Radtour Berlin-Brandenburg –> Lich: Hessen! (85,51 Pedalkilometer)

Ich fahre mit dem Rad! Es ging weiter, in Hörschel gab’s kein Frühstück, im benachbarten Herleshausen, schon in der hessischen Ex-Heimat gelegen, dort dachte ich, sollte es Bäckereien geben, die Kaffee und Gebäck zum Frühstück offerierten…
Es gab Bäckereien, aber die hatten alle zu, Frohenleichnahm!
Kein Mensch weiss, warum dieser Tag im protestantischen Hessen ein Feiertag ist, warum die abgefuckten Katholen-Bistümer Fulda und Limburg das durschsetzen konnten. Aber nicht ablenken Tommy, Du hast versagt, die Tour schlecht geplant. Ich überlegte ob ich die Tour abbreche, das Rad in Werra werfe und nach Berlin trampe.
Doch wenn du glaubst es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her, das Lichtlein heißt:

DSCN6711FauxPas Joker!

… und so bebab es sich, dass Tommy zu ersten und letzten Mal in seinem Leben bei McDonalds frühstückte… und sich gleich ärgerte:
Eigentlich wollte ich einen McMüffel oder wie die heißen essen, also einen Frühstücksburger aus Eiern und Speck, ich war auch right in time, kam um 10:35 an, Frühstück gibt’s bis halb zwölf an Feiertagen, sonst bis halb elf. McDonalds ist ja eigentlich zwei Restaurants, den Kaffee gab’s bei McCafé, den Eggburger am Hauptschalter, ich wollte mit Kreditkarte zahlen, aber das geht erst ab sechs €uro, und bei McCafé hatte ich weniger.
DSCN6724Am Hauptschalter bekam ich dann keinen McMüffel mehr, Frühstück göäbe es nur bis halbe ölfe, belehrte mich die aus Sachsen importierte Tresenhilfskraft. Ich korrigierte sie, verwies auf den Feiertag und musste mir dann blödes verbiebschtes Gemecker anhören, warum es bei McDonalds Herleshausen an Feiertagen nur bis halbe ölfe Frühstück gäben tut obwohl halbe zwölwe dranne stäht was ein Fäählör ist.
Also zurück zum McCafé, kaufte eine Butterbömme und einen Muffin, wieder unter sechs €uro, wieder keine Kreditkartenzahlung möglich…

DSCN6728Ich befand mich in der Tiefprovinz und mir ging das Bargeld aus. Aber es musste weiter gehen, zunächst an der Werra lang, der Werratalradweg ist dort, wo er an der Grenze zwischen Hessen und der DDR verläuft Teil des Iron Curtain Trails der von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer geht, 10.000 imposante Kilometer, und ich bin ein Stück davon gefahren.
DSCN6730Die Werra, früher vom Kalibergbau total verdreckt, ist heute ein halbwegs schönes sauberes Flüsschen, nur die Abraumhalden zeugen noch vom Kalibergbau.
Gemächlich fuhr ich an der Werra lang, mal auf hessicher, mal auf thüringer Seite, durch Orte die Ende 1989 plötzlich Grenzübergänge wurden, ehe ich dem schönen Thüringen bei Dankmarshausen entgültig Lebe Wohl sagte.
DSCN6731Ich fuhr dann noch ein paar Kilometer im Hessischen an der Werra lang, bog dann rechts ab Richtung Bad Hersfeld.
Von nun an ging’s bergab, einmal sogar gefühlte 15 km runter von der Rhön ins Fuldatal, eBiker die überholte drängte ich routinemäßig vom Wege ab. Nach einem Eisbecher und aufladen meiner Bargeldbestände in Bad Hersfeld fuhr ich ein Stück an der Fulda hoch und dann rüber nach Kirchheim, bzw. zum Campingplatz an einem See in der Nähe.

B5

Kartenmaterial:
© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC BY-SA
Lizenz CC BY-SA
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

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