Reisebericht Neuseeland: Auf der Nordinsel rumfahren!

Die Fährüberfahrt von Picton nach Wellington war schön aber unspektakulär, die Cook Street war ruhig, sie kann wohl auch anders.
Im Vorfeld unserer Reise hatten wir uns über die Nordinsel wenig Gedanken gemacht, entsprechend planlos waren wir anfangs unterwegs.
Wir ließen Windy Wellington links liegen und fuhren den SH 3 gen Norden. M. suchte mit unserer Camping App einen Campingplatz in der Nähe des Ortes, den wir am nächsten Morgen besichtigen wollten, aus. Dieser war ein wenig ab vom Schuss, irgendwo im Tararua Forest Park, von der Hauptstraße ging es kilometerweit, teilweise auf Schotterpiste, in den Wald hinein, wir kamen im Dunkeln an, waren die einzigen Gäste, eine Rezeptetion haben diese Naturcampingplätze des Department of Conservation nicht, man füllt ein Formular aus und wirft es zusammen mit der Übernachtungsgebühr in einen Kasten. Ein wenig unheimlich war’s schon, aber wir hatten ja Waffen dabei (Hunting-Kit zum Campervan dazugebucht: Eine doppelläufige Mynchausen Jagdflinte und einen Gnadenschuss Deer Killer Colt), den Colt hatte ich die Nacht neben dem Kopfkissen, geladen und entsichert.

Es passierte natürlich nichts.
Weiter ging’s zum Pukaha Mount Bruce National Wildlife Centre, die hatten es mit Vögeln dort, endlich sahen wir mal einen Kiwi, die haben da ein Kiwi Nachthaus, einer der Kiwis ist auch noch weiss (kein Albino sondern eine genetische Variante, blond, aber nicht blöder als sie anderen Kiwis) und somit auch bei Finsternis gut zu sehen.

Für relativ teuer Geld machte ich eine Brauereitour, bei der sich allerdings herausstellte, dass die eigentliche Braustätte gar nicht mehr in Betrieb ist und auch nicht besichtigt wird, statt dessen gibt es noch eine kleine Gasthausbrauerei, die die angeschlossene Erlebnisgastronomie bebraut, irgendwie Beschiss, ein Griff ins Klo!

Wir hielten uns dann westwärts und erreichten die nordinsulane Westküste, übernachteten in Waverly, schöne Küste dort, schwarzer Sand und viel Treibholz, das war’s dann aber auch.

Nun wollten wir einen Vulkan sehen, steuerten den Mount Taranaki an, planten den Hügel erklimmen und anschließend an seinem Fuße im Van zu nächtigen. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, der Gipfel war in Wolken, der Campingplatz einsam, kalt, nass und windig.

Das einzige was ging war ein Walk zu den Dawson Falls, drei Stunden hin und zurück, wenn man aus Wind und Wolken raus war wurde es im Buschdschungel so richtig schwülwarm, wir waren bis auf die Knochen nass obwohl wir weder sonderlich schwitzen noch es regnete.
Die Nacht verbrachten wir auf dem Stadtparkplatz des nahen Stratford, ußen beim Büffetchinesen (sollte man in NZ besser nicht machen, aber man wird satt) und gaben uns uns in einem Pub die Kante (kann man auch in NZ schon mal machen).

Weiter ging es gen Osten auf dem Forgotten World Highway, man fährt stundenlang durch gefühltes Nichts, mittendrin macht man dann Rast in Whangamomona, einem Nest, das sich irgendwann mal als Protest gegen irgendetwas zur unabhängigen Republik erklärt hat. Ganz nett da, im Whangamomona Hotel gibt es guten Kaffee.

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