Open Air Summer 2013 II: Ärztival: Zu spät für Pickel!

DSCN0791Gestern ging es weiter mit den musikalischen Freiluftveranstaltungen des Sommers!
Ursprünglich hatte ich überlegt, vorher noch zum Bundesliga-Saisonauftakt Hertha BSC : Eintracht Frankfurt ins Olympiastadion zu gehen, aber irgendwie bin ich froh, dass ich nicht da war…
DSCN0741Das Wetter war nicht wirklich schlecht und so waren meine beste (schwäbische) Freundin L. und ich zwei von 40000 Besuchern, die auf dem Tempelhofer Flugfeld dem ersten der beiden Ärzte Konzerte in Berlin beiwohnten.

2012_135Die erste Vorband Danko Jones riss uns nicht wirklich vom Hocker, genoss aber auch nicht wirklich unsere volle Aufmerksamkeit, da wir uns erstmal damit abfinden mussten, dass es nur Beck’s Bier gab, ok, wenn’s kalt ist und vom Fass, dann kann man’s trinken.

Dann kamen die Altpunker von NOFX, nedd schlecht, meine Begleitung hopste aufgeregt zur Musik der Amis…

Zwischenzeitlich stießen noch zwei Freunde von L. zu uns und wir warteten gemeinsam auf den Höhepunkt des Abends…

DSCN0769In der Abenddämmerung trat dann endlich die Beste Band der Welt auf, echt geiles Konzert, perfekter Sound, imposante Lichtshow, fast alle Hits wurden gespielt, ich vermisste nur Sweet Gwendoline, Claudia und fette Elke, der politisch unkorrekte Schweinkram ist anscheinend nicht mehr massenpublikumsgeeignet. Egal, der Rest war sau gut!

Als letzte Zugabe „Zu Spät“, der Hit der, wie ich gerade herausfand, mich doch nicht so geprägt hat wie ich es mir in meiner nachjugendlichen Fantasie zurechtgebastelt hatte…

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Alternativer, im Laufe der Recherche verworfener Anfang dieses Blogbeitrags:

DSCN0761„Wenn die Preise für Eiter Anfang der 80er Jahre höher gewesen wären, dann wäre mein Leben anders verlaufen, denn ich hatte die ergibigsten Eiterpickelminen der nördlichen Hemisphäre in meinem Gesicht. Doch die älteren unter den Lesern werden sich sicher erinnern – Eiter war damals wie heute nix wert, garnix, ganz im Gegenteil.
So stand ich also da 1981:
Verpickelt, hässlich und verliebt in C. aus meiner Klasse. Doch sie ignorierte mich, ging mit dem eitlen V. und ich konnte nur frustriert zusehen wie meine erste große Liebe, diese Schlampe C., sich für andere Männer wegwarf. Trost fand ich damals auf der Ärzte Single „Zu Spät“

Doch eines Tages werd ich mich rächen
Ich werd die Herzen aller Mädchen breche
Und dann tut es dir Leid
Doch dann ist es zu spät.

C. ist heute eine alte Fettel, ich war einige Jahre später akzeptabel erfolgreich in Herzensangelegenheiten und immer wenn ich „Zu Spät“ höre muss ich an das Leid des 15jährigen Pickeltommy denken und den Trost den ich damals in diesem Hit fand …“

So sollte dieser Artikel also beginnen, bei der Recherche fand ich aber heraus, dass „Zu Spät“ erst 1985 veröffentlicht wurde, da war ich schon 19, weitgehend aknefrei und C. war kein Thema mehr.
Tja, da beginne ich jetzt also auch, die Vergangenheit zu verklären. Um zu dokumentieren, dass Tommy Berlin ein seriös recherchierter Kulturblog ist, stelle ich Ausnahmsweise mal diesen ersten Entwurf des Artikels hier zusätzlich ins Netz.

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