Kuhaugen und Sauerrülps!

Im Kookaburra ist Selbstbedienung und so stand ich an, um für A. und mich je ein alkoholhaltiges Getränk zu erstehen. Hinter mir eine kuhäugige Pseudograzie Mitte 20, ein eigentlich liebliches Wesen, aber die Augen so groß, dass ich Angst hatte sie könnten rausfallen und ich als Gentleman müsse sie dann auf dem Boden suchen. In der Regel observiere ich diskret, doch ob der räumlichen Nähe sah sie wohl, dass ich sie musterte (so schlimm konnte das Glaukom also nicht sein) und sprach mich unvermittelt an:
Is was?
Ich tat so, also würde ich es nicht hören… doch sie ließ nicht locker.
Is was?
Wieso?
Weil Du mich so anstarrst?
(Anstarren ist meiner Meinung nach für die zwischengeschlechtliche Kontaktaufnahme kein schönes Wort, und „starren“ kommt von „Star“ – hatte ich nun Grünen Star oder sie?)
Ich habe Dich nicht angestarrt!
Doch!
Nein, ich habe in Deine Richtung GESCHAUT und da warst Du im Weg…
So kam es mir aber nicht vor, ich dachte es ist was?
Klar war was, aber ich konnte doch jetzt nicht sagen, dass ich sie nur anschaute weil sie die kuhäugisten Kuhaugen der Welt hatte, außerdem beobachtete mich A. schon skeptisch.
Nein es ist nichts, wirklich NICHTS.
Wenn was ist, dann sag’s!

Kann die blöde Kuh nicht einfach die Klappe halten?
Nichts! Und wenn nichts ist, musst Du es auch nicht ständig wiederkäuen…
Das hatte sie nun davon, eigentlich wollte ich nicht mit kuhbezogenem Vokabular antworten, ich merkte wie sie aufbrauste, doch ich war an der Reihe, bestellte meine Getränke und ignorierte sie fortan.

Der „Künstler“ des Abends hieß Karsten Kaie, ein Name den man sich nicht merken sollte, es sei denn um nicht Gefahr zu laufen ein weiteres Mal hinzugehen. Plumper Humor, Witze die man irgendwo her schon kannte frisch aufgewärmt. Auf der Skala von
a.) sofort den Saal verlassen
b.) in der Pause gehen
c.) mit viel Alkohol zu ertragen
entschieden wir uns für c, gerade noch so.
Aber der Rest des Publikums ging voll ab, besonders bei den Mitsingnummern für die Herr Kaie Zettel mit den Liedtexten rumgehen ließ. Mir war nicht nach Kanon singen und den Text konnte ich ob meiner Presbyopie (immer noch besser als ein Glaukom) eh nicht lesen. Halb rechts vor uns saß eine Blonde mit Dutt die uns permanent zum Mitlachen, Mitsingen, Mitschunkeln und sonstiger begeisterter Teilhabe animieren wollte.
Der Dutt war wir unsympathisch und (was Dutt nicht wissen konnte) ich partizipiere sowieso eher innerlich, im Positiven wie im Negativen. Zudem stieß mir das Abendessen auf (Tom Kha Gai – Sauer Scharf Suppe) – geschickt blies ich die säuerliche Luft in Richtung Dutt, so dass sie nichts davon hörte und auch keinen Windzug spürte, es also wahrnahm ohne zu wissen wer die Quelle ist.
Nach Programmende sah ich, dass Dutt hochschwanger war, hoffe ich habe dem Kind nicht geschadet, wenn doch wird schwer zu beweisen sein, ob ich oder Karsten Kaie dafür verantwortlich sind.

Hier noch ein Spot, damit Du weisst was Du nicht verpasst hast:

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