Tagesausflug: Brezelfenster und Auswärtssieg!

Spontan entschied ich mich Samstag frühs den Intercity nach Wolfsburg zu nehmen. Das ist der Vorteil wenn man sich nicht überflüssig bindet und/oder permanent reproduziert…

In Berlin war es noch trübe, aber hinter Spandau kam die Sonne raus, um zwölf war ich in Wolfsburg.

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Anlass der Reise war der geliebte Fußball. Da ich es selten nach Frankfurt schaffe sind neben Berlin natürlich auch Leipzig, Hannover, Hamburg und gestern Wolfsburg eine Möglichkeit, die Mannschaft live spielen zu sehen. (Rostock und Cottbus besuchte ich diesbezüglich auch schon, aber das ist lange her 😉 )

Es war ein Super-Spiel, so dominant wie in der ersten Halbzeit habe ich die Eintracht selten gesehen, die 2:0 Führung zur Pause war mehr als verdient. In Halbzeit Zwei muckten die Autostädter ein wenig auf, schossen gar den Anschlusstreffer, standen dann aber nach Gelb-Rot nur noch zu zehnt auf dem Platz – Frankfurt legte nach und gewann verdient mit 3:1 – der erste Sieg mit zwei Toren Abstand in dieser Saison.

Da ich zeitig am Zielort war, besuchte ich vorher noch das VW-Museum. Auch wenn ich Automobile Fortbewegung weitgehend für unnötig halte, das Management des Diesel-Skandal-Konzerns hinter vergitterten Fenstern besser aufgehoben wäre als in der Konzernzentrale – alte Autos schaue ich mir trotzdem gerne an.

Ich fuhr bis 1991 einen Passat 1 Zwei-Türer in manilagrün, sein Bruder in rot ist dort als Oldtimer ausgestellt, glaube ich werde alt.
Aber es gab interessantere Fahrzeuge zu bestaunen:

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Gisbert zu Knyphausen!

Was soll man sich denken wenn das Konzert aus dem viel zu kleinen Huxley’s in die Columbiahalle verlegt wird? Der Sänger, eigentlich ein Liedermacher mit hinhörenswerten Texten, passt der nicht eigentlich besser in kleinere Locations?

Aber daran lag es nicht, dass mich der Gig in der Columbiahalle nicht überzeugte. Es lag zunächst an der Vorband, den Namen habe ich wieder vergessen, aber die waren echt schlimm und zogen uns runter.
Doch meine beste thüringerische Freundin J. und ich wollten Knyphausen noch eine Chance geben, aber es dauerte dann noch ewig bis es losging, obwohl keine Umbauten oder kompletten Soundchecks mehr stattfanden.

 

Das Konzert dann mäßig, das Gefühl im Bauch, das Knyphausen bei mir in den Studioaufnahmen oder auf diversen Live Videos bei mir erzeugt fehlte, er kam nicht so richtig rüber, weder bei den balladesken Werken noch bei den rockigeren Kid Kophausen Sachen, schade, bin mir nicht sicher woran es lag – Note 3 minus!

Schon tragisch, Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch gründeten 2011 die Band Kid Kopphausen, veröffentlichten ein geniales Album und dann verstarb Nils Koppruch 2012 ehe es mit Kid Kopphausen richtig losging.

DFmeU in der Zukunft!

Mehr ins Kino gehen ist mein einziger Vorsatz für 2018, zumindest der einzige über den ich hier schreiben werde 😉
Ja, Kino kam im letzten Jahr zu kurz, gerade mal vier Filme sah ich auf Leinwänden.
Gestern war dann Premiere, „Aus dem Nichts“ – die fiktive cineastische Annäherung von Fatih Akin an die NSU-Morde mit einer brillant spielenden Diane Kruger, die nicht unverdient die Goldene Palme der Filmfestspiele 2017 als Beste Darstellerin erhielt.

Ich fand den Film sehenswert, politisch, spannend und gut besetzt, Ulrich Tukur glänzte neben Diane Kruger als Vater des Attentäters in einer Nebenrolle. Meine beste thüringerische Freund J. fand den Film eher mäßig, wenn überhaupt, egal, Hauptsache mir gefiel es, aber beim nächsten Mal darf sie den Film aussuchen.

