggebügelt.

Was deutschsprachige Musik betrifft, sind die Hochburgen eindeutig Berlin und Hamburg.
Liedfett, Punkt für Hamburg, aber Berlin führt natürlich immer noch haushoch.

Black Box Revelation!

Zwei Belgier, einer am Schlagzeug, der andere mit diversen Gitarren und einem magischen Kasten zu seinen Füßen und fertig ist ein schönes Montagabendkonzert…

Das nennt man wohl Garagerock! Frau N. und mir gefiel es!

 

Kammerspielabend!

Mit meiner schlauesten mecklenburg-vorpommerischen Freundin Dr. M. V.-H. suchte ich den Kammermusiksaal der Philharmonie auf: Wir hatten beide den Sonntag zu Hause gearbeitet.

“Jetzt ist aber Schluss mit arbeiten, jetzt gibt’s Kultur – Entspannung pur!” leitete Dr. M. V.-H. den Abend ein. Ich ging kurz Bier holen, als ich zurück kam hatte die praktizierende Deutschlehrerin schon drei Rechtschreibfehler im Konzertprogramm gefunden und rot angemarkert …

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Das Programm war solide, Duo Essen an den Geigen fehlte ein wenig die Lockerheit, das vierhändige Klavierspiel von Duo Vidid dagegen war sehr ansprechend. Es gab übrigens

  • J. Haydn Duo for 2 Violins op.99 No.3
  • L. v. Beethoven Adagio cantabile for Violin and Viola from ‘Pathetique’ Sonata (Arr.Chong Park)
  • L. v. Beethoven Sonata for Violin and Piano No.6 in A Major op.30 No.1
  • C. Debussy Sonata for Violin and Piano
  • C. Saint-Saens Dance Macabre for Piano 4 hands (Arr.Duo Vivid)Chong Park Variations & Thema of M. Rabvel’s Pavane for Dead Princess for Violin and Viola
  • M. Ravel Bolero for Piano 4 hands (Arr.Duo Vivid)

Also Sachen die jeder kennen sollte, Bolero for Piano war Schluss- und Höhepunkt!

Das auf dem Video war zwar nicht dabei, vermittelt aber einen guten Eindruck:

Es traten an: Berlinale v/s Theatersport!

Es gibt Massenauftriebe in Berlin, auf die kann ich getrost verzichten:

-Grüne Woche – da war ich noch nie!
-Funkausstellung – in den 90ern war ich mal da, Proletenberliner sammeln alles ein was es an den Ständen umsonst gibt!
-Fanmeilen – habe nicht einmal dran gedacht, hinzugehen!
-Hertha BSC – kotz, aber klar geh ich hin wenn sie gegen die Eintracht spielen um sie verlieren zu sehen!
-Venus Erotikmesse – pfui Teufel!*

-Berlinale -Die Filme die sich lohnen kommen eh irgendwann im Kino,** ja, ich spiele, obwohl ich überdurchschnittlich intelligent und gebildet bin, gerne mal den Kulturbanausen. Ich war aber 1997 schonmal mit meiner Kommilitonin S. auf der Berlinale, Fräulein Stillas Gespür für Schnee, toller Film! Nun wollte mich meine beste thüringerische Freundin J. erneut begeistern!

* naja, ok, ich habe eine Dekadendauerkarte, aber wegen der Berlinale-Kritik löse ich eh schon einen Shitstorm aus
**meine Mutter selig hätte gesagt „Die Filme die wo sich zu gugge lohne komme eh irgendwann im Fernsehen, da geb‘ ich doch ka‘ Geld aus!“

Aber von vorne:

Montag aber war ich, ebenfalls mit meiner besten thüringerischen Freundin J., beim Theatersport im BKA Theater. Unter dem BKA ist bekanntlich Curry36, da kann man sich bei der Kälte eine Currywurst holen und sie im benachbarten Vogt’s Bierexpress essen wenn man ein Bier dazu bestellt, ja, sowas gibt’s noch!

Theatersport ist eine Variante des Improvisationstheaters, zwei 2erTeams traten gegeneinander an, moderiert von Moderator Justin Case und musikalisch von Andy Tasten am Keyboard begleitet, ich glaube die Namen sind Künstlernamen. Wie auch immer, die Darsteller waren nicht unbegabt (wie so oft beim Improtheater), konnten spiele, singen und Tanzen – es waren zwei sehr unterhaltsame Stunden.

Gestern dan Berlinale: 

J. hatte einen Film aus dem Internationalen Forum ausgewählt. Tinselwood, ein französischer Dokumentarfilm, eine filmische Annäherung an den Südosten Kameruns, der Trailer ist garnicht mal schlecht. Schöne Naturbilder und Leute in ihrer Welt, nicht unsympathisch, aber es muss gesagt werden, der Film war stinklangweilig und die anschließende Diskussion mit französischen Regisseurin und dem Kameramann war Hurz, die ehemalige Kolonie Kamerun hat einen solchen Schnarchfilm nicht verdient!