Lower Level Hipster Gejammer!

Das Badenhaus auf dem RAW-Gelände ist eine schöne Location, riecht aber, obwohl oberirdisch, ein wenig nach Keller.

Lino Modica war der Künstler wo auftrat, meine beste thüringerische Freundin J. und ich gingen nach drei Liedern…

Es sollte danach noch ein Künstler auftreten, der kann nichts dafür, war sicher gut!

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Nicht meine Musik, aber meine Zeit!

Kino kommt in meinem kulturellen Leben derzeit entsetzlich zu kurz! Um so froher war ich, dass sich meine beste thüringerische Freundin J. diese Woche um Film und Spielstätte kümmerte, ich musste nur mit, ins Central, dem Kleinod-Kino am Hackeschen Markt.

Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt, die Verfilmung eines der Sven Regener Romane, spielt in den frühen Neunzigern in der berliner Techno Szene. Techno war nie so meins, aber ich war schon bei den ersten Love Parades dabei und im Bunker, im Tresor und im E-Werk war ich auch dann und wann. Gelegentlich verteidige ich Techno auch mal als Kulturgut, so z.B. neulich als meine beste schwäbische Freundin L. auch Scooter (sie ist großer Fan) zu Techno zählte, geht ja wohl gar nicht.

Egal, die Geschichten die der Film erzählt kamen mir bekannt vor, wir haben viel gelacht, ein sehenswürdiger und kurzweiliger Film. Charly Hübner spielt den Karl Schmidt perfekt, Detlev Buck brilliert als skurriler Techno Altstar Ferdi, ingesamt ist der Film passend besetzt ohne jetzt ins kleinste Detail gehen zu wollen.

Operales Traumpaar in der Waldbühne!

Was für eine Aufgebot in der Berliner Waldbühne:

Die weltbekannte russische Sopranistin Anna Jurjewna Netrebko und ihr Gatte, der asebaidschanische Tenor, Yusuf Eyvazov – das Traumpaar der Oper gab sich die Ehre! Michelangelo Mazza dirigierte das Orchester der Staatsoper Ungarns, der Bariton Noel Bouley unterstütze gesanglich, ebenso der Neue Kammerchor Potsdam.

Zunächst war ich mir unsicher ob ich meinen dicksten heidelberger Freund L., der gerade zu Besuch ist, mitnehmen soll, hat er doch von Musik kaum eine Ahnung, schon gar nicht von Oper. Ich checkte also gründlich ab ob es tatsächlich etwas für ihn ist und entschied mit Daumen hoch.

Die Wettervorhersage war nicht die allerbeste, aber wir hatten Glück, während des Konzerts regnete es fast überall in Berlin, nur nicht in der Waldbühne.

Musikalisch war es ein Feuerwerk, Stücken aus Aida, Carmen, Nabucco, Macbeth und vielen mehr, ich bin da nicht so super sicher mit der Zuordnung 😉

Vier Freunde – 205 Lebensjahre!

Wir kennen uns unterschiedlich lange:
R. traf ich erstmals vor 47 Jahren, ich stolpete über seinen Bauklotzturm als ich neu im Kindergarten war.
N. überfiel mich schon ein Jahr vorher jedesmal wenn ich bei Bäcker Dietz Brötchen holte.
Am längsten kenne ich E., wir schoben schon vor 50Jahren den Kinderwagen mit meinem Babybruder R vor uns her.

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Bildschirmfoto 2017-08-27 um 16.56.11Nach der Schule verloren wir uns nie aus den Augen, auch als ich nach Berlin ging und die drei Saftnasen in Hessen blieben.
Um die Freundschaft zu stabilisieren machten wir 2005 eine Wanderung im Allgäu und beschlossen, einmal im Jahr gemeinsam etwas zu unternehmen, leider kam immer etwas dazwischen, aber 2016 klappte es erstmals wieder und dieses Wochenende schlugen sie wieder auf.

Als Gastgeber war ich für die Bereitstellung eines mit Bier gefüllten Kühlschranks und das Programm verantwortlich. Donnerstag drückten wir uns in Rummelsburg rum, fuhren Tretboot und frequentierten die lokale Gastronomie.

Freitag Tagesausflug in die Uckermark, anfänglich ein wenig durch Schienenersatzverkehr zwischen Löwenberg und Templin ausgebremst waren die 35 Kilometer Draisinenfahrt von Templin nach Lychen und zurück mit Picknick und gastronomischer Einkehr der Höhepunkt des diesjährigen Veteranentreffens.

Der Samstag startete spät mit einer Bootsfahrt auf der Spree, dann ging’s zum Radio Eins Parkfest, meine beste thüringersiche Freundin J gesellte sich zu uns, wir trunken ordentlich RadioEins Bier.

Kultur war dabei, Jilet Ayse, herrlich, werde mir demnächst mal das komplette Programm antun.

Heute dann Brunch und Abflug!

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Nicht bis in die Puppen!

Meine Mutter hätte Andrea Bongers sicher für gut befunden, meine beste thürigerische Freundin und ich fanden sie aber, naja, hätte das Programm eine anderes Thema gehabt, das mit den Puppen war ja ganz nett, vielleicht wurde es nach der Pause besser, aber da saßen wir schon in der Kneipe und trunken Bier.

Kaiser & Plain: Liebe in Zeiten von so lala!

Ich war vor kapp einem Jahr hoch mal bei den beiden, Kaiser & Plain, damals im Denk´ ich, sag´ ich nicht -Programm, dem ersten überhaupt. Gestern nun wieder mit meiner schlauesten mecklenburg-vorpommerischen Freundin Dr. M. V.-H. in der neuen Liebe in Zeiten von so lala Show:

Musikalisches Kabarett, stereotypenhafte Rollenverteilung – die komische, angenehm üppige, divenhafte Virginia Plain und der oft unter ihr leidende weiche Pianist David Kaiser.

Das neue Programm war geschmeidiger und stimmiger als das erste, es drehte sich wieder um das Thema Liebe, diesmal um die zwischenmenschliche Zuneigung im Zeitalter von Online-Dating und ähnlichem Gedöns, Tenor war, dass die arme Virginia Plain einfach nicht den Richtigen findet, perfekt inszeniert und dargeboten – Frau Plains vielfältige Stimme, die trockene, witzelnde Art des Herrn Kaiser, die beiden harmonierten prächtig.

Ach wäre ich doch zwei Jahre jünger oder Frau Plain zwei Jahre älter – wir wären ein tolles Paar!

Auf jeden Fall gab es viel zum Schmunzeln und auch zum lachen Lachen…

Fazit: Sehenswert!

 

 

Die echten Ashton Brothers

Ich kannte die Jungs vorher nicht wirklich, irgendwas mit Akrobatik, Musik und lustig, Holländer, die sind ja immer ein bisschen lustig. Sie gastierten bei den Wühlmäusen.
Wir waren gut in der Zeit, also besuchten wir, meine beste thüringerische Freundin J. und ich, noch die Dach Longe des RRB um die Ecke auf ein Vorglühbier und schauten uns Berlin von oben an.

Die Ashton Brothers waren dann der Hammer, fast tabufrei, es war laut, hektisch, erschreckend, spektakulär, gefährlich, böse – also nichts um nach der Arbeit ein wenig runter zu kommen, doch wir haben uns prächtigst amüsiert beim Hardcore Varieté der drei Holländer.

Fazit: Unbedingt hingehen wenn sich die Gelegenheit bietet.