Rücksicht? Ein Plädoyer für zielorientiertes Radfahren!

Heute ist Fahrradsternfahrt in und um Berlin! Einmal im Jahr gehören die Strassen den RadlerInnen, zum Teil zumindest!

Traditionell ein Tag, an dem viel über Radfahren und umweltbewusstes Fortbewegen gesprochen wird…
… es ändert sich dann wenig und das Wenige ändert sich auch nur langsam.

Und manchmal radelt man auch mit Gegenwind:

Ein Gutes Beispiel hierfür ist die Aktion Rücksicht im Strassenverkehr mit ihrem Ableger Berlin nimmt Rücksicht.
Als ich die ersten Plakate sah, dachte ich, die wollen mich verarschen!

Ich soll also Rücksicht nehmen! Ich? Erstmal hab ich mich erkundigt was dieses mir nicht so geläufige Wort überhaupt bedeutet, naja, was es nicht alles gibt!

Ich soll also Rücksicht nehmen auf Fußgänger, Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer! Lol!

Warum?

Als Dank dafür, dass mir die 58 Millionen (sic!) in Deutschland zugelassen Kraftfahrzeuge mir jeden Tag das Leben schwer machen:

  • Flächenversiegelung durch Strassen- und Parkplatzbau.
  • Abgasbelastung, besonders bei den Gentrifickations in Berlin geht der Trend zum fetten SUV .
  • Lärmbelästigung!
  • Jeder Depp kann nach ein paar Fahrstunden ein Vielfaches seiner eigenen Körperkraft befehligen und gefährdet pflichtversichert den Rest seiner Mitbürger.
  • Verbrauch knapper werdender Rohstoffe.

Das sind für mich keine Gründe Rücksicht zu nehmen, da ist doch bei den Autofahrern eher Demut angesagt, wenn sie glauben ihre Benzinkutschen bewegen zu müssen. Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass ich auch ab und an ein Kraftfahrzeug individuell nutze, dann aber in Demut! Eigentlich fahr ich lieber Bahn!

Und überhaupt, was ist das denn für eine Begrifflichkeit?

„Rücksicht nehmen“ – da nimmt man sich ja eigentlich nix, sondern man gibt etwas auf:
Ich zum Beispiel fahre Rad um möglichst schnell von A nach B zu kommen, das ist bei halbwegs gutem Wetter in Berlin jedermann bei Entfernungen bis sagen wir mal 15 Km zuzumuten und anzuraten.

Wie ich sagte, es geht um das schnellstmögliche erreichen des Ziels!

Wenn ich also an Kreuzungen bei ROT warten würde, auch wenn es die Verkehrslage zulässt, die Kreuzung zügig zu passieren…
Wenn ich nicht auch mal den Radweg auf der „falschen“ Seite oder den Gehweg befahren würde…
Wenn ich bei jedem Depp der auf dem Radweg rumläuft höflich warten würde statt mit einem „educational touch“ zu passieren…
Wenn ich jedem Rechtsabbieger der mir die Vorfahrt nimmt noch ein Dankesküsschen geben würde…
Wenn ich die Gentrificaktions, die mit ihren überbreiten Kindertransporträdern den Radweg blockieren nur weil sie als Alibi fürs viele Autofahren ihre Kinder ab und an ohne Helm auf Auspuffhöhe durch die Stadt kutschieren müssen, nicht waghalsig überholen würde…
Wenn alle Wenns wären, dann würde ich für eine durchschnittliche Strecke durch die Innenstadt ca. 25% mehr Zeit benötigen…

Ich bin doch nicht blöd, aber ich bremse für Kinder, nicht für Tiere und fahre so, das mir selbst nichts passiert!

Oh man, was für ein Mist!

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