Rache ist süß!

IMG_1391Ich erinnere mich noch wie gestern, ich war vier als wir in der Newton-Einstein-Goehte-Da Vinci-Hochbegabten-Vorschule meines Heimatortes Sophopkles im altgriechischen Original lasen:

Der trojanische Krieg ist vorbei. Elektra trauert in Mykene um ihren Vater Agamemnon, ermordet von ihrer Mutter Klytaimnestra und ihrem Liebhaber Aegisth. Sicherheitshalber bringt Elektra ihren Bruder Orest außer Landes, und sie sinnt nach Rache, klaro. Dann erfährt Elektra vom Tode ihres Bruders, doch dieser ist nur vorgetäuscht um den Rachemord an Klytaimnestra und Aegisth zu tätigen, Elektra wird vorher noch von Orest eingeweiht und alles ist gut.*
Hugo von Hofmannsthal entwickelte aus diesem antiken Stoff das Libreto für Richard Strauss‘ gleichnamige Oper.
DSCN6493Diese Oper tat ich mir mit meiner besten schwäbischen Freundin L. gestern Abend in der Philharmonie an, müde von unserem Wirken für die Abschaffung des Bargelds hielten uns Sopran- und Baritonstimmen der Hauptakteure wach und munter.
Diese Oper ist schon schwere Kost, aber mit einer gewissen Offenheit für den musikalischen Anspruch und einem soliden Grundwissen was griechische Tragödien betrifft, wird man dem Anspruch gerecht, zudem ist diese Oper als Einakter mit gut 90 Minuten angenehm kompakt. In der Philharmonie wurde das Werk bestens gegeben.

*Liebste Leser, kürzer kann man es wirklich nicht zusammen fassen, ich empfehle zumindest Hugos Libretto für die Oper zu lesen, das geht zum Beispiel hier, eine gute Übersetzung des sophoklischen Originals gibt es hier.

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