Jerusalem!

DSCN8445Die Heilige Stadt befindet sich eine gute Busstunde östlich von Tel Aviv.
Vom Busbahnhof im Westen der Stadt erreichte ich schnell mein Hotel im arabisch geprägten Ost-Jerusalem mit der ultramodernen Trambahn.
Ich speiste einen Fischteller bei einem sehr netten Araber in Hotelnähe, hatte aber beim Buchen des Hotels nicht bedacht, dass ich in einer alkoholfreien muslimischen Zone verweilen musst, aber das geht schon mal, ganz ohne Alkohol, zur Not, auch wenns schwer fällt, wenns sein muss oder wenn man schwanger ist.

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Am Sonntag machte ich dann Jerusalem im intensiven Schnelldurchgang, geführt vom englischsprachigen Lonely Planet. Mir fiel auf, dass viele Sehenswürdigkeiten im Englischen viel positiver klingen als auf Deutsch:

„Western Wall“ statt „Klagemauer“

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„Church of the Holy Sepulchre“ versus „Grabeskirche“ – Klar, sepulchre heißt auch Grab, aber „Kirche der heiligen Grabes“ klingt zumindest ein Tick weniger morbide als „Grabeskirche.“

DSCN8459 DSCN8448Zwar sind auf dem „Mount of Olives“ kaum Olivenbäume, nur diverse Friedhöfe, hier ist das Deutsche sehr eifrig und presst die Oliven beim Übersetzen und macht den Hügel zum „Ölberg.“

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„Tempelberg“, „Felsendom“und „Al-Aqsa“ Moschee sind aber im Englischen wörtlich gleich und die „Via Dolorosa“ hat gleich ihren lateinischen Namen behalten.

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Historisch gesehen sind diese Orte schon ein Muss wenn man in Israel Urlaub macht. Dem ganzen religiösen Gedöns drumherum kann ich aber nix dran abgewinnen, die Christen lecken an jeder Maueritze in der Grabeskirche, die Moslems lassen alles in ihren Gotteshäusern unter sich stattfinden und die Juden verehren ganz tragisch-bescheiden, nach Geschlechtern getrennt, die westliche Stützmauer ihres vor 2000 Jahren zerstörten zweiten Tempels, auf dessen Fundamenten jetzt mit dem Felsendom und der Al-Aqsa Moschee zwei bedeutende islamische Heiligtümer stehen.
DSCN8440Für mich jedoch gewinnen die Juden den Jerusalem-Contest der monotheistischen Religionen weil sie bei aller Anbeterei eines vermutlich nicht existierenden höheren Wesens am fröhlichsten sind, aber vielleicht eifern sie einfach nur Louis de Funès nach:

 

DSCN8422DSCN8436Als archäologisch interessierter Mensch besuchte ich auch noch die City of David, so eine Art archäologischer Erlebnispark in realen Ausgrabungen und einem 3D-Film zu König Davids Stadt moderiert vom bekannten israelischen Archäologen Idzak Ruinenstein.

 

DSCN8429DSCN8428Unter anderem kann man hier durch einen freigelegten 500 Meter langen sehr engen Wasserkanal nur mit Taschenlampe in sonst völliger Finsternis bei bis zu 70cm Wassertiefe laufen, machte kaum einer, aber ich hab’s gemacht, war ja noch keine 50.

DSCN8465Ab Abends dann Dauerregen in Jerusalem, ehe ich am Montag gen Eilat weiter fuhr besuchte ich noch den Machane Yehuda Markt, naja, ein Markt halt.

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