Schlechtwettertour!

Was lange geplant ist , muss auch durchgeführt werden:
Und am vergangenen Wochenende war halt die jährliche Tour mit meinem Kumpel P. geplant, vier Tage wollten wir durch die Mecklenburgische Seenplatte radeln, mit drei Übernachtungen im Zelt.

Auch als sich die Wetterverhersagen für das Wochenende verschlechterten hielten vier an der Planung fest:
Zwei Männer, zwei Fahrräder, zwei Zelte!

Los ging es Samstag früh mit dem Zug nach Gransee, als wir ausstiegen ließ der strömende Regen nach. Wir fuhren ein Stück gen Osten und folgten dann dem Radweg Berlin-Kopenhagen über Fürstenberg nach Wesenberg. Von dort bewegten wir uns westlich nach Mirow, machten eine Einkehr und schauten den letzten Spieltag der Fußball Bundesliga.
Mit einigen Weizenbier gestärkt fuhren wir Richtung Nordosten zu unserem ersten Zielort Kakeldütt, genauer gesagt der Campingplatz Hexenwäldchen, ein wunderbarer Platz, ich war Pfingsten 2009 schon mal mit dem Kajak dort. Diesmal war es leer, nur der Nils vom Platz und ein paar wackere Dauercamper waren dort. Wir bauten auf, schon beim Packen Samstag früh vermisste ich meinen guten Schlafsack, noch verliehen, aber an wen? Zu spät, ich nahm den leichten Sommerschlafsack. Beim Aufpumpen verabschiedete sich auch noch eine von sechs Luftkammern meiner Pneumatratze, eine unbequeme kühle Nacht kündigte sich an.
Aber zuerst kehrten wir ein, in der Räucherkate speiste ich besten Binnenfisch, geräuchert natürlich, das Bier war auch gut… und das Wetter bis dahin auch, ich saß abends noch lange am See ehe ich mich in’s Zelt verkroch, herrlich.
Dann regnete es, die ganze Nacht, nicht stark, aber kontinuierlich und ergiebig. Meine Campingausrüstung war nicht angemessen und litt, wie bereits im Falle der Luftmatratze erwähnt, unter Materialermüdung, durch den Zeltboden drang Feuchtigkeit ein, es wurde nass und kalt in meinem zu dünnen Schlafsack, P.’s schnarchen war trotz des Regens zu hören, ich überlegte kurz ob ich ihn umbringen soll, aber ich wollte nicht raus beim Regen.
Zum Glück hörte der Regen Sonntagmorgen auf, der Nils vom Platz spendierte Kaffee während das Material trocknete und wir brachen auf. Westlich ging’s nach Boek, von dort weiter am Ostufer des Müritzsees bis Waren. P. fand waren toll, ich fand es zu disneylandmäßig, hab’s lieber ein wenig mehr ostig. Wir sind zwei Stunden in Waren gewesen, oder heisst es wir waren in Waren, klingt beides blöd. Das Wetter war bis dahin kühl aber ok!
Wir fuhren weiter nördlich des Kölpinsees zum Fleesensee und schlugen auf dem Campingplatz in Silz unsere Zelte auf, speisten in der Campingplatz Gaststätte, draussen war es inzwischen saukalt, aber es regnete nicht und sah auch nicht danach aus. Über Silz möchte ich nicht weiter sprechen, wer die Wahl hat sollte dort nicht zelten.
Dann regnete es doch die ganze Nacht und am Vormittag weiter, beim Nassabbau verabschiedete sich meine Luftmatratze, die mir fünf Jahre treu gedient hatte, endgültig.
Aufgrund des Dauerregens und er Kälte entschieden wir uns, die Tour statt wie geplant Dienstag Nachmittag schon am Montag abend Enden zu lassen. Über Malchow, ein schönes Seeörtchen mit noch ein wenig DDR-Charme, fuhren wir weite zum Ostufer des Player Sees, dann stachen wir durch bis Wittstock an der Dose, dann mit dem Zug zurück in die Hauptstadt!


Nach einem heißen Bad ging es mir wieder besser, erkältet hab ich mich offensichtlich nicht. Knappe 200 Kilometer geradelt, die Tour wird nicht komplett als Reinfall gebucht.

Gleich kommt J., es gibt Spargel…

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