Kaiser & Plain: Liebe in Zeiten von so lala!

Ich war vor kapp einem Jahr hoch mal bei den beiden, Kaiser & Plain, damals im Denk´ ich, sag´ ich nicht -Programm, dem ersten überhaupt. Gestern nun wieder mit meiner schlauesten mecklenburg-vorpommerischen Freundin Dr. M. V.-H. in der neuen Liebe in Zeiten von so lala Show:

Musikalisches Kabarett, stereotypenhafte Rollenverteilung – die komische, angenehm üppige, divenhafte Virginia Plain und der oft unter ihr leidende weiche Pianist David Kaiser.

Das neue Programm war geschmeidiger und stimmiger als das erste, es drehte sich wieder um das Thema Liebe, diesmal um die zwischenmenschliche Zuneigung im Zeitalter von Online-Dating und ähnlichem Gedöns, Tenor war, dass die arme Virginia Plain einfach nicht den Richtigen findet, perfekt inszeniert und dargeboten – Frau Plains vielfältige Stimme, die trockene, witzelnde Art des Herrn Kaiser, die beiden harmonierten prächtig.

Ach wäre ich doch zwei Jahre jünger oder Frau Plain zwei Jahre älter – wir wären ein tolles Paar!

Auf jeden Fall gab es viel zum Schmunzeln und auch zum lachen Lachen…

Fazit: Sehenswert!

 

 

Die echten Ashton Brothers

Ich kannte die Jungs vorher nicht wirklich, irgendwas mit Akrobatik, Musik und lustig, Holländer, die sind ja immer ein bisschen lustig. Sie gastierten bei den Wühlmäusen.
Wir waren gut in der Zeit, also besuchten wir, meine beste thüringerische Freundin J. und ich, noch die Dach Longe des RRB um die Ecke auf ein Vorglühbier und schauten uns Berlin von oben an.

Die Ashton Brothers waren dann der Hammer, fast tabufrei, es war laut, hektisch, erschreckend, spektakulär, gefährlich, böse – also nichts um nach der Arbeit ein wenig runter zu kommen, doch wir haben uns prächtigst amüsiert beim Hardcore Varieté der drei Holländer.

Fazit: Unbedingt hingehen wenn sich die Gelegenheit bietet.

 

Die Verführten!

Also es war so, Colin Farrell ist verletzt, schließlich tobt 1864 der amerikanische Bürgerkrieg, er findet in der leicht angeranzten Mädchenschule von Nicole Kidman Aufnahme und wird medizinisch versorgt. Nicole Kidman, Kirsten Dunst und Elle Fanning sind scharf auf Colin, dieser nutz das aus, bahnt mit Frau Kidman an, verspricht Kirsten Dunst die große Liebe, wird aber von dieser beim Poppen mit Elle Fanning erwischt. Daraufhin amputiert ihm Nicole Kidman ein Bein. Herr Farrell rastet aus und es hat ein böses Ende, für Herrn Farrell – Sofia Coppola ist an allem Schuld, eigentlich Thomas Cullinan

An einem lauen Sommerabend war ich mit meiner besten thüringersichen Freundin im Freiluftkino, ein schöner Abend!

Computer!

So ein richtig schwüler Sommertag ist eine gute Gelegenheit um ins Museum zu gehen, diesmal ins Computerspielemuseum. Ich war ja nie so der Zocker, aber ich traf viele alte Bekannte wieder: Den C64 meines Bruders, die Atari-Konsole auf der wir auf dem kleinen SW-Fernseher Pacman spielten, meinen ersten eigenen Computer Atari 1040 STE auf dem ich Seminararbeiten schrieb…

Für meine beste thüringerische Freundin J. war auch was dabei, sie spielte geschlagene vier Stunden an einem Poly-Play, dem einzigen Videospieleautomat der DDR den so von Ostseeurlauben kannte

Der Poly-Play wurde vom Volkseigenen Betrieb VEB Polytechnik Karl-Marx-Stadt entwickelt und von 1986 bis 1989 gefertigt. Insgesamt verließen in diesem Zeitraum ungefähr 2000 Automaten das Werk. Das Gehäuse war braun und wurde vom Möbelhersteller VEB Raumkunst Mosel (Zwickau) hergestellt. Der Automat wurde bevorzugt an FDGB-Ferienheime und öffentliche Einrichtungen verkauft. Ein Automat kostete circa 22.000 Mark (Ost). (Quelle: Wikipedia)

 

 

Kultur mittig, schräg und blutig, Shakespeare und eine Irin!

Nachdem ich die Woche ziemlich rumkränkelte, der Dauerregen macht es auch nicht besser, kehrte ich zum Wochenende ins kulturelle Leben zurück, zwei Mal in Berlin Mitte:

Camille O’Sullivan sagte mir wenig, ich hörte mal in den einen oder anderen Titel rein, anstrengend, Wikipedia beschreibt sie als als intensiv dramatische Interpretin von Liedern aus der Weimarer Republik sowie von Edith Piaf, Jacques Brel, Nick Cave, Tom Waits, David Bowie, klingt bedrohlich aber interessant, mit meiner besten thüringerischen Freundin J. ging ich hin.

Fantastisch was die Irin da bot, nicht unanstrengend, aber fesselnd, auf Spotify konnte ich mich nicht mit ihr anfreunden, aber Live? – mein Tipp: Hingehen!

Samstag war J. für das Programm zuständig, die Wahl war brillant:

Monbijou Theater!

Die dachlose Spielstätte, sonst eher für Sommerkomödie bekannt, wartete mit Shakespeares Macbeth auf – Hexen, Intrigen, Blut, Dreck, Spannung, Krieg, Mord – nichts für schwache Nerven. Die Bühne ein Sandkasten unter freiem Himmel im hölzernen Amphitheater an der Spree, eine beindruckende Inszenierung von Schillers Übersetzung des Werkes, komprimiert in einem Akt – mein Tipp: Hingehen!

Und heute? Handy auf leise, Haustürklingel aus, Balkontag!

 

TFD – Der Wahlkampf hat begonnen!

In zwei Monaten ist Wahl, das Volk will offensichtlich eine Fortsetzung des Status Quo, ich werde am linksunteren Rand Wahlkampf machen… So ist das!

Heute kam ich endlich an mein Wahlkampf T-Schört ran, da ich krank war lagerte es fast eine Woche im Lager.

Berlin! Ick liebe Dir

Ich schätze den Schauspieler und Comedian Cyrill Berndt, in Caveman habe ich ihn zwar nie erlebt, aber letzen Oktober sah ich ihn schon mal im Admiralspalast in Andrew Goffmans Ein-Personen-Stück „Pornosüchtig “ („accidental pervert“), auch da war ich schon von der Power die Berndt alleine auf der Bühne ausstrahlt beeindruckt.

Samstag schaute ich mir gemeinsam mit meinem ältesten Berliner Freund M. sein Solo-Programm „Berlin! Ich lieb Dir“ im BKA-Theater an. Wir waren eigentlich nicht das Publikum, das Programm richtet sich vielmehr an Berlin Besucher. Aber ok, während draußen das wöchentlich Unwetter tobte ließen wir uns als Berliner den Spiegel vors Antlitz halten; das Programm gibt es zwar zwar schon ewig, ist aber einerseits relativ zeitlos und zudem mit Aktualitäten angereichert.

Fazit: Wer Besuch von außerhalb hat sollte gemeinsam mit seinen Leuten hingehen wenn das Stück läuft!

Tags drauf macht ich mir English Breakfast, vor dem Stück war ich so richtig eingeregnet, da braucht ich was Deftiges um die aufziehende Erkältung abzuwenden.