Radtour Berlin-Brandenburg –> Lich: Hintergrund-Idee-Spielregeln!

DSCN6747In diesen Tagen überschreite ich eine Grenze:
Ich lebe länger in Berlin als in meiner hessischen Heimat Lich, nördlich von Frankfurt.
Natürlich kann ich mir nicht vorstellen, wieder in dieses Provinznest zurück zu ziehen, aber ich habe in Hessen noch viele Freunde, meine Brüder, meine Nichte und meinen Neffen sowie diverse andere Bekannt- und Verwandschaften, die ich ab und an mal mal mit einem Besuch würdige.
Normalerweise fahre ich für ein langes Wochenende in die Provinz, aber so alle paar Jahre auch mal für länger, so auch diese Jahr, das Besondere:

Ich fahre mit dem Rad!

Eine gute Idee, sicher, sonst würde ich es ja nicht machen.
Mit dem Flieger dauert es mit allem Drum und Dran dreieinhalb Stunden, mit dem von mir im Allgemeinen präferierten Zug fünfeinhalb Stunden, mit Auto oder Fernbus mindestens sechs Stunden, zu Fuß, naja, da reden wir besser nicht drüber…

Aber mit dem Rad, das sollte doch in einer Woche zu schaffen sein? Also ein überschaubarer Zeitraum, man nimmt Landschaft und Leute wahr, bekommt im Gegensatz zum nicht Muskel betriebenen Reisen ein Gefühl dafür wie groß und schön das Land ist, welche Strapazen das Reisen früher ausmachte.

Aber ich wollte es natürlich auch nicht zu hart angehen, stellte mir Spielregeln auf, wie ich die Strecke genussvoll aber auch sportlich anspruchsvoll bewältigen wollte:

  • Tagesetappen sollen 120 km nicht überschreiten, 60 km aber auch nicht unterschreiten
  • Im Normalfall sollen die auf der Strecke reichlich vorhandenen, landschaftlich reizvollen Radfernwege genutzt werden
  • Übernachtet wird im Zelt, auf Campingplätzen und anderen Rastmöglichkeiten
  • Gegessen wird in Cafés und Restaurants, Salami und Toastbrot aus dem Supermarkt vorm Zelt zu essen, dazu bin ich zu wohlhabend, den Campingkocher habe ich eh zu Hause gelassen
  • Kein Bier vor Vier!
  • Rentner auf eBikes, die mich überholen, müssen mit zur Not letzten Kraftreserven wieder eingeholt und vom Radweg abgedrängt/zum Sturz gebracht werden

Ausnahmen von den Regeln sind wie folgt definiert:

  • Kenn ich schon – muss ich nicht! Joker: Einmalig bis zu 100 km dürfen mit der Bahn überbrückt werden, wenn die Strecke schon bekannt ist und/oder keinen besonderen radlerischen Reiz (mehr) bietet
  • Bier vor Vier! Joker: Darf an zwei verschiedenen Tagen nach Gutdünken eingesetzt werden
  • Schlechwetter-Joker Bahn! Einmalig dürfen bei Regen 25 km per Bahn überbrückt werden
  • Schlechtwetter-Joker Hotel! Einnächtlich darf bei schlechtem Wetter eine feste Behausung bezogen werden. Der Pausentag in Weimar zählt hier nicht dazu, ist von Anfang an geplant
  • FauxPas Joker! Es passieren Dinge, mit denen man nicht rechnen konnte, hierfür gibt es diesen Super Joker

 

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Da ich dieses Reiseblog nachträglich schreibe, sind die Spielregeln natürlich leicht einzuhalten und die Joker perfekt definiert 😉

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