London – East End, Markttag! 

Eigentlich war am Samstag Regen angesagt, aber so richtig feucht war es dann doch nicht. Also stellte ich geplante museale Aktivitäten zurück und begab mich ins East End – Ausgefallene Läden, kreative Menschen, Street Art, der Brick Lane Market, Street Food waren die Attraktionen die mein Reiseführer versprach… 

Tja, war dann auch so, hat mir sehr gefallen und ich kam sogar in Kauflaune. Im Moment sind ja diese Mini-Wallets im Scheckkartenformat hipp, meinst aus Titan; ich hab jetzt eins aus Leder, sogar gebrandet… 

… und ein passendes T-Shirt fand ich auch. 


Dann Street Food, globale Köstlichkeiten in einer Fabrikhalle… 

… ich konnte mich nur schwer entscheiden, landete schließlich bei Singapurisch, war gut, sudostasiatische Einflűsse waren schmeckbar. 

Ich ließ mich dann vom Eastenend wieder in die  City treiben, am Tower vorbei und über die Towerbrücke… 

… landete ich schließlich auf dem Borough Market an der London Brigde. 

Ein reiner Fress- und Lebensmittelmarkt. 

Die Gegend ganz anders als East End.


London – besser gesagt Greenwich! 

Da schönes Wetter angesagt war nutzte ich meinen zweiten London-Tag für einen Ausflug in den bedeutendsten bedeutendsten Vorort der Metropole. 

Greenwich ist nur über einen Fußgängertunnel unter der Themse zu erreichen. Der Ort selbst ein Kleinod, nicht im Geringsten so hektisch wie die Stadt deren Silhouette eindrucksvoll im Westen strahlt. 

Als aquaphiler Mensch besuchte ich das National Maritime Museum, ein schönes Haus. 

Die Ausstellungen sind unterhaltsam, leicht zu rezipieren und geben einem guten Einblick in Britanniens maritime Vergangenheit, klammern auch unrühmliche Kapitel nicht aus. 

Nicht weit davon Wissenschaftsgeschichte – durch das Royal Observatory verläuft der Nullmeridian und in the (Greenwich) meantime wird die Uhrzeit genormt. 

Den Rückweg trat ich mit dem Schiff an, imposante Blicke vom Wasser aus. 

Wieder an Land bestaunte ich den legendären Green Metal Bunts, die stählenerne Strunzbarke symbolisiert den britischen Sponk! 

Ich streunte dann ein wenig um den Big Ben und Westminster Abbey rum, verlor dabei meine Brille, musste somit eine Stunde wertvolle Urlaubszeit und einige britische Pfunde opfern ehe ich mich in den ersten Pub begab… 

London – Zweiterkundung nach 23 Jahren! 

Während ein Orkantief meines Namen die Heimat verwüstet führt mich mein diesjähriger Endfebruartrip an die Themse. 

Den Ankunftstag gestaltete ich ruhig, konnte auch nicht viel machen, ständig riefen und whatssappten mich Leute an. 

Ich erkundeten die umgegend meines Hotels nah des Bahnhofs Paddington. Es war gut Wind, im Hyde Park fegte es mich bald weg. 

Irgendwann landete ich im ersten Pub, später dann Abendmahl nahe Piccadilly Circus, beim Chinesen in Soho… 

Black Box Revelation!

Zwei Belgier, einer am Schlagzeug, der andere mit diversen Gitarren und einem magischen Kasten zu seinen Füßen und fertig ist ein schönes Montagabendkonzert…

Das nennt man wohl Garagerock! Frau N. und mir gefiel es!

 

Kammerspielabend!

Mit meiner schlauesten mecklenburg-vorpommerischen Freundin Dr. M. V.-H. suchte ich den Kammermusiksaal der Philharmonie auf: Wir hatten beide den Sonntag zu Hause gearbeitet.

“Jetzt ist aber Schluss mit arbeiten, jetzt gibt’s Kultur – Entspannung pur!” leitete Dr. M. V.-H. den Abend ein. Ich ging kurz Bier holen, als ich zurück kam hatte die praktizierende Deutschlehrerin schon drei Rechtschreibfehler im Konzertprogramm gefunden und rot angemarkert …

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Das Programm war solide, Duo Essen an den Geigen fehlte ein wenig die Lockerheit, das vierhändige Klavierspiel von Duo Vidid dagegen war sehr ansprechend. Es gab übrigens

  • J. Haydn Duo for 2 Violins op.99 No.3
  • L. v. Beethoven Adagio cantabile for Violin and Viola from ‘Pathetique’ Sonata (Arr.Chong Park)
  • L. v. Beethoven Sonata for Violin and Piano No.6 in A Major op.30 No.1
  • C. Debussy Sonata for Violin and Piano
  • C. Saint-Saens Dance Macabre for Piano 4 hands (Arr.Duo Vivid)Chong Park Variations & Thema of M. Rabvel’s Pavane for Dead Princess for Violin and Viola
  • M. Ravel Bolero for Piano 4 hands (Arr.Duo Vivid)

Also Sachen die jeder kennen sollte, Bolero for Piano war Schluss- und Höhepunkt!

Das auf dem Video war zwar nicht dabei, vermittelt aber einen guten Eindruck:

Es traten an: Berlinale v/s Theatersport!

Es gibt Massenauftriebe in Berlin, auf die kann ich getrost verzichten:

-Grüne Woche – da war ich noch nie!
-Funkausstellung – in den 90ern war ich mal da, Proletenberliner sammeln alles ein was es an den Ständen umsonst gibt!
-Fanmeilen – habe nicht einmal dran gedacht, hinzugehen!
-Hertha BSC – kotz, aber klar geh ich hin wenn sie gegen die Eintracht spielen um sie verlieren zu sehen!
-Venus Erotikmesse – pfui Teufel!*

-Berlinale -Die Filme die sich lohnen kommen eh irgendwann im Kino,** ja, ich spiele, obwohl ich überdurchschnittlich intelligent und gebildet bin, gerne mal den Kulturbanausen. Ich war aber 1997 schonmal mit meiner Kommilitonin S. auf der Berlinale, Fräulein Stillas Gespür für Schnee, toller Film! Nun wollte mich meine beste thüringerische Freundin J. erneut begeistern!

* naja, ok, ich habe eine Dekadendauerkarte, aber wegen der Berlinale-Kritik löse ich eh schon einen Shitstorm aus
**meine Mutter selig hätte gesagt „Die Filme die wo sich zu gugge lohne komme eh irgendwann im Fernsehen, da geb‘ ich doch ka‘ Geld aus!“

Aber von vorne:

Montag aber war ich, ebenfalls mit meiner besten thüringerischen Freundin J., beim Theatersport im BKA Theater. Unter dem BKA ist bekanntlich Curry36, da kann man sich bei der Kälte eine Currywurst holen und sie im benachbarten Vogt’s Bierexpress essen wenn man ein Bier dazu bestellt, ja, sowas gibt’s noch!

Theatersport ist eine Variante des Improvisationstheaters, zwei 2erTeams traten gegeneinander an, moderiert von Moderator Justin Case und musikalisch von Andy Tasten am Keyboard begleitet, ich glaube die Namen sind Künstlernamen. Wie auch immer, die Darsteller waren nicht unbegabt (wie so oft beim Improtheater), konnten spiele, singen und Tanzen – es waren zwei sehr unterhaltsame Stunden.

Gestern dan Berlinale: 

J. hatte einen Film aus dem Internationalen Forum ausgewählt. Tinselwood, ein französischer Dokumentarfilm, eine filmische Annäherung an den Südosten Kameruns, der Trailer ist garnicht mal schlecht. Schöne Naturbilder und Leute in ihrer Welt, nicht unsympathisch, aber es muss gesagt werden, der Film war stinklangweilig und die anschließende Diskussion mit französischen Regisseurin und dem Kameramann war Hurz, die ehemalige Kolonie Kamerun hat einen solchen Schnarchfilm nicht verdient!