Übrigens waren wir erstmals in meinem „Kino um die Ecke“ in der Zukunft am Ostkreuz, nicht ganz so komfortabel wie die großen Kettenkinos, aber nett, schöne Kneipe (die kannte ich schon) dabei und günstig.

 

 

Vorsätzlich!

Endlich vorbei, dieses alljährliche nicht bestellte Paket aus Weihnachten und Jahresende. Klar, es sei jedem gegönnt beim religiösen beziehungsweise heidnischen Gedöns teilzunehmen, ich mache es ja (mit sehr großen Abstrichen) auch. Aber wie jedes Mal kotzt es mich an, dass man sich dem Hype vor allem in Berlin nicht entziehen kann.

Erst Weihnachtsterror in Medien, Supermärkten, im Stadtbild und einfach überall.

Dann Sylvester und Neujahr, die Hölle, jeder Assi knallt um sich wie ein Dschihadist (alle die sonst keine Assis sind werden für einen Tag zu solchen).

Und das Schlimmste ist, dass man sich dafür ständig dafür rechtfertigen muss, dass man nicht bei allem mitmachen will.

Aber jetzt ist ja alles vorbei 🙂

Happy 2018!

Meine häufig mißverstandene Serie zu Neujahrsvorsätzen vom Ende des ersten Jahrzehnts:

Gutes zum Schluss: Extrabreit!

Das war noch mal was am Ende des Jahres:

EXTRABREIT

Ich hatte sie ja schon einmal in letzter Zeit live gesehen, im August 2011 beim Oranieburger Oldiefestival, na und?
Freitag spielten die Hagener im kreuzberger Lido, ich ging hin, meine beste thüringerische Freundin J. war dabei!

Wie man auf dem Bild sieht habe ich ihr Debütalbum in Vinyl, eine meiner ersten Scheiben.
Ich denke man kann das Werk von Extrabreit inzwischen als abgeschlossen betrachten, der letzte Hit den sie hatten war 2008 Besatzungskind.
Gut so, sie spielten alle ihre Hits, von Hart wie Marmelade bis zum gerade genannten Besatzungskind. Tja, da konnten mann und frau nicht meckern, immer noch eine der geilsten deutschsprachigen Bands, auch wenn sie inzwischen kleiner Brötchen backen.

Am schönsten war es natürlich als durch Wind und Wetter ein Fliegerlied klang:

Und Allee der Diktatoren als Opener waren auch nicht schlecht!

 

Auswärtssieg!

Das Einzige was ich neben Freunden und Familie an der hessischen Heimat vermisse, sind die regelmäßigen Besuche bei Eintracht Frankfurt. Also gehe ich zumindest hin, wenn die Adler in Berlin oder sonstewo in der Nähe spielen.
Nun aber wurde die Partie zum dritten Mal in Folge ligatechnisch in der kalten Jahreszeit angesetzt, einmal ging ich hin, sie verloren und ich fror mir den Arsch ab. Ein anderes Mal war ich nicht in Berlin, die Frag stellte sich nicht. Beim Pokalfinale bekam ich keine Karte. Und diese Saison?

Ich war die Woche über total erkältet und beobachte bis zum letzten Moment meinen Gesundheitszustand und den Wetterbericht, Samstag kauft ich dann die Karte für Sonntag, musst alleine hin, potentielle BegleiterInnen sind entweder Weicheier und/oder schwanger.

Wie auch immer, ich habe es nicht bereut!

…und Hertha BSC, wer mag denn die?

Schweizer Nachwuchs!

Michael Elsener kommt aus der Schweiz, ist noch sehr jung (Anfang 30) ist Comedian oder Kabarettist oder beides. Er tritt zur Zeit im Kookaburra auf und ich bin mit meinem ältesten berliner Freund M. hin.

Es war Donnerstag, das Kookaburra war leider nicht gut besucht, aber wir befanden ihn für gut. Hoffentlich hat er bei seinen folgenden Auftritten den qualitativen Zuspruch bekommen den er verdient.