Reisebericht Neuseeland: Catlins uns einmal unten rum!

Wie geplant setzen wir, nachdem wir in Oamaru noch proviantiert und getankt hatten, unseren Trip gen Süden fort. Einen ersten Stopp machten wir an den Moeraki Boulders, klingt wie ein Rugby Team, die ballartigen Fellsklopse am Strand von Moeraki gehören zu den 1214 geologischen Weltwundern.

Dunedin ignorierten wir, fuhren raus auf die Otago Peninusla, zunächst die Küstenstraße bis Portobello, dann zum fantastischen Sandfly Beach, eine wunderschöne Bucht mit Wanderdünen (deshalb der Name, von den blöden Fliegen wird später noch die Rede sein) und Seelöwen.

Weiter ging es dann noch ein ordentliches Stück bis nach Papatowai in den Catlins. Klingt irgendwie gut, „wir fahren in die Catlins.“
Die Catlins, extrem dünn besiedelt, fantastische Landschaft, Urwald, Küste. Wir logierten auf dem Campingplatz von Papatowai, einer Ansiedlung mit etwa 40 permanenten Bewohnern, der Strand ist der Hammer. Leider war auf dem Campingplatz die Wasserversorgung ausgefallen…

Nun ein Wandertag ein, wir tippelten zu den Purakaunui Falls, elf Kilometer eine Strecke, leider kein Wanderweg, sondern entlang einer Schotterpiste, aber was fürs Auge solange es durch den Urwald der Catlins ging, weiter oben dann Weideland, relativ langweilig. Die Parakanui Falls sind nicht sonderlich spektakulär, aber schön anzusehen, kaskadisch und mitten im Urwald gelegen.

Das Departement of Conservation, welches den Campingplatz in Papatowai betreibt, schaffte es bis zu unserer Abreise nicht die Wasserversorgung wieder her zu stellen, unser Campervan war Self-Contained, wir könnten damit leben, aber unsere Mitcamper sauten den umliegenden Busch ordentlich ein, warum gibt es eigentlich kein Camouflage Toilettenpapier?

Ehe wir Papatowai verließen, besuchten wir noch die Lost Gypsi Gallery. Ähnlich wie die Steampunks in Oamaru, aber anders, Kreativität aus Schrott, diesmal eher filigran, liebevolle, meiste kleinere Installationen, der Künstler ein netter, schüchterner aber trotzdem zugänglicher Kerl. Im angeschlossenen Café bekamen wir exzellenten Bohnenaufguss.

Und weiter ging es auf der Southern Scenic Route über Invercargil und Riverton bis Tuataper, dann ging es gen Norden ins Fjordland. Eine landschaftlich reizvolle Tour bei rauem Wetter, erst Küstenimpressionen, Richtung Fjordland wurde es dann tatsächlich ein wenig skandinavisch, zwischdrin besichtigten wir noch die Lumsden Suspended Bridge, eine historische Hängebrücke, die von 1899 bis 2011 in Betrieb war.


Am späten Nachmittag erreichten wir unser Tagesziel Lake Manapouri, bereits im Fjordland, schöner Campingplatz mit Altautosammlung und funktionierender Wasserversorgung…
Wir beließen es bei einem kurzen Spaziergang am See, das Wetter war eher mau, feucht, die Berge in Wolken.

Reisebericht Neuseeland: Oamaru!

300 Kilometer fuhren wir dann gen Süden, bis nach Oamaru. Die Stadt ist bekannt für ihre Altstadt im victorianischen Stil und die Blue Penguin Kolonie am Rande der Stadt.
Der kleine aber feine Campingplatz am Hafen ist nur einen Katzensprung von der Pinguinkolonie entfernt, diese ist total kommerzialisiert, man sitzt für 30$ auf der Tribüne und schaut den Vögeln zu, wie sie abends vom Fischen nach Hause kommen. Aber ok, die Einnahmen dienen wohl der Erforschung und dem Schutz der Tiere.

Hinterher wollten wir noch eine Kleinigkeit essen gehen, der örtliche Pinguinbraten wird in allen Reiseführern gelobt, aber nach halb zehn war nur noch Mc Donald’s geöffnet, nach Jahrzehnten mal wieder bei Mc Doof essen.
Tags drauf war Stadterkundung angesagt, Oamaru ist wirklich was fürs Auge, wenn die Autos, die Leute und die modernen Läden nicht wären, könnte man meinen, man wäre im viktorianischen Zeitalter.

Genial und für mich das Highlight von Oamaru ist das Steampunk Headquarter. Ich hatte den Begriff zwar schon einmal gehört, aber so ganz klar war es mir vorher nicht, für alle, denen es geht wie es mir ging, zitiere ich mal Wikipedia:

Steampunk (von engl. steam „Dampf“ und am. punk „mies“, „wertlos“, verselbständigt „Punk“) ist ein Phänomen, das als literarische Strömung erstmals in den 1980ern auftrat und sich zu einem Kunstgenre, einer kulturellen Bewegung, einem Stil und einer Subkultur entwickelt hat. (…) In Bezug auf die Steampunk-Bewegung und das Kunstgenre steht der Wortteil „punk“ eher für die Philosophie und Lebenshaltung. Steampunks verstehen sich als eine Gegenbewegung zur Moderne – sie feiern die Ästhetik der Kolben, Bolzen und Zahnräder, und sie verachten die nichtssagenden, seelenlosen, rein funktionalen Oberflächen der Touchscreen-Computer. (Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Steampunk)

So, jetzt wieder Text von mir: Also, tja, das Steampunk HQ, ein kreatives Sammelsurium von Kunst aus Schrott, vieles in Bewegung, anderes thront imposant, das Auge kann sich kaum satt sehen, auch ans Ohr wurde gedacht. Ehe wir reingingen erklärte uns der Boss des Ganzen, was es mit der Kust so auf sich hat, ich lasse einfach mal die Bilder sprechen:

Kinder werden übrigens nicht alleine reingelassen. Neben den ganzen mehr mechanischen Werken hat mich The Portal beeindruck, eine begehbares optisch-akkustisches Werk, „this is the closest I’ll ever get to time travel!“ – das Video gibt nur einen ganz kleinen Eindruck wieder, man muss dort gewesen sein:

Wie Leute die mich kennen wissen, habe ich den größten Kopf der Welt, ich finde nie passende Kopfbedeckungen, aber in einem Hunting-Fishing-Outdoor Laden in Oamaru wurde ich fündig, es gab sofort eine Neiderin aus dem fernkalten Deutschland, aber das Craft Beer der örtlichen Brauerei mundete trotzdem 😉


Abends gingen wir noch zur vermeintlichen Gelbaugen-Pinguin Kolonie, sahen aber „nur“ ein paar Robben am Strand liegen und zwei Wale in der Ferne vorbei ziehen. Dafür besuchten uns Abends einige Blue Penguins auf dem Campingplatz, sahen ganz niedlich aus, machten aber ursten Krach und zulegten nachts unseren Müll.

Schlecht im kosmischen Maßstab!

Ich wollte mir was Kulturelles antun, was Lustiges, in Englisch. Habe damit bisher in Berlin keine schlechten Erfahrungen gemacht – bisher!

Cosmic Comedy hat das geändert, ok, es muss auch Bühnen für begabte Anfänger geben. Aber bei Cosmic Comedy waren sie nicht begab, naja, ok, der Typ aus Tansania war schon ganz gut, die Schwangere auch (über was macht die Witze, wenn sie nicht trägt?).

Typisch Englisch war der Humor eher genital statt wie im Deutschen fäkal. Fuckingdicksuckingslutcunt – Cunt war überhaupt das Wort des Abends, Cunt macht flache Witze lustig dachten Host und Akteure. Ich bin ja schon ein Freund von gepflegtem Dirty Talking, aber was da geboten wurde war pissige Dreckskacke, um mich auch mal in deutscher Sprachkultur zu äußern.

Aber wenigstens hab ich mal wieder mit Frau N. wo mich begleitete ein paar Bier gezogen…

Size does matter! Mohn macht doof? … still matters immernoch…

So selten als wie ich inzwischen auch meine Ex-Heimat Prenzlauer Berg besuche, meist nehme ich einen kleinen Umgehweg in die Stargrader zur Bäckerei Hack, gefährlich zwar, immer besteht die Gefahr von einem Kinderwagen gerammt zu werden, Drecks-Bezirk.

Doch ich nahm auch heute das Risiko in Kauf und kaufte mir Mohnkuchen, das 480g Stück für 1,80€.

 

Originally posted on Tommy Berlin: Ich vermisse ja kaum etwas am Prenzlberg, aber wenn ich mich fast wöchentlich von meinem Gentrification-Zahnarzt quälen lasse suche ich den einen oder anderen Laden auf, für den ich in Rummelsburg oder im nahen Friedrichshain noch keinen adäquaten Ersatz gefunden habe. Im LSD-Viertel gibt es noch eine Original DDR Bäckerei,…

über Size does matter! Mohn macht doof? … still matters immernoch…— Tommy Berlin

16, 17 – raus und rein!

Wie die meisten meiner Freunde fand ich 2016 nicht so super – beruflich und privat eher unspektakulär, Zeit- und Weltgeschehen schlimm.

Das Ende war dann doch versöhnlich, eine Woche bei den Brüdern und deren Brut in der Provinz, dort auch noch viele andere beste FreundInnen getroffen.
Zum Jahreswechsel besuchte mich dann mein bester heilbronner Freund T., wir studierten dereinst gemeinsam.
Silvester waren wir gemeinsam mit meiner besten thüringerischen Freundin J. im Wild at Heart:
Gute Stimmung und drei Bands unterschiedlicher Qualität, das Genre auch nicht 100% unsers.
„The Crows“ – zwei korpulente irische Endfünfzigerinnen im Outfit ihrer Jugend, musikalisch schlimm, es gibt kein Videos oder frei zugänglich Audioaufnahmen – privat nett, die Mädels warn einfach mal nicht im zu Hause im Pub sondern auf Tour!
Die „Death Valley Surfers“ führten als Hauptact ins neue Jahr, psychobilly Musik, machten super Stimmung…

Lange nach Mitternacht kamen dann „Viki Vortex and the Cumshots“ auf die Bühne, ich kann mich aber nicht mehr an die Musik remebern.

 

Am Neujahrstag dann Bildung…

 

Gemeinsam wohnt man besser?

Kino! Leichte Kost zu Chillen nach dem Baumfest. 

Die „Feiertage“ brachte ich relativ schmerzfrei hinter mich, der Familienkonsens war hilfreich, die Brüder Atheisten wie ich, Neffe und Nichte war es eher am Materiellen gelegen, der Anlass Nebensache.

Mit meiner besten kroatische Freundin S. ging ich ins örtliche Programmkino, der geeignete Zeitpunkt bestimmte den Film, eine französische Komödie, allerdings OMU, für mich kein Problem, S. meckerte erstmal rum…

Es ging um einen glücklichen alten Mann, der wie ich zufrieden alleine lebt, irgendwann wir seine Wohnung erst von einer, dann von drei UntermieterInnen okkupiert. Zunächst blüht er auf, doch schließlich zeigt die Vermassung ihr wahres Gesicht, alle landen vorübergehend im Gefängnis. Daraufhin wirft der alte Held die junge Brut raus, natürlich bleiben sie Freunde – OK, ein philiströses Happy End muss wohl sein, sonst ginge keiner in den Film.