Feinde!

Mehr ins Kino gehen war mein einziger Vorsatz für 2018, so richtig umgesetzt hab ich das bisher nicht, aber noch ist ja fast ein halbes Jahr Zeit!

Gestern meine Freiluftkinopremiere der Saison. Hostiles, ein Realo-Western von 2017 mit einem fantastisch spielenden Christian Bale in der Hauptrolle, perfekt ergänzt von Rosamund Pike und Wes Studi. Amerikas Westen Ende des 19. Jahrhunderts, Captain  Joe J. Blocker und Häuptling Yellow Hawk haben es sich einst ordentlich gegeben, nun ist der in Gefangenschaft lebende Yellow Hawk schwer krank und Blocker soll ihn und seine Familie ins heimatliche Montana bringen, die resolute Rosalee Quaid, die gerade Mann und Kinder bei einem Angriff böser Indianer verloren hat gesellt sich dazu. Auf dem Weg nach Montana überwinden alle ihre Feindschaft doch …

…am Ende sind (fast) alle tot, filmisch sehr gut und realistisch in Szene gesetzt.

Schön, wenn man so ein kleines feines Freiluftkino wie das Pompeji in der Zukunft am Ostkreuz hat in Laufweite hat. Meine beste thüringerische Freundin J. radelte sogar aus Mitte an.

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Sternfahrt 18!

Die jährliche Pflichtübung um ein Zeichen gegen den automobilen Wahnsinn zu setzten. Diesmal ab Ostkreuz und dann mal nicht die AVUS sondern die Stadtautobahn und mit meiner besten thüringerischen Freundin J.

Ok, ich bin eine andere Strecke gefahren, aber auch insgesamt, es fühlte sich leerer an, auch auf dem Umweltfest.

Schön war’s trotzsdem!

8 Cola – 8 Bier!

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Ich würde meinen Radfahrstil als ZIELORIENTIERT bezeichnen, im Gegensatz zu den von mir hoch geschätzten Fahrradkurieren beachte ich jedoch in weit über 50% aller Fälle die StVO. Vorhin übersah ich jedoch beim Übersehen einer dieser bunten Lampen am Wegesrand einen Zivilpolizisten – an der nächsten Ecke lernte ich seine Kollegen in Uniform näher Kennen, die Nähe wird mich so etwa 100€ kosten.
So ein Dreck, scheiß Staat… – das hätte meine Reaktion sein können, ich wär dann für den Rest des Abends schlecht gelaunt gewesen.

Doch ich ging die Sache anders an:

IMG_0244Die letzte Staatsschelte ob einer angeblich übersehenen Verkehrsleuchten erhielt ich im Dezember 2013, das war vor 1582 Tagen.
Stellen wir uns einmal vor, ich würde jeden Tag versehentlich 3 Ampeln übersehen, dann wären das 4746 Vergehen Versehen. 4746 Ampeln geteilt durch 100€ macht 47,46 Ampeln, was sagt uns das?

Nichts!

Wir haben falsch gerechnet, also nochmal:

100€ geteilt durch 4746 Versehen macht 2,1 Cent pro roter Ampel, theoretisch, natürlich mach ich auch dann und wann und hier und da noch andere Sachen im Straßenverkehr falsch!
Nehmen wir weiter an, dass ich 4746 mal 30 Sekunden Zeit gespart habe, dann sind das satte 39,55 Stunden (ok, ich dachte, das wäre mehr), dann hätte mich also jede gewonnene Stunde 2,53€ gekostet, geht doch!
Selbst wenn es so wäre könnte ich natürlich nie zugeben, dass ich aus politischer motivierter Motivation Dinge im Straßenverkehr übersehe, dann wär nähmlich der Staatsschutz für mich zuständig, und die könnten meine Rechnung nicht nachvollziehen.
Doch jetzt bin ich gut gelaunt, trinke ein Bier und hoffe, dass ich mindestens 4746 Tage keinem Verkehrskontrolle übersehe…

Nathaniel Rateliff & the Night Sweats!

Aushilfe K. war es der die Idee hatte zu diesem Konzert zu gehen – ich hörte kurz rein und sagte zu. Wir waren dann insgesamt zu viert, K., seine Frau Frau K. und der mit dem sie eigentlich das Länderspiel Deutschland gegen Brasilien sehen wollten weil sie das Konzert fast vergessen hätten…

Das Publikum war nicht das allerjüngste, meist so zwischen 31 und 46, die Ausnahmen eher nach oben denn nach unten, bei uns vier war ich die Ausnahme nach oben.
Slim Cessna’s Auto Club, die Vorband, machte, ja, was machten die, irgendwie so ne Art Country Punk, die Jungs aus Denver können was.

Dann der Hauptakt, Nathaniel Rateliff, Vollwaise, auch aus Denver, ist der leibliche Sohn von John Belushi und Joe Cocker, die Musikalität hat er von beiden, von Cocker dann eher die Optik, Belushi vererbte ihm dafür den musikalischen Stil -R&B, Rock’n Roll, Singer Songwriter -extrem, laut und unglaublich nah*- schrill, kauzig, humorvoll- im Studio gut, die Songs die im Radio laufen kennt man – aber live einfach KLASSE – große Band mit drei Bläsern, geht ab!

*das trieft hier wieder vor Intellekt und Belesenheit 😉

Auswärtssieg!

Das Einzige was ich neben Freunden und Familie an der hessischen Heimat vermisse, sind die regelmäßigen Besuche bei Eintracht Frankfurt. Also gehe ich zumindest hin, wenn die Adler in Berlin oder sonstewo in der Nähe spielen.
Nun aber wurde die Partie zum dritten Mal in Folge ligatechnisch in der kalten Jahreszeit angesetzt, einmal ging ich hin, sie verloren und ich fror mir den Arsch ab. Ein anderes Mal war ich nicht in Berlin, die Frag stellte sich nicht. Beim Pokalfinale bekam ich keine Karte. Und diese Saison?

Ich war die Woche über total erkältet und beobachte bis zum letzten Moment meinen Gesundheitszustand und den Wetterbericht, Samstag kauft ich dann die Karte für Sonntag, musst alleine hin, potentielle BegleiterInnen sind entweder Weicheier und/oder schwanger.

Wie auch immer, ich habe es nicht bereut!

…und Hertha BSC, wer mag denn die?

Kultur am Tiergarten: Vivaldi, Bach, Mozart, Stermann & Grissemann!

Als Hörer eines beliebten berliner Radiosenders kennt man die beiden, obwohl sie eigentlich schwerpünktlich in Österreich aktiv sind:

Stermann & Grissemann, bzw. Grissemann & Stermann wie die ihre Show bei RadioEins hieß.

Meine beste thüringerische Freundin J. hatte für die draußen ungemütlichste Zeit des Jahres Karten für das Tipi am Kanzleramt besorgt. Ich reiste elegant mit Bus 100 an.

Das Programm hielt was der Titel versprach, Gags Gags Gags…

Der österreichische Humor – oft anders, sehr speziell, aber nicht ohne, wir amüsierten uns prächtig am nördlichen Rand des Tierparks.

Ein paar Tage später war dann das südliche Ende des Tierparks dran, im Kammermusiksaal der Philharmonie wurden Mozart, Vivaldi und Bach gegeben, ein reines aber edles Streichkonzert. S. von der Bahn begleitete mich. Das Publikum war allerdings zu großen Teilen nicht klassiktauglich, zerklatschte die kurzen Pausen zwischen den einzelnen Stücken, sehr zum Ärger von Kulturmenschen wie meiner einer.

Danziger – super Kombination!

IMG_20171111_194640181Kultur am Samstagabend, die Berliner Kabarett Anstalt ist immer eine gute Adresse, inzwischen sogar meine bevorzugte Lokation.
(Den Kookaburra am Prenzlauer Berg bevorzugte ich früher, ist sicher immer noch sehr gut, aber seit ich nicht mehr in Schwabylon wohne auch ganz schön weit weg. Ich gelobe aber Besserung)

Stefan Danziger kannte ich bisher nur flüchtig, meiner beste thüringerische Begleiterin J. war er gänzlich unbekannt. Wir wurden positiv überrascht…

Danziger ist, so wird behauptet, tagsüber Comedian, nachts Stadtführer, komisch, ja komisch, ist er wohl aber umgekehrt, also tagsüber Stadtführer, nachts, als besser abends Comedian, oder so?!

Egal, auf der Bühne erzählt abends er was er er mit dem Touristenpöbel tagsüber erlebt und gibt auch Berlinern Einblicke und Informationen über ihre Heimatstadt, die sie so nicht kannten.

Was Danziger erzählt ist zumeist umwerfend komisch, aber ich denke mal es stimmt auch immer, da steckt Faktenwissen hinter, das macht den Charme seiner Show aus.

Daumen hoch